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IN 160 TAGEN UM DIE WELT (TEIL 20): FJORDE DES SÜDENS

Welliingtons Altes Zollhaus begrüßt uns am Hafen vor moderner Kulisse
 
Blick vom Victoria Hill auf die Hauptstadt Neuseelands
6.3.08: Am Aotea Quay in Wellington legen wir morgens früh um 8 Uhr an und nach dem Frühstück stürmen wir die Stadt. Die Girls gehen - wie immer - shoppen und ich fahre zunächst mit dem Cable-Car hinauf nach Kelburn oberhalb des Botanischen Gartens. Von hier oben habe ich einen herrlichen Blick über diese wunderschöne Stadt und ihren Hafen. Am Horizont sehe ich die Südinsel Neuseelands, auf der wir gestern waren und Morgen sein werden.

Durch den Botanischen Garten mit seinem uralten Baumbestand wandere ich hinab in die geschäftige Stadt. Sehr reizvoll finde ich den Kontrast zwischen den modernen Glashochhäusern neben alten viktorianischen Bauten, die man liebevoll renoviert hat. Vorbei am Parlament gelange ich über die Queen’s Wharf zum futuristischen Gebäude des Te Papa Museums. Dort besichtige ich eine beeindruckende historische Ausstellung mit einer harmonisch zusammengestellten Sammlung von Kunst und kulturellen Objekten der Maori und Polynesier einschließlich eines Original- Versammlungshauses. Später beim Bummel durch das Geschäftsviertel Cuba Street entdecke ich ein sehr gediegenes indisches Restaurant, das ich mir für abends vormerke.

Gegen Mittag treffe ich die Damen in der City und wiederhole mit ihnen voller Begeisterung die schöne Vormittagstour mit Ausnahme des Museums, weil ich gelangweilte Gesichter nicht mag. Da unser Schiff erst um 24 Uhr ablegt, genießen wir abends im Restaurant ausgefallene asiatische Curry-Spezialitäten obwohl unser Dinner an Bord wartet.

7.3.08: Zum Städtchen Picton, auf der anderen Seite des Marlborough Sounds ist es nicht weit. Dort legen wir morgens um 8 Uhr an und meine Frau und ich fahren mit einem Kleinbus zum nahe gelegenen Flugplatz. Zusammen mit vier anderen Passagieren machen wir einen Rundflug über die Fjorde in der Umgebung. Die wunderschöne Fjordlandschaft erinnert stark an Norwegen. Der letzte Teil des Rundfluges wird etwas ruppig, weil die Ausläufer des Pazifik-Zyklons uns einige Turbulenzen entgegen schicken.

Anschließend bummeln wir durch das idyllische Städtchen Picton. Zufällig entdecke ich einen riesigen Second-Hand-Laden und darin ein ganzes Wandregal voller alter Schallplatten, das Stück für einen Dollar (50 EuroCents). Nach einer Stunde bin ich vor Begeisterung und Stress schweißgebadet, weil meine bessere Hälfte immer wieder drängt, um die Abfahrt des Schiffes nicht zu verpassen. Klar, wäre dies ein Klamottenladen wäre keine Eile geboten! Schweren Herzens muss ich viele Schätze zurück lassen. Aber einige LPs und fünf wunderschöne alte Schelllackplatten (made in N.Z.) verlassen mit mir das Geschäft und zieren nun die Wände in meines Musikzimmers. Die anschließende Ausfahrt aus dem Marlborough Sound genießen wir am Heck des Schiffes im Sonnenschein und fühlen uns nach Norwegen versetzt. Goodbye beautiful New Zealand! Es war sehr, sehr schön. Wir kommen wieder. Versprochen.

Gegen Abend wird uns von der Reiseleitung mitgeteilt, dass wir das nächste Ziel, den berühmten Milford-Sound auf der Südinsel wegen schlechtem Wetter nicht anlaufen können. Stattdessen werden wir in Sydney/Australien einen Tag mehr Aufenthalt haben. Die Ausrede vom schlechten Wetter wird nur von wenigen Skeptikern angezweifelt, schließlich spart man mehr als 900 Seemeilen und viel Treibstoff. Aber ein Tag plus für Sydney klingt auch nicht schlecht.

Nun präsentiert man uns zum fünften Male die „Odessa-Show“, die von der ukrainischen Besatzung gestaltet wird und uns ein bisschen an die schlechte Unterhaltung während der Donaukreuzfahrt des vergangenen Jahres erinnert. Immerhin spart der Reiseveranstalter durch diese und eine weitere abendfüllende Show, gestaltet von der übrigen Mannschaft, viel Geld.

8.3.08: „Erholung auf See“ mit dem üblichen Bordprogramm. Ich genieße meinen Balkon, die Ruhe und ein gutes Buch. Abends ist wieder Rock’nRoll vom Feinsten mit Claus Debusmann (Mr. Red Shoes) angesagt.

9.3.08: „Erholung auf See“ mit dem perfekten Thriller „Kalte Asche.“ Alle Passagiere freuen sich schon auf Sydney, die Stadt, der ein sehr guter Ruf voraus eilt.

Siehe auch: http://www.myheimat.de/marburg/beitrag/73255/in-16...
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12 Kommentare
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Horst Schmiedchen aus Wennigsen | 08.02.2009 | 16:00  
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Erwin Fischer aus Leun | 08.02.2009 | 17:12  
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Dieter Gillessen aus Augsburg | 08.02.2009 | 17:57  
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Uta Kubik-Ritter aus Uetze | 10.02.2009 | 00:33  
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Mike Schwarz aus Frankenberg (Eder) | 23.04.2010 | 18:27  
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