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Startklar für den Winter? Aber sicher!

Den Reifenwechsel führt KFZ-Meister Andreas Schöer kompetent und gewissenhaft durch.
 
Bevor das Rad aufgesetzt wird, schmiert der KFZ-Meister zum Schutz spezielle Radnarbenpaste auf.
Jedes Jahr das gleich Spiel. Plötzlich ist Winter, es schneit. Die Winterreifen sind noch nicht aufgezogen und das Scheibenwischwasser ist längst eingefroren. Das bedeutet Stress für den Autofahrer. Das muss doch nicht sein.

Der Fachmann rät: „Autofahrer sollten sich frühzeitig kümmern und das Auto für den Winter gut vorbereiten“. Dazu gehört nicht nur von Sommer auf Winterbereifung zu wechseln. Sondern noch eine ganze Menge mehr. Wer sein Auto gut vorbereitet, wird im Winter auch keine unliebsamen Überraschungen, wie Beispielsweise eingefrorenes Wischwasser, erleben.

Fangen wir damit an, warum Winterreifen? Die Gummimischung der Winterreifen ist weicher als die eines Sommerreifens. Dies bedeutet, der weichere Reifen, der zusätzlich mit Lamellen ausstattet ist, die eine Verzahnung mit losem Untergrund ermöglichen, ist auf kalte Temperaturen im Winter abgestimmt. Kleine Einschnitte, die sich beim Abrollen des Reifens öffnen und so im Schnee zusätzliche Traktion (Kraftübertragung) ermöglichen. Sommerreifen sind für den Winter nicht zu empfehlen. Außerdem gilt seit Ende 2010 die sogenannte situative Winterreifenpflicht. Das bedeutet, bei Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte dürfen Autos mit Sommerreifen nicht mehr auf öffentlichen Straßen fahren. Ein Bußgeld von 40 Euro und ein Punkt im Verkehrszentralregister wird fällig, wer hiergegen verstößt. Wer dabei noch zum Verkehrshindernis wird, muss mit 80 Euro rechnen. Die im Handel erhältlichen Alljahresreifen (Ganzjahresreifen) sind nur für Wenig-Fahrer zu empfehlen. Diese Reifen kommen im Winter nicht an die guten Eigenschaften eines Winterreifens heran. Im Sommer kommt noch ein höherer Verschleiß und Kraftstoffverbrauch hinzu.

Wolfgang Best betreibt in Lahnau-Waldgirmes das Autohaus Lahnau. Der KFZ-Meister berät seine Kunden ausführlich und gewissenhaft. Er rät seinen Kunden: „Rechtzeitig mit dem Fahrzeug zum Wintercheck“. Denn nicht nur Winterreifen bringen das Auto gut durch die kalte Jahreszeit.
Wer im Winter auf matschigen Straßen mit einer eingefrorenen Scheibenwaschanlage unterwegs ist, gefährdet sich und andere Verkehrsteilnehmer. Also rechtzeitig an den Frostschutz im Wischwasser denken. Aber aufgepasst. Wolfgang Best empfiehlt seinen Kunden: „Bevor die Anlage mit Frostschutz aufgefüllt wird, sollte das alte Reinigungswasser, welches unter Umständen noch Zusätze enthält, raus. Also, gründlich mit klarem Wasser durchspülen. Erst dann die Wintermischung mit ausreichend Frostschutz einfüllen“. Hierbei ist darauf zu achten, nicht zu billiges Frostschutz-Konzentrat zu verwenden und nach Anleitung zu verdünnen. Für etwa vier Waschanlagen-Füllungen reichen ungefähr fünf Liter Konzentrat.

Gute Sicht erhält der Autofahrer nicht nur durch die perfekt gefüllte Waschanlage. Denn sind die Wischerblätter alt und kaputt, nützt auch kein Wischwasser mehr, um eine gute Sicht zu erzielen. Zum Wintercheck gehört die Kontrolle der Scheibenwischer vorne und auch hinten am PKW. Ist ein Wechsel der Blätter fällig empfiehlt der Fachmann die Front- und Heckscheibe gründlich zu reinigen. Anhaftungen wie Dreck, Öl und Silikon vernebeln die Sicht. Mit einem handelsüblichen Scheibenreiniger sind die Umweltrückstände schnell und leicht zu entfernen. Und schon ist die Sicht, auch bei Matsch und Schnee, gut.

Auch unter der Motorhaube verbergen sich Behälter und Flüssigkeiten, die vor dem ersten Frost kontrolliert werden sollten. Dazu gehört der Kühlerfrostschutz. Den sollten Autofahrer jedoch an der Tankstelle oder in der Werkstatt prüfen lassen. Hier sollte ein Schutz bis minus 30 Grad garantiert sein. Wer mit seinem PKW regelmäßig zur Inspektion in die Werkstatt fährt, kann davon ausgehen, dass die Bremsflüssigkeit entsprechend gewartet ist. Ein Wechsel wird alle 24 Monate empfohlen. KFZ-Werkstätten wie das Autohaus Lahnau bieten ihren Kunden einen 25 Punkte umfassenden Wintercheck an. Darin enthalten ist die Kontrolle der Batterie und der Beleuchtungsanlage. Sind Glühlampen defekt, werden diese ausgetauscht. Regelmäßig im Herbst bietet die KFZ-Innung einen kostenlosen Licht-Test an. Gerade in der dunklen Jahreszeit, ist eine intakte Beleuchtungsanlage des Autos wichtig. Eine Aktion, die jeder Autofahrer nutzen sollte.

Gerne frieren im Winter die Autotüren zu. Wer kennt das nicht. Um dies zu verhindern, bietet der Handel spezielle Pflegemittel für die Gummidichtungen an. Ebenso sollte das Auto ab einer Temperatur von minus vier bis fünf Grad nicht mehr durch die Waschanlage fahren. Wolfgang Best befürwortet den Wagen vor dem Winter gründlich zu reinigen und mit einem speziellen Wachs vor Salz und Schmutz zu schützen. Während anhaltender Minus-Temperaturen sollen die Autofahrer lieber das Salz auf dem Wagen lassen und erst abwaschen, wenn die Witterung es zulässt.

Für die Winterreifen gilt eine Faust-Formel: von O (Oktober) bis O (Ostern), aber nicht nur die Reifen sind für eine sichere Fahrt durch den Winter wichtig. Wer seinen Wagen in einer KFZ-Werkstatt zum Winter-Check anmeldet, fährt am Ende auch sicher und stressfrei durch die frostigen Monate. Eine Investition die sich auszahlt – nicht nur für Vielfahrer.
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4 Kommentare
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CHRISTINE Stapf aus Amöneburg | 22.11.2012 | 20:00  
18.230
Friederike Haack aus Marburg | 22.11.2012 | 20:39  
4.565
Horst Becker aus Wohratal | 22.11.2012 | 21:37  
4.995
Oliver Feigl aus Marburg | 26.11.2012 | 09:12  
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