Alte Marburger Geschichten - Teil 7: Raue Sitten

In einem Marburger Stadtteil wohnte mitten im Ort jemand, um den manche im Dunkeln lieber einen großen Bogen machten. Dieser Bewohner war „berufsbedingt“ bekannt mit fast allen Marburger Rechtsanwälten, eigentlich stadtbekannt. Das bedeutete, dass es besser war, sich mit ihm gut zu stellen - wie auch immer.

So dachte es sich auch ein weiterer Bewohner des Stadtteils mit dem Namen Sauerbaum, der in einer Anwaltskanzlei beschäftigt war. Und immer, wenn dieser mittags von seiner nicht weit entfernten Arbeitsstätte vorbeikam an dem Haus des Bewohners, so grüßte er devot den im Fenster lehnenden Hausbewohner.

„Grüßen“ ist immer gut, so dachte dieser. Aber offenbar war dies nicht das Richtige. Als der stadtbekannte Ortsteilbewohner mal wieder bei dem Anwalt war, sagte er zu diesem:

„Wenn dein Sauerteig mich noch einmal grüßt, dann zeige ich ihn an wegen Beleidigung!“

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Ja, so wars in der alten Ritterzeit.

Bürgerreporter:in:

Karl-Heinz Gimbel aus Marburg

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