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Bericht über "Feieromd" - Serenade (Samstag, 20. Juli 2013), Erpftinger Pfarrkirche St. Michael

„Feierabend“ – auf gut Bayrisch „Feieromd“ – so lautete das Motto, mit dem sich die Chöre des Männergesangvereins Erpfting und der Erpftinger Frauenchor „Alegria“ in die Sommerpause verabschiedeten. In der gut gefüllten Kirche St. Michael bereiteten sie den Gästen eine angenehme musikalische Stunde zum Innehalten, Durchatmen und Auftanken.
Der Männerchor machte den Anfang und besang in harmonischen Klängen und mit großem Ausdruck, worum es ging: „Es is‘ Feieromd, das Tagwerk ist vollbracht. Es geht alles seiner Hoamat zua. Ganz sachte schleicht die Nacht.“ Nach der Begrüßung durch den 2. Vorstand Udo Slottke und zwei weiteren, innig vorgetragenen Liedern des Männerchors trat Pfarrer Johannes Huber ans Mikrofon. Nachdenkliche Worte über die Bedeutung des Feierabends wurden aufmerksam aufgenommen. Mucksmäuschenstill waren auch die Kinder, als Pfarrer Huber ausführte, wie wichtig es ist, das Ausruhen als Gegengewicht zur Arbeit zu setzen. „Man muss es auch einmal gut sein lassen!“, stellte er herausfordernd in den Raum. Auch Gott habe bei der Erschaffung der Welt am siebten Tag geruht – nicht um noch hier und da Dinge zu verbessern, sondern um zu ruhen.
Die Kinderchöre Tamburini und SunSingers entzückten im zweiten Block Auge, Ohr und Herz des Publikums. Von ihrer Chorleiterin Uschi Baier bestens vorbereitet, sangen sie beherzt und von Instrumenten gekonnt unterstützt alte und neue Lieder. Bei „Weißt du, wie viel Sternlein stehen“ wurden wohl viele an die eigene Kinderzeit erinnert – und so mancher konnte nicht an sich halten und sang leise mit.
Der Frauenchor Alegria hatte mit den Klassikern „Der Mond ist aufgegangen“ und dem „Abendsegen“ von Humperdinck zwei duftige Lieder mitgebracht, die wie zartes Gespinst den Kirchenraum durchdrangen und die Herzen aufschlossen, zur Ruhe zu kommen.
Es folgte der Jugendchor „DaCapo“, zahlenmäßig wie auch der Frauenchor stark dezimiert. Umso mehr honorierte das Publikum die beeindruckend sauber und kultiviert vorgetragenen, melodiösen Lieder aus dem Musikfilm „Die Kinder des Monsieur Mathieu“.
Einer der Höhepunkte der Serenade war zweifelsfrei das A-capella-Stück „Dona la pace, Signore“ von Dino Stelle. Hierzu hatten sich Männerchor, Frauenchor und Jugendchor zu einem homogenen Klangkörper vereint, der mit großer Sicherheit die beachtlichen Klippen dieses Stückes meisterte und es bei der Interpretation an nichts fehlen ließ.
Eine gelungene, von allen als beglückend empfundene Veranstaltung. Moni Eser am Klavier war wie immer die tragende Säule der instrumentellen Begleitung, auf die sich Sänger und Chorleiterinnen in jedem Augenblick verlassen konnten. Zu erwähnen ist auch Antonia Baier, die mit ihrer Querflöte – bei traumhaftem Ansatz und sicherer Intonation – mehreren Lieder das Tüpfelchen auf dem I verpasste.
Nach dem gemeinsam von allen Chören vorgetragenen „Bleib bei uns“ lud Anette Böckler, Chorleiterin der Erwachsenenchöre und des Jugendchores, auch das Publikum zum Singen ein: Zusammen mit Moni Eser am Klavier, Uschi Baier an der Geige und Antonia Baier an der Querflöte füllte sich das Kirchenhaus noch einmal mit Gesang und Musik – „So lieben wir das!“, versicherte Diakon Thomas Knill zufrieden in seinen Abschiedsworten an Mitwirkende und Publikum. (MGV/GP)
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