Tagua – pflanzliches Elfenbein

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Der Handel mit Elfenbein wurde 1990 verboten, seitdem feiert die Tagua-Nuss ein grandioses Comback.

Einige Angehörige der Familie der arecaceae, der Palmengewächse, wie zum Beispiel phytelephas marcocarpa und phytelephas aequatorialis, produzieren so genanntes pflanzliches Elfenbein.

Die attraktive Pflanze gedeiht in den feuchten Regenwäldern Südamerikas und erreicht eine Wuchshöhe von ca.10 Metern.

Die weiblichen Steinnuss-Palmen tragen Früchte, die so groß wie Wassermelonen und bis zu 10 kg schwer werden können. Die darin enthaltenen Samenkerne, die Nüsse, werden in der Regel 4 - 6 cm lang. Die Nüsse werden in Ecuador Taguas genannt. Dieser Name hat sich im Handel etabliert.

Erntefrische Taguas enthalten ein milchige Flüssigkeit, ähnlich wie Kokosmilch, die trinkbar ist. Die Nüsse müssen mehrere Monate in der Sonne trocknen, dabei trocknet die Milch aus und die Nuss erreicht ihre endgültige Härte.

Eine einzige Steinnusspalme produziert in einem Jahr soviel „Elfenbein“ wie eine Elefantenkuh in ihrem ganzen Leben. Da es sich um Samenkerne handelt und die Palme zur Ernte nicht umgeschnitten werden muss, ist die Produktion nachhaltig und ökologisch unbedenklich. Nach dem Trocknungsprozess werden die Taguas von ihrer dünnen Schale befreit und ähneln dann auch in Struktur und Farbe dem tierischen Elfenbein.

Taguas lassen sich bohren, scheiden, schnitzen, fräsen und auch einfärben.

Der Lüner Kunsthandwerker Thomas Leßmann hat aus Taguanüssen zauberhafte Schmuckstücke hergestellt. Eine kleine Auswahl an Ringen und Kettenanhängern zeigen die Fotos.

Bürgerreporter:in:

Renate Croissier aus Lünen

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