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Weihnachten in der Gemeinschaftsunterkunft in Neuburg

  • v. li. na. re:Alfred Lengler, Mustafa A.,H. Kaukal, Erika Görlitz MdL, Johann Wagner
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Nichts deutet auf die kommenden Weihnachtstage hin, betritt man das weitläufige Gelände der ehemaligen Kaserne, in der die Gemeinschaftunterkunft der Regierung von Oberbayern untergebracht ist. Warum es keinen Weihnachtslichterbaum gibt, erklärt der Leiter der Einrichtung Johann Wagner der Landtagsabgeordneten Erika Görlitz, die der Einrichtung einen Tag vor Weihnachten einen Besuch abstattet. „ Die meisten Bewohner sind Moslems, außerdem verbringen viele den Heiligen Abend bei Verwandten“.
Auf dem tief verschneiten Gelände ist es ungewöhnlich ruhig. Man möchte nicht meinen, dass hier 456 Bewohner gemeldet sind. „Natürlich ist ein Teil der Leute in der Arbeit“, erklärt H. Kaukal von der Regierung von Oberbayern, der extra aus München angereist ist. Dann wird es aber doch lebendig, denn die Lebensmittel-Paketausgabe hat begonnen. Persönlich erscheinen müssen sie schon um ihren Proviant abzuholen. „Kein Problem“ wie Mustafa A. in fließendem Deutsch sagt, „schließlich bin ich froh, dass ich diese Lebensmittel bekomme“. Er denkt dabei an seine Landsleute ,den Plästinensern und verweist darauf, dass in seiner Heimat Hunger und Not herrscht. So lässt er auch bereitwillig in sein Essenspakt schauen, in dem Semmeln, Fleisch und Gemüse obenauf liegen. Aus über 150 Artikel können sie auswählen und jeder bekommt sein persönliches Wunschpaket von den fleißigen Helfern zusammengestellt. Eine Tafel Schokolade muss für die ganze Woche allerdings reichen und so ist die Freude groß unter den Kindern, rund 55 leben derzeit in der Einrichtung, als die Abgeordnete und CSU-Kreisvorsitzender Bürgermeister Alfred Lengler, Schokolade für jedes Kind auspacken.
Das sind natürlich nicht die einzigen Geschenke die die Kinder zu Weihnachten bekommen, denn viele Bürger aus Neuburg und Umgebung packen jedes Jahr Päckchen für die Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft. Da ist es oft nicht so einfach diese „Christkindl“ gerecht zu verteilen und so haben Fr. Rampf und Wolfgang Amler, die für die Caritas in der Einrichtung arbeiten, alle Hände voll zu tun die großzügigen Spenden an die richtigen Personen zu bringen. Eine Tätigkeit die sie gerne tun und bei der sie immer noch mit Geld von verschiedenen Einrichtungen unterstützt werden. Bei einem Rundgang konnte sich Erika Görlitz vom positiven Fortgang der Umbauarbeiten überzeugen. Rund 550.000,-- € werden investiert in bessere Sanitäranlagen, Gemeinschaftsküchen mit Backöfen und Edelstahlspülen und abgeschlossene Wohneinheiten, von denen erste schon fertig gestellt sind.
Auf die Frage warum die ausreisepflichtigen Personen nicht zurück in ihre Heimat gingen, reagierten die im Flur angetroffenen Iraker verlegen und zuckten mit den Schultern. Es sind über 200 Personen, die dieser Aufforderung nicht nachkommen, ist vom Ausländeramt zu erfahren. Die Zuständigkeit liege da nicht nur bei Bayern, sondern auch beim Bundesamt, erklärte Johann Wagner.
Zum Abschluss schauten die Besucher auch noch bei dem jüngsten Bewohner vorbei. Gerade mal zwei Wochen ist Brian, der Sohn einer Nigerianerin, der mit seinem schwarzen Lockenkopf und seiner schokoladenfarbe die Herzen der Besuchern berührte. Dass die Abgeordnete als erfahrene Mutter nicht wiederstehen konnte das Baby in den Armen zu wiegen ist verständlich. Brian kann hier seine ersten Monate in Sicherheit und Geborgenheit verbringen.
Verständlich, dass viele in Deutschland das suchen was sie zu Hause nicht bekommen. Die Abgeordnete bekannte sich dazu, dass sie es für absolut richtig halte, dass mit den Lebensmittelpaketen sichergestellt wird, dass alle Lebensmittel auch bekommen. Würde man Geld ausbezahlen wäre das so nicht sichergestellt. Für persönliche Bedürfnisse stünden ja das Taschengeld zur Verfügung. Sie dankte zum Abschied allen Mitarbeitern, die sich um die „Bunte Gesellschaft“ kümmerten und wünschte auch für das neue Jahr viel Kraft für die oft schwierige Arbeit.

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