Der Hirsch – aus dem Wald in die Bratröhre!

Wildmedaillons | Foto: © djv

Die Deutsche Wildtier Stiftung bewirbt Wildbret aus der Region

Der Hirsch und der Mensch: Es ist keine einfache Beziehung! Anlässlich des 6. Rotwildsymposiums, das die Deutsche Wildtier Stiftung jetzt im Oktober veranstaltet, beleuchtet sie das schwierige Verhältnis zwischen Menschen und Hirschen. Die achte Folge dieser Serie beschreibt den Rothirsch als leckeres und gesundes Nahrungsmittel.

Wenn sich der Frühnebel über die herbstliche Landschaft legt und feuchte Kälte den Winter ankündigt, gehört bei immer mehr Menschen Wildbret auf den Tisch. Das ist seit Jahrhunderten Tradition, denn der Herbst ist die klassische Jagdsaison. Der Hirschbraten, früher ein Privileg des Adels, ist heute ein Hochgenuss für Jedermann. Pro Jahr werden laut Deutschem Jagdschutz-Verband (DJV) über 25.000 Tonnen heimisches Wildbret von Hirsch, Reh und Wildschwein über Jäger regional vermarktet. Tendenz steigend, denn Wildfleisch hat alle Komponenten, die in der modernen Gourmetküche gefragt sind: Es ist fettarm, eiweißreich und stammt aus keiner Massentierhaltung. „Die Angst vor der Zubereitung eines Hirschbratens ist völlig unbegründet“, sagt Hilmar Freiherr von Münchhausen, Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung. „Auch, dass Wild streng schmeckt und tagelang gebeizt werden muss, ist ein Irrtum, der sich leider hartnäckig hält“, betont Baron Münchhausen.

Der Hirsch und der Gourmet ergänzen sich prima! „Heimisches Wild aus der Region ist aus Sicht des Tier- und Artenschutzes das beste Fleisch, das man überhaupt essen kann“, betont der Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung. Im Vergleich mit Fleisch aus der Massentierhaltung der konventionellen Landwirtschaft ist Wild ein „sauberes“ Produkt: Wildbret ist immer frei von Antibiotika und Hormonen, die in der industriellen Landwirtschaft heute oft eingesetzt werden. „Man sollte allerdings darauf achten, dass das Wildfleisch regional erzeugt wurde.“

Denn nicht alle Hirsche, die dem Verbraucher jetzt im Herbst aufgetischt werden, haben ein Leben in Freiheit geführt. Häufig stammt das Wildfleisch, das tiefgefroren in Super- und Großmärkten angeboten wird, aus Gatterhaltung und hat obendrein eine weite Anreise hinter sich. „Nicht selten handelt es sich um Importware aus Neuseeland“, sagt Hilmar Freiherr von Münchhausen. Am besten kauft man Wildbret direkt beim Jäger oder beim Forstamt. Auch die Gourmet Manufaktur der Deutschen Wildtier Stiftung hat hochwertiges Wildbret im Angebot. „Die Jagd auf Gut Klepelshagen unterliegt strengsten Regeln, für die sich die Deutsche Wildtier Stiftung bundesweit stark macht“, erläutert der Geschäftsführer. Die Verkürzung der Jagdzeit, Wildruhezonen und ein Nachtjagdverbot sind wichtige Grundsätze. „Wenn Rotwild sich angstfrei im Revier bewegen kann und sauber geschossen wird, ist eine hohe Fleischqualität garantiert.“

Das 6. Rotwildsymposium der Deutschen Wildtier Stiftung findet vom 18. bis 20. Oktober 2012 in Moritzburg bei Dresden statt. Im Mittelpunkt stehen Hegegemeinschaften. Sie sind für die Deutsche Wildtier Stiftung eine geeignete Organisationsform, um die Bedürfnisse des Rotwildes mit den Interessen von Landnutzern in Einklang zu bringen.

Bürgerreporter:in:

Karl-Heinz Huber aus Langenfeld

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