Requiem für die Sprache? Nur über meine Leiche!

Verstehen? Verdummen? Verstummen?

Wie schade, wenn Menschen ihre Sprache vergessen, Worte durch Worthülsen ersetzen, ihre Vater-und-Muttersprache nicht mehr verstehen. Wenn sie ihren Reichtum nicht erkennen, nicht die Klarheit ihrer Formulierungen.

Jede Sprache hat ihren eigentlichen Reichtum ihre ganz eigentümliche Schönheit. Jede Sprache sagt viel aus über die Geschichte und den Charakter des Volkes, das sie spricht.

Sprache verändert sich, ist lebendig, sofern wir ihr die Chance zur Entwicklung geben. Ihr Reichtum und ihre Schönheit werden uns nicht geschenkt, wir müssen uns beides erwerben.

Leider erweist sich die anscheinende Bereicherung mancher Sprachen durch fremde Elemente und Einkreuzungen – heute oft eher als Verunkrautung, indem nämlich eine blühende Sprachlandschaft überwuchert wird von Alleskönnern wie Giersch oder Brenn-Nessel im Garten. Hier führt Veränderung eher zu Verarmung, ja fast Verendung. Dann wird jemand, der eine reichhaltige Sprache spricht zum Exoten im eigenen Lande ---

Der Sprachverarmung stelle ich mich gern und jederzeit entgegen mit einer opulenten, farbenreichen Sprache. Eine Exotin zu sein bekenne und bestätige ich hiermit gerne und freiwillig.

Neusäß im August 2006 - Gabriela Graf
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8 Kommentare
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'Aurelia Grün' aus Landsberg am Lech | 03.11.2006 | 08:27  
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Luis Walter aus Krumbach | 28.01.2007 | 13:56  
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Otto Berchtenbreiter aus Wolfratshausen | 29.01.2007 | 00:05  
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Matthias Möller aus München | 29.01.2007 | 09:28  
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Otto Berchtenbreiter aus Wolfratshausen | 29.01.2007 | 12:11  
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Luis Walter aus Krumbach | 29.01.2007 | 13:17  
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Matthias Möller aus München | 29.01.2007 | 13:31  
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Luis Walter aus Krumbach | 29.01.2007 | 13:40  
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