den Blickwinkel ändern


Bei Corona sich aus der Alternativlosigkeit lösen.
Eine andere Betrachtungsweise.

Je länger ich über das Problem Corona nachdenke, Gespräche führe, Bücher schreibe darüber, dass es ein gravierender Fehler ist, das Problem COVID-19 mit einem gewaltigen Abstand über alle anderen Probleme zu stellen, und wenn ich lese und beobachte, dass wir mit unseren Bemühungen das Ziel nicht in Griffnähe bekommen, umso mehr wird mir klar: Corona ist ein notwendig gewordener Teil des Selbstheilungsprogramms unseres Planeten.

Am Mittwoch vor einer Woche habe ich mir durch Unachtsamkeit mit dem spitzen Küchenmes-ser in den linken Daumen gestochen. Es blutete sofort recht stark, und gleichzeitig signalisierte der Schmerz meinem Hirn: “Selbstheilungsprogramm einschalten!“. Das funktionierte auch recht gut. Das austretende Blut schleuste die mit dem Stich ins Innere des Daumens gelangten Unreinigkeiten heraus, dann lies der Blutfluss nach, eine Kruste bildet es sich, und heute muss ich ganz genau hinschauen, um zu erkennen, dass da eine Verletzung war.

Im täglichen Geschehen nehmen wir dieses Wunder der Natur achtlos hin, erwarten natürlich den Erfolg, aber sind wir uns dieser Leistung bewusst, erkennen wir, dass es sich hier um ein Grundelement unserer Existenz auf diesem Planeten handelt?

Wie sich alles auf dieser Welt in dem gesamten Kosmos widerspiegelt, und überall wo es ge-braucht wird, zur Verfügung steht, so kennt, genauso wie der Mensch, auch unser Planet sein “Selbstheilungsprogramm“.

Dieses Planet-Selbstheilungsprogramm will mit Hilfe der Evolution mit dem Corona-Virus das vom Menschen außerkraftgesetzte Naturgesetz der Polarität wieder voll aktivieren. Im Einzel-nen bedeutet das für uns, dass wir nicht weiterhin Grenzen überschreiten dürfen; für den Pla-neten heißt das ganz speziell, dass die Bevölkerungszahl zu groß ist, und dass die menschen-gemachte Ausbeutung des Planeten die großzügigsten Grenzen bereits weit überschritten hat.

Für die Außerkraftsetzung des Naturgesetzes der Polarität ist mein Beispiel von dem Messer-stich in den Daumen nicht optimal, es ist mehr so, wie wenn nach einer mühsamen Wande-rung, die nicht optimalen Schuhe langsam aber am Ende sicher eine schmerzende Blase am Fuß hervorgebracht haben. Wir haben während der Wanderung die Warnung des Schmerzes bewusst ignoriert, dann aber sind wir doch noch, zwar etwas spät, aber hilfreich aktiv gewor-den: Pflaster, gegebenenfalls Salbe, Ruhe, vorübergehend nicht wandern, auf jeden Fall nicht mit diesen Schuhen. Wir sorgen dafür, dass der gesunde Zustand so schnell wie möglich wie-derhergestellt wird.

Und was tun wir im Fall Corona? Wir stellen uns taub, wir sind mit allen Kräften darum be-müht, die Selbstheilung des Planeten zu verhindern. Wir denken nur an uns. Wir lenken uns ab, wir denken, dass wir mit neuen Techniken den Klimawandel stoppen, und mit Impfstoffen das Virus ausrotten können, wir blockieren aber mit Lockdown, mit Maskenpflicht, Schulschließun-gen usw. das natürliche Leben, wir nehmen uns die erforderliche Aktivität, die zur Überwin-dung der momentanen Krise unbedingt gebraucht wird, wir versetzen die Bürger in Angst, an-statt ihnen Mut zu machen für Tatkraft und einer bewussten Kehrtwende aus dem Mehr-Mehr.

