Ein paar schwarze Schafe lassen eine ganze Herde zum Schlachter bringen

Es ist im Menschen so drin, die Gier