Mittelalterrundgang in Schwabegg mit anschließendem Mahl

33Bilder

Ein kleines Organisationsteam machte es möglich an einem Samstag im Juli intensiv in die Geschichte Schwabeggs im Mittelalter einzutauchen. Zahlreiche Teilnehmer waren am Treffpunkt Schlossbergparkplatz eingetroffen, etliche davon waren in den damaligen Gewandungen gekleidet, was dem Ganzen ein besonderes Flair gab. Zu Beginn lauschten alle interessiert den einführenden Worten von Renate Mundl, danach ging es standesgemäß eskortiert von zwei Wachen mit Hellebarden (als Schutz vor Wegelagerern) zur ersten Station der Haldenburg bzw. Mantahinga Castellum. Nach den dortigen ausführlichen Erklärungen auf dem Wall dieser ehemaligen Befestigungsanlage wurde die Gruppe vorbei an der Kapelle zur Schwabegger Mühle geführt. Als zusätzlichen Service gab es auch für diejenigen einen Fahrservice, die die ganze Wegstrecke zu Fuß nicht bewältigen konnten. Sie wurden zu jeder Station mit dem Auto transportiert, um ihnen die Möglichkeit zu bieten dabei zu sein. An der Kapelle wurde ein kleiner Stopp eingelegt und wieder Wissenswertes in kleinen Geschichten erzählt. Unten angekommen erwartete die Teilnehmer an der Mühle ein Korb voller kühler Getränke, bei denen gerne zugegriffen wurde. Die Geschichte der Schwabegger Mühle erzählte Renate Mundl und dank Sylvester Grotz dem Mühlenbesitzer gab es etwas Besonders, er lud alle ein, seine Mühle von innen zu besichtigen. Dieses Angebot wurde sehr gerne angenommen und Sylvester Grotz führte die ganze Gruppe fachkundig durch das Gebäude. Im Anschluss daran, nach wie vor beschützt durch die Hellebardenträger wanderte alle Richtung Kirche. Dort eingetroffen erfuhren die Teilnehmer von Thomas Krauß und Uschi Mai, dass die erste Kirche nicht an diesem Platz stand, sondern auf Hausnr. 32. Die zweite Kirche befand sich dort, wo nun der Friedhof angelegt ist und bei der Friedhofstreppe war der Eingang der damaligen Kirche. Zuerst wurde auf dem Kirchplatz auch noch die Geschichte der Pfarrei Schwabegg und der drei Kirchen erzählt und nachdem in der Kirche alle Platz genommen hatten, erklärte Thomas Krauß die Bauart und Ausstattung der heutigen Kirche Maria Himmelfahrt. . Nun stand ein steiler Anstieg zum ehemaligen Schloss am Weinberg (heutiger Kalvarienberg) bevor. Aber dank dem Fahrdienst konnte auch dieser von jedermann bewältigt werden. Flankiert von den beiden Hellebardenträgern erzählte Renate Mundl sehr anschaulich und lebendig die Geschichte der Burg und ihrer Vögte, besonders zu der Zeit des Waalers. „Der war der erste richtige Schwabegger“ führte sie aus. Unbeugsam und dickköpfig, außerdem sehr unbequem für die Obrigkeit. Er lebte nur nach seinem eigenen Gesetz und machte das was ihm gefiel, vor Raub und Plünderung schreckte er auch nicht zurück, sehr zum Missfallen der Bischöfe in Augsburg. Nach dieser sehr unterhaltsamen Geschichte dieses ungewöhnlichen Burgvogtes erzählte Georg Glas anschließend auch noch etwas zur Schlossmauer und auch zu den Häusern die früher wesentlich zahlreicher am Prügelberg standen. Das erklärte er sehr anschaulich anhand einer Karte die er auf ein großes Brett befestigt hatte und somit war es für jeden gut zu sehen. Außerdem hatte er einen Teil der Mauer von Unkraut befreit und den Zugang mit Seilen gesichert, damit ein jeder die Möglichkeit hatte diesen alten Teil der Schwabegger Geschichte in Augenschein zu nehmen. Danach ging es wieder ging es bergauf zum letzten Ziel, dem Garten mit dem aufgebauten kalten Buffet mit mittelalterlichen einfachen Speisen. Bunte Wimpel und die Schwabegger Fahne begrüßten die Gäste am Eingang, nun konnte gegessen und getrunken werden zu mittelalterlichen Klängen. Während oder nach dem Essen konnten mittelalterliche Spiele ausprobiert werden, wobei die Männer besonders gerne den Steinweitwurf ausprobierten. Es wurden vielerlei an Speisen angeboten, wobei für jeden ein Holzbrett und ein Messer als Unterlage und Besteck zur Verfügung stand, denn zur damaligen Zeit war z.B. die Gabel noch völlig unbekannt. Einer der Gäste kam in den Pranger, da er beim Steinweitwurf, das Schild „Schwabegger“ umgeworfen hatte, dass kam natürlich Verrat gleich und musste bestraft werden. Die Gäste fühlten sich alle sichtlich wohl und in dieser gemütlichen Runde mit Essen, Trinken, Reden und Spielen klang der Nachmittag dann aus.

Bürgerreporter:in:

Uschi Mai aus Schwabmünchen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.