Frühling in Waldperlach, Teil 53

Rittersporn

Sonntag, 18.4.2010: 13°C, Vormittag bewölkt, Mittag sonnig, Nachmittag kurzes Gewitter. Letzteres erinnert mich irgendwie an die AFN „weather forecast for southern bavaria“: Da gab es (fast) immer den selben Standartspruch: „partly cloudy sky and heavy thunderstorms...“ Ob der Sprecher das ernst genommen hat, oder ob es einfach nur vom Band kam, wie die Wolfman Jack Show, weis ich nicht. Im Sommer `63 jedenfalls, einem extrem heißem Sommer, es hatte seit Wochen nicht geregnet, keine Wolke am Himmel, Trockenrisse im Boden, hingen meine Cousine, mein Cousin, meine Schwester und ich schlapp im Garten meiner Tante herum, wollten im Schatten großer Fichten ein Brettspiel spielen, hatten eine Kanne Limonade dabei und ein Kofferradio auf einem Fensterbrett, auf dem der AFN lief. Wir waren wegen der Mittagshitze entschieden zu flatsch zum Spielen, aber als der gerade erwähnte Standartspruch kam, brachen wir alle vier in einen schallenden Lachkrampf aus...

Na gut, das war im August, jetzt ist April und das Wetter passt schon. Es ist immer noch phantastisch ruhig, wegen des Flugverbots. Aber rote Sonnenauf- und Untergänge hatten wir hier nicht. Es kann also zumindest über München nicht besonders viel Vulkanasche in der Hochatmosphäre sein.

Habe gerade eine Probe genommen: Der Regen scheint tatsächlich Asche auszuwaschen. Habe dazu eine glatte Oberfläche abgewischt, und eine Menge sehr kleiner Partikel aufgesammelt, die aber auch von Abgasen (Autos, Heizungen) her stammen können. Wirklich der Vulkanasche zuordnen kann ich das Material daher nicht. Allerdings ist die Partikelgrüße deutlich kleiner als von Saharastaub, wie er hier alle paar Jahre abregnet.

Zu den Pflanzen: Alles wächst und gedeiht, der Herzlstock schießt jetzt so richtig ins Kraut, auch der Rittersporn, den wir schon fast abgeschrieben hatten, kommt jetzt doch noch.

Die Vögel lassen sich nur selten sehen, lediglich ein einsamer Blackbird zieht seine Runden. Ja, und heute sind wieder zwei Enten vorbei geflogen. Wollte sie fotografieren, hab aber nur die Enden der Schwanzfedern gerade noch am Bildrand erwischt. Da muss ich wohl noch ein wenig zielen üben…

Bürgerreporter:in:

B Göpfert aus München

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