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Markus, Alex und Mickel freuen sich auf die Special Olympics World Summer Games in Athen
... bei den Special Olympics, das sind die Olympischen Spiele für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung. In den 1960er Jahren wurde die Organisation von Eunice Kennedy Shriver, einer Schwester von John F. Kennedy, in den USA ins Leben gerufen. Von einem kleinen Sportfest im heimischen Anwesen der Gründerin ist daraus mittlerweile eine weltweite Bewegung geworden. Special Olympics ist die einzige weltweit vom IOC anerkannte Organisation, die den Namen „Olympics“ und die typischen olympischen Rituale (zum Beispiel das Olympische Feuer) verwenden darf. Und genau wie bei den „normalen“ Olympischen Spielen finden auch bei den Special Olympics im Vier-Jahres-Rhythmus Sommer- und Winterspiele auf internationaler Ebene statt.

Bereits 2007 waren drei Sportler aus dem Landkreis Donau-Ries dabei: Daniela Heinz, Werner Fickel und Andreas Max gingen bei den Special Olympics World Summer Games in Shanghai erfolgreich auf Medaillenjagd.
Jetzt, vier Jahre später, können die Menschen im Landkreis wieder stolz drei Sportlern die Daumen drücken. Vom 25. Juni bis zum 4. Juli werden die Athleten Alexander Schön, Markus Miederer und Mickel Schwab – alle drei vom Integrativen Sportverein SG-Handicap Nördlingen – bei den Spielen in der griechischen Hauptstadt Athen Teil der Deutschen Special Olympics Delegation sein. Das Deutsche Team besteht aus 167 Athleten und Athletinnen. Sie kommen aus 12 Bundesländern, gehen in 18 Sportarten an den Start und werden von 58 Coaches betreut.

Die Sportler werden vor Ort von den sogenannten Headcoaches ihrer jeweiligen Sportart in die verschiedenen Disziplinen eingeteilt. Ein großer Vorteil für die Rieser Sportler, da sie von ihren Heimcoaches auf Vielseitigkeit trainiert werden und somit für mehr als nur eine Disziplin prädestiniert sind.

Alex Schön (27) kommt aus Möttingen-Lierheim, seine Sportart ist Schwimmen. Er kann sich auf Freistil- und Rückenschimmwettkämpfe freuen und hat auch Chancen in der Staffel an den Start gehen zu können. Der Leichtathlet Markus Miederer (27) aus Oettingen wird voraussichtlich beim Halbmarathon und beim Kugelstoßen teilnehmen. Ebenfalls bei den Leichtathleten wird Mickel Schwab (27) aus Nördlingen an den Start gehen. Seine Paradedisziplinen sind Kurzstrecken und Kugelstoßen. Markus und Mickel sind auch beide Anwärter für die Staffelwettkämpfe der männlichen Leichtathleten.

Auf die drei Sportler wartet vor Ort viel Unbekanntes. Große Menschenansammlungen, unbekanntes Terrain, verschiedene Sprachen – nur einige der Gründe, weshalb es hilfreich sein wird, wenn zwei der Heimtrainer als Betreuer ab dem 20. Juni mit nach Griechenland reisen werden und die Athleten dort unterstützen und für sie da sein werden – falls denn ein wenig Heimweh auftreten sollte. Und selbstverständlich wird die Zeit bis Juni zu Hause intensiv für Trainigseinheiten genutzt. Für die beiden Leichtathleten Markus und Mickel werden vor allem auch die Lehrgänge am Landesleistungsstützpunkt in Fürth hilfreich sein. Bei dem Schwimmer Alex Schön sehen die Trainigsmöglichkeiten derzeit leider nicht so rosig aus. Seit das Mönchsdegginger Schwimmbad geschlossen hat, haben er wie auch viele andere Schwimmer aus der Region keine geeignete Trainingsstätte mehr, was natürlich vor allem für solch international anerkannte Wettkämpfe unbedingt nötig wäre.
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