Mein altes Adventshaus

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Es hat Weltkriege und Wirtschaftskrisen gut behütet überstanden. Fast einhundert Jahre ist es alt, es zierte schon den Adventstisch meiner Großeltern und heute unseren.

Jedes geöffnete Fenster ließ das lang ersehnte Weihnachtsfest für Groß und Klein näher rücken. Die Kinder von heute finden es auf den ersten Blick interessant, auf den zweiten dagegen langweilig, weil sich weder Süßigkeiten noch Plastikkram hinter den Fensterläden verbergen.

Auf den vier Hausfassaden sind Szenen aus der Weihnachtsgeschichte dargestellt. Die Fenster sind mit rotem Transparentpapier hinterlegt, auf dem für jeden Tag ein anderer Bibelspruch notiert ist. Der für den heutigen 10. Dezember lautet:

„Ich will des Schwachen warten“ ( Hes.34.16.)

Stellt man eine Kerze in seinen Innenhof, so verbreiten die geöffneten Fenster ein schönes Licht, das mich an meine Kindheit erinnert, als bei den Großeltern Weihnachten gefeiert wurde.

Eine Besonderheit unterscheidet mein altes Adventshaus wahrscheinlich von den meisten Adventskalendern dieser Welt: Es hat nämlich 28 Fenster und eine Tür, die an Heiligabend zusammen mit dem Fenster darüber geöffnet wird. Erst am 28.Dezember stehen alle Fenster offen. Weiß der Himmel, warum das so ist.

Bürgerreporter:in:

Karl-Heinz Töpfer aus Marburg

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