Dass wir mit diesem Bemühen dabei sind, unsere Lebensexistenz, die Lebensmöglichkeit für unsere Kinder, Enkel und weitere Generationen zu zerstören, das wird uns langsam bewusst, die Hilfe, die uns der Planet anbietet, sehen wir aber als die größte Gefahr an, meinen immer noch, dass wir „die Kurve kriegen“, weil wir ja die Krone der Schöpfung sind, obwohl die Erfah-rung doch zeigt, dass neue Mutanten immer stärker sind als die neueste Medizin. Wir haben nicht den Mut, diesen entscheidenden Teil des Komplexes anzuerkennen.

Wir sollten uns bewusst machen, dass die Natur mit ihrem Virus in jedem Fall gegen unser derzeitiges Verhalten als Sieger hervorgeht. Unser Mehr-Mehr werden wir durch Lockdowns, Quarantäne sowie unsere immer größer werdende Angst am Ende verlieren. Angst lähmt, Angst nimmt den Mut zu Innovation, und Angst schwächt unser Immunsystem. Unser heraus-ragendes Gesundheitssystem, bei dem wir jetzt ja schon Intensivbetten stilllegen, werden wir bei am Ende schwächelnder Wirtschaft nicht mehr stabilisieren können; und die bisher durch-schnittliche Todesrate wird zumindest vorübergehend auch steigen.

Also wäre es nicht sinnvoll, einmal darüber nachzudenken, ob wir uns nicht einfach an die Naturgesetze Evolution und Polarität halten sollten? Evolution bedeutet: Bewegung, nicht Stillstand, nicht Lockdown, nicht Quarantäne; und Polarität bedeutet: Leben und Sterben, Verbindung und Abstand; Gleichmaß auf beiden Seiten; Zusammengehörigkeit und Begrenzung. Das wiederum bedeutet: Impfbe-fürworter und Impfskeptiker akzeptieren aber bei den Protestmärschen die Grenzen einhalten, also keine Gewalt dulden.

Dass sich die Natur mit ihrem Virus etwas gedacht hat, können wir doch daran erkennen, dass Kinder mit einer Covid-19-Infektion in den allermeisten Fällen nur wenig stark betroffen sind. Wenn wir also nicht die Schulen und die Kitas schließen, die betroffenen Kinder nicht in Qua-rantäne schicken, dann könnten sie einen erheblichen Anteil zur Herdenimmunität herstellen. Auf der anderen Seite finden wir überwiegend ältere Menschen, die schon etliche Vorerkran-kungen haben bzw. hatten, die dann auf den Intensivstationen betreut werden müssen. Des-wegen ist es gut, dass es den Impfstoff gibt, den wir allen älteren Mitbürgern anbieten können. Aber in sehr vielen Fällen sollten die am Lebensende an Covid-19 Erkrankten doch darüber nachdenken, ob sie lieber zu Hause oder isoliert auf einer Intensivstation sterben wollen.

Dass auch zwischendurch sehr junge Menschen an oder mit Covid-19 sterben, sollten wir - auch wenn es uns wirklich schwerfällt – genauso akzeptieren, wie wir es akzeptieren müssen, wenn z.B. im Straßenverkehr unschuldige junge Menschen ihr Leben verlieren. Diese Unerklärlichkei-ten zu begreifen, bemüht sich die Chaosforschung seit mehreren Jahrzehnten. Uns wird aber hierdurch wiederum bewiesen, dass es oberhalb unserer Erkenntnisse weitere Naturgesetze gibt, die wir einfach zur Kenntnis nehmen müssen.

Evolution und besonders Polarität sind die zwei Naturgesetze, die mich schon lange faszinie-ren. In meinen Büchern „blühe deutsches Vaterland – Polarität als Weg“, „All Days for Future – der nächste Schritt der Evolution “ und „Opas Geburtstag – Antworten zum Lockdown“ habe ich die Zusammenhänge erklärt und die Möglichkeiten aufgezeigt, die uns zur Verfügung stehen, um unsere Probleme, die wir selbst verschuldet haben – wie uns Albert Einstein sagte – lösen zu können.

In unserer Wohlstandsgesellschaft haben wir uns angewöhnt, andere denken zu lassen und ihnen dann zu folgen. Ich möchte mit der folgenden Bemerkung niemanden beleidigen, aber es ist erforderlich, dass wir alle wieder mehr über den Tellerrand schauen und uns im Selbstän-dig-Denken üben.
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Hans-Werner Blume aus Garbsen | 16.01.2022 | 15:04  
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