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Trixi-Spiegel können Leben retten: Aktionsgemeinschaft Neusäß will für mehr Sicherheit im Verkehr sorgen

Trixi-Spiegel (Foto: Ulrich Wilburger)
Es ist eine vertrackte, lebensgefährliche Situation für Radfahrer. Man steht an der Ampel, wartet auf „Grün“, fährt los, biegt rechts ab und wird von einem LKW übersehen. Leider kommt es immer wieder zu Unfällen dieser Art – Horrorszenarien für alle Verkehrsteilnehmer. Der „tote Winkel“ ist im schlimmsten Fall wortwörtlich zu nehmen.

Kein Blindstart mehr für
LKW-Fahrer


Die gute Nachricht ist: solche Unfälle sind vermeidbar. Und das sogar mit einem sehr einfachen Mittel. Ulrich Willburger stellt Spiegel her für gefährliche Kreuzungen und Einmündungen. Die Idee, die hinter seinem Trixi-Spiegel steckt, ist simpel: Mithilfe des runden Spiegels, der einen Durchmesser von 35 bis 50 Zentimeter hat, können LKW-Fahrer einerseits sicherstellen, ob sich rechts von ihrem Fahrzeug im „toten Winkel“ jemand befindet, andererseits können die Radfahrer selbst mithilfe des kleinen Helfers Kontakt zum LKW-Fahrer aufnehmen und so auf sich aufmerksam machen. Schaltet die Ampel auf Grün um, müssen LKW-Fahrer so keinen Blindstart mehr hinlegen.

Gleichzeitig kann der Trixi-Spiegel als Warnsignal für alle Verkehrsteilnehmer gesehen werden: wo er hängt, ist besondere Vorsicht geboten.

Der Trixi-Spiegel zeigt
Wirkung

Die Trixi-Spiegel sind rot umrandet, aus Kunststoff, leicht gewölbt und werden an Pfosten angebracht. Die Erfindung geht auf den Unfall von Willburgers Tochter Beatrix zurück, die 1994 als Radfahrerin beim Rechtsabbiegen von einem LKW überfahren wurde. Sie überlebte schwer verletzt.

Freiburg hängte als erste deutsche Stadt die Spiegel auf. Seit 2008 gibt es an 160 Ampelkreuzungen die kleinen Verkehrshelfer. Eine offizielle Statistik, die den Erfolg der Spiegel misst, gibt es zwar nicht, jedoch verunglückte zwischen 2008 und 2015 nur ein Radfahrer tödlich, sechs Jahre zuvor waren es allein neun tödliche Radunfälle. In fast allen Fällen war der „tote Winkel“ Ursache des Unfalls. Als Thilo Wank, erster Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Neusäß, von den Trixi-Spiegeln erfuhr, besorgte er sich Info-Material und begeisterte die anderen Mitgliedsbetriebe. Die Aktionsgemeinschaft Neusäß sammelt fleißig Spenden über ihre Mitgliedsbetriebe. Inzwischen ist das Geld für rund 40 Spiegel zusammenkommen. Fünf sponsert das myheimat-Stadtmagazin „neusässer“, das ebenfalls Mitglied der Aktionsgemeinschaft Neusäß. Auch der Bauhof der Stadt Neusäß unterstützt das Vorhaben, mit dem einfach und kostengünstig schwere Unfälle verhindert werden können.

Die Mitglieder hoffen, dass noch weitere Spenden zusammenkommen. Denn mit rund 50 Spiegeln könnte man vermutlich das gesamte Neusässer Stadtgebiet ausstatten.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.neusässer | Erschienen am 03.08.2019
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