Pilze sicher sammeln und genießen

Foto: Natürlich Jagd

Münster - Herbstzeit ist Pilzzeit. Doch von weltweit über einer Million verschiedener Sorten können nur ein Bruchteil verzehrt werden. Die Initiative Natürlich Jagd (www.natuerlich-jagd.de) gibt hilfreiche Tipps zu Fundorten und Verhaltensweisen für die jetzt beginnende Pilzsaison!

Der Herbst ist die richtige Zeit um auf Pilzjagd zu gehen. Doch mit dem Betreten des Waldes steht der Pilzsammler direkt im Wohn-Essbereich vieler Wildtiere. Ein Ausflug zum Pilze sammeln sollte also der inneren Uhr der Tiere angepasst werden. Insbesondere in den frühen Morgenstunden und in der Dämmerung werden die Waldbewohner aktiv. Diese Zeit braucht das Wild, um ungestört äsen
und verdauen zu können. Vor allem jetzt in der Brunftzeit ist hier zurückhaltung gefordert und Pilzsammler sollten den Wald zu dieser Tageszeit besser meiden.

Den Pilzen auf der Spur
Pilze finden sich eher auf schattigen, bemoosten Waldböden von Nadel-, Laubund Mischwäldern, als in trockenen Gebieten. In vielen Fällen kann der Pilzsuchende sich anhand des Pilznamens dessen möglichen Standort erschließen. Denn einige Pilzarten kommen vorzugsweise unter bestimmten Bäumen vor. Ein gutes Beispiel ist hier der Birkenpilz, der oft am Fuße von Birken wächst. Generell gilt: Man sollte nur Pilze sammeln, die mit Sicherheit bestimmt werden können. Anderenfalls sollten Pilzjäger die Pilze unversehrt im Wald stehen lassen, denn sie sind wichtige Organismen im Ökosystem Wald. Des Weiteren empfiehlt es sich, nur junge Pilze mit festem Fleisch auszuwählen. Diese werden entweder behutsam mit Stiel und Stumpf aus dem Waldboden herausgedreht oder mit einem Messer abgeschnitten. Innerhalb von 24 Stunden sollten die Pilze nach gründlichem Waschen, Kochen oder Braten verzehrt werden.

Nicht zu viel auf einmal
Eine weitere Regel für Pilzfreunde: Gesammelt werden nur so viele Pilze, wie auch direkt im Anschluss verwertet werden können. In jedem Fall muss die zulässige Höchstmenge pro Person beachtet werden. Diese wird in Deutschland von den einzelnen Bundesländern vorgeschrieben und beträgt meist ein Kilo pro Pilzsammler und Tag für den Eigenbedarf.

Bürgerreporter:in:

Karl-Heinz Huber aus Langenfeld

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