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Abschluss der Feuerwehrgrundausbildung – sieben neue Truppführer verstärken die Langweider Feuerwehr

Gruppenbild der frisch gebackenen Truppführer. (von links) Ausbildungsleiter Markus Hörmann, Matthias Blaschke, Andrea Steigleder, Simon Strempfl, Sandra Hasmüller, Manuel Faulhaber, Franziska Machold und Markus Hochhuber.
 
Die theoretische Prüfung.
Sieben junge Feuerwehrleute verstärken als neu ausgebildete Truppführer die Schlagkraft der Freiwilligen Feuerwehr Langweid. Dem erfolgreichen Abschluss des Basismoduls im Jahr 2014 schlossen sich zahlreiche Ausbildungsstunden nach dem neuen modularen Truppausbildungskonzept an und endeten nunmehr mit der Qualifikation zum Truppführer. „Gratulation zur Truppführerqualifikation, damit ist der Grundstock für Eure Arbeit bei der Feuerwehr gelegt“ bestätigte Kreisbrandmeister Wolfgang Baumeister als Prüfungsleiter nach der erfolgreichen Abschlussprüfung.

Die modulare Truppausbildung ersetzt die früher übliche Truppmann- und Truppführerausbildung. Die Verantwortlichen der bayerischen Feuerwehren haben hierbei ein zukunftsweisendes Modell für die Grundausbildung der freiwilligen Feuerwehren entwickelt. Ziel ist die Anhebung des Ausbildungsniveaus und eine deutlich stärkere Ausrichtung der Ausbildungsinhalte hin zu praktischen Aufgaben. Das Basismodul ist für alle Feuerwehrdienstleistende gleich, unabhängig von der Fahrzeug- und Geräteausstattung der jeweiligen Feuerwehr. Nach erfolgter Zwischenprüfung, frühestens mit dem 16. Lebensjahr, ist bereits eine bedarfsgerechte Teilnahme an Einsätzen möglich. Es schließt sich das Modul Ausbildungs- und Übungsdienst an, wo die Feuerwehranwärter die Abläufe ihrer Feuerwehr kennenlernen und das erworbene Wissen und Können anwenden und festigen. Je nach Ausrüstung und Einsatzerfordernis schließen sich noch Ergänzungsmodule an. Frühestens nach Vollendung des 18. Lebensjahres wird nach bestandener Abschlussprüfung die Qualifikation Truppführer erreicht.

Die drei jungen Damen und vier jungen Männer im Alter von 19 bis 20 Jahren waren gerade erst im Frühjahr aus der Jugendfeuerwehr ausgeschieden und in die aktive Wehr übernommen worden. Zum Abschluss ihrer Feuerwehrgrundausbildung haben sie ein umfangreiches Ausbildungsprogramm durchlaufen. Die Ausbildungsinhalte nach dem veränderten Konzept wurden deutlich an die aktuellen Entwicklungen im Feuerwehrdienst angepasst. So flossen etwa die psychische und physische Belastung der Einsatzkräfte samt der Hygiene im Einsatz sowie das Umgehen mit modernen Medien genauso mit ein, wie das Vorgehen bei Unfällen oder Bränden mit Fahrzeugen mit alternativen Antriebstechniken. Daneben wurde auch die Feuerwehrtechnik behandelt, wie Fahrzeugkunde, Löschgeräte, Rettungsgeräte, Leitern, Beleuchtungs- und Warngeräte sowie die Handhabung einer Wärmebildkamera und der Einsatz von Lüftern. Diese neue Ausbildungsordnung beinhaltet auch eine Sprechfunkerausbildung in der neuen digitalen Form, die seit dem letzten Jahr auch im Landkreis Augsburg eingesetzt wird. Ganztägige Ausbildungseinheiten, vollgepackt mit Einsatzübungen zu den Gebieten Technische Hilfeleistung und Brandbekämpfung, rundeten das intensive Vorbereitungstraining ab. Die Abschlussprüfung bildeten dann ein theoretischer Teil und eine Einsatzübung. Ein realitätsgetreu nachgestellter Brandeinsatz, mit Personenrettung und Brandbekämpfung, war hierzu das Szenario. Dabei wurde jeder Teilnehmer einzeln in seiner Vorgehensweise bewertet.

Ausbildungsleiter Markus Hörmann ermunterte die Teilnehmer nach bestandener Prüfung nunmehr Verantwortung bei künftigen Einsätzen zu übernehmen. „Ihr seid jetzt top ausgebildet, wir brauchen Euch um unsere vielfältigen Aufgaben bewältigen zu können“, betonte Hörmann. Auch Kommandant Markus Kopold bedankte sich bei den Prüfungsteilnehmern, die neben der schulischen und beruflichen Belastung dieses intensive Ausbildungsprogramm auf sich nahmen. „Super gemacht“, bestätigte der Kommandant mit Blick auf den gekonnten Prüfungsverlauf. (art)
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