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Bürger in der südlichen Region Hannover, die aha-Abfallwirtschaft und…

1. Akkurat verpackte 0,6 m³ "Glaswolle".
 
2. "Glaswolle", nach der "Müllsolidaritätsdoktrin" der aha-Abfallwirtschaft, notgedrungen umgepackt in Restmüllsäcke.
Springe: Holtensen | 12.08.2013: … deren ach so toll angepriesene „Müllsolidarität“.

Nun was habe ich mit diesem Satz gemeint? Tja – hier in der Region Hannover werden ab dem 1. Januar 2014 die bisher unterschiedlichen Müllgebühren für die Stadt Hannover und das ländliche Umland (Region) vereinheitlicht. Nach einer Klage des CDU-Regionsvorsitzenden, Herrn Wicke, reagierte die aha-Abfallwirtschaft-Hannover damit auf ein Urteil des OVG in Lüneburg.

Die Umsetzung dieses Urteils, seitens der aha-Abfallwirtschaft, bedeutet für etliche Bürger eine drastische Müllgebührenanhebung. Gerade auf dem Lande verstehen große Teile der Bevölkerung nicht, warum sie künftig pro Person eine Restmüllmenge von mindestens 10 Litern/ Woche bezahlen sollen; haben doch viele von ihnen ein Grundstück mit einem Komposthaufen zur ökologischen Müllentsorgung.

Nun – darüber wurde in den Tageszeitungen der Region Hannover bereits häufiger berichtet. Stets verweist dabei die aha-Abfallwirtschaft dann auf die „Müllsolidarität“, wo nach ja die Anlieferung von Sperrmüll etc. auf den Wertstoffhöfen und den Deponien für Privathaushalte generell (bis auf Sondermüll oder extrem große Sperrmüllmengen) kostenfrei sei. - Klingt erstmal gut. -

AHA – könnte man meinen – wo liegt denn hier der Haken? Nun - der Haken wurde mir am Donnerstag dem 8. August bewusst. Auf der Homepage der aha-Abfallwirtschaft Hannover konnte ich nachlesen, dass auf den Wertstoffhöfen aus Privathaushalten Mineralwolle etc. bis zu 1m³ pro Tag kostenlos angenommen wird. Ich wollte also ca. 0,6m³ Glaswolle/Mineralwolle, staubdicht in vier Säcken verpackt, beim nächstgelegenen Wertstoffhof in Springe (ca. 13 km) abgeben. Der dortige Mitarbeiter verweigerte jedoch die Annahme mit dem Hinweis, dass „ Mineralwolle etc. nur auf den Wertstoffhöfen der DEPONIEN angenommen wird. Die Nächste wäre in Wunstorf-Kolenfeld“. Also von Springe nochmals 40 Kilometer entfernt. AHA - da hatte ich wohl den Zusatz „der Deponien“ im Netz übersehen oder missverstanden? Nun da ich aus ökonomischen Gründen nicht zusätzliche 80 Kilometer fahren wollte, packte ich notgedrungen die Mineralwolle in Restmüllsäcke.

Gleichwohl zeigte mir dieser Vorgang auch auf, dass die von der aha-Abfallwirtschaft so hoch stilisierte Solidargemeinschaft in Sachen Müll, „Müllsolidarität“, doch nur eine propagandistische Phrase sein kann. Die drei Deponien der aha-Abfallwirtschaft liegen im Westen (Wunstorf-Kolenfeld), Norden (Hannover-Lahe) und Nordosten (Burgdorf) der riesigen Region Hannover. Für Bürger aus der südlichen Region bedeutet dies, dass sie pro „Deponientour“ (Hin-und Rückfahrt) mindestens 80 Kilometer zurücklegen müssen – vielmehr also als Bürger aus den drei anderen Himmelsrichtungen der Region! Wo ist hier die Gleichberechtigung? Sind wir hier im Süden etwa doch nur „Müllbürger 2. Klasse“?

NEIN – ES MUSS IM SÜDEN ETWAS PASSIEREN!

Die Forderungen – auch seitens der hiesigen Lokalpolitiker und Gemeinden – müssen daher heißen:

1. Grundsätzliche Annahme von „Deponie-Material“ auch auf den Wertstoffhöfen in Springe und Pattensen; bzw. jeweils einen „Deponieannahmetag“ dort einzurichten.
2. Alternativ - muss eine verringerte Müllgebühr für Bürger in den Städten Springe und Pattensen festgesetzt werden.
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9 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 12.08.2013 | 17:54  
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Thomas Widemann aus Springe | 12.08.2013 | 20:49  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 13.08.2013 | 01:01  
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Thomas Widemann aus Springe | 13.08.2013 | 11:37  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 13.08.2013 | 16:43  
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Achim Linck aus Springe | 25.08.2013 | 14:05  
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Thomas Widemann aus Springe | 25.08.2013 | 17:59  
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Hans-Werner Blume aus Garbsen | 22.01.2014 | 12:02  
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Thomas Widemann aus Springe | 23.01.2014 | 13:32  
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