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So ist die Kirche im Dorf geblieben...

Die Grundmauern der Bauerbacher Kirche St. Cyriakus stammen aus dem 11. Jahrhundert, während das Mittelschiff im Jahre 1978 abgebrochen und völlig neu gestaltet wieder aufgebaut wurde.

Die Oberhessische Presse berichtet am 13. Mai 1978 unter der Überschrift "Alte Kirche Bauerbach wird renoviert" über den Stand der Wiederaufbauarbeiten. Deutlich ist auf einem Foto zu erkennen, dass von der alten Kirche nur der Kirchturm und der Eingangsbereich stehen geblieben sind. Die beiden Mauern des Mittelschiffs waren im oberen Teil zwischen 40 und 60 Zentimeter aus der Flucht und somit bestand Einsturzgefahr. Zwar stammten die nördliche und eine südliche Längsmauer aus dem 12./13. Jahrhundert, wurden jedoch mehrfach erneuert, so zuletzt im Jahre 1922. In dem Zeitungsartikel wird auch darüber berichtet: "...die Steine der Außenmauer werden numeriert und beim Neubau wiederverwendet...".

Im Internet finden wir folgende Informationen über die Bauerbacher Kirche St. Cyriakus:
- die Grundmauern der Bauerbacher Kirche stammen aus dem 11. Jahrhundert oder vorher
- der Turm ist der älteste Teil der Kirche, von fern sofort als Wehrturm zu erkennen. Er ist so wie wir ihn jetzt sehen wohl nach 1250 gebaut worden
- seit September 1993 hat die neue Orgel auf der Empore ihren Platz gefunden und klingt zur Freude der Gemeinde
- die Wiedenbrücker Werkstatt fertigte um das Jahr 1891 den Hauptaltar der Bauerbacher Kirche St. Cyriakus
- die beiden Bilder „Maria Empfängnis“ und „Christi Geburt“ stammen aus der Wiedenbrücker Bildhauerwerkstatt von Anton Mormann.

Über die Geschichte des Marburger Stadtteils Bauerbach erfahren wir unter Wikipedia:
Bauerbach ist ein Stadtteil der Universitätsstadt Marburg in Hessen.
Mit etwa 1611 Einwohnern ist Bauerbach einer der größeren Stadtteile Marburgs. Bauerbach liegt in unmittelbarer Nähe des Klinikums und der naturwissenschaftlichen Institute.
Bauerbach liegt etwa 4 km ost-nordöstlich der Marburger Innenstadt – allerdings direkt jenseits der Lahnberge, die nahe bzw. westlich des Dorfs mit dem Ortenberg (380 m ü. NN) ihre größte Höhe erreichen.

Bauerbach tritt in der Frühzeit des Heiligen Römischen Reichs im Jahr 1133 zum ersten Mal unter dem frühmittelalterlichen Namen „Burenbach“ in Erscheinung. Somit wird es sogar noch vor Marburg (1138) und Kirchhain (1146) erstmals schriftlich erwähnt. 1238 wird erstmals ein eigener Pfarrer in Bauerbach genannt. Von 1530 an war es protestantisch, kam aber 1608 von Hessen an Kurmainz, so dass der Ort wieder katholisch wurde. 1801 kam Bauerbach mit dem kurmainzischen Amt Amöneburg durch den Frieden von Lunéville zu Hessen. 1964 kommt es zu umfangreichen Umgemeindungen von Waldgebieten auf den Lahnbergen, damit die Neubauten der Philipps-Universität Marburg vollständig auf Marburger Gebiet liegen. Am 1. Juli 1974 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Bauerbach im Zuge der Gebietsreform in die Stadt Marburg eingegliedert.

Besonders hervorgehoben wird in dem Zeitungsartikel vom 13.5.1978, dass "...alle Beteiligten sich recht schnell einig waren, die alte Kirche nicht zugunsten eines gesichtslosen Zementneubaues auf der grünen Wiese aufzugeben, sondern soweit wie möglich zu restaurieren und im bisherigen Stil zu erhalten...". So ist die Kirche im Dorf geblieben !!

  • Zeitungsbericht vom 13. Mai 1978 - Auf diesem Bild ist der damalige Stand der Wiederaufbauarbeiten zu sehen. Von der alten Kirche blieben der Turm und der Eingangsteil stehen.
  • hochgeladen von Hans-Christoph Nahrgang
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  • Zeitungsartikel vom 13. Mai 1978 - So wird die alte Kirche in Bauerbach nach ihrer Fertigstellung aussehen (Zeichnung des Architekten Dipl.-Ing. Mende aus Kirchhain).
  • hochgeladen von Hans-Christoph Nahrgang
  • Bild 5 / 27

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6 Kommentare

Zur Zeit der Heiligen Elisabeth wütete im Land bekanntlich der berüchtigte Großinquisitor Conrad von Marburg, der tausende Frauen ohne Gerichtsverfahren als Hexen auf den Scheiterhaufen schickte. Da liegt es nahe, dass auch in Bauerbach vor 1608 das eine und andere Feuer loderte.

Ja Carlos, das war aber schon viel früher, Anfang des 13. Jahrhunderts. Von 1530 an war es protestantisch, also ohne Gefahr für kritische "Weibsbilder", kam aber 1608 von Hessen an Kurmainz (s.o.), da wurde es wieder gefährlich für kritische Geister und Nonkonformisten.

Im größten hessischen Territorium, der Landgrafschaft Hessen-Kassel, fanden relativ wenige Prozesse und Hinrichtungen statt. Die Tradition von Landgraf Wilhelm IV, größtmögliche Zurückhaltung zu üben , wurde auch von seinen Nachfolgern fortgesetzt. Hier fiel der Schwerpunkt der Verfolgungen mit 40 Hinrichtungen in die Jahre 1650-1680 .
Quelle: Hexenverfolgung in Hessen, Thomas Lange, 11. Februar 2009

http://www.hstad-online.de/ausstellungen/online/we...

http://www.marburg-net.de/sagen/hexen/index.html

In wieweit dabei Bauerbach betroffen war, die Antwort kennt nur der Wind.

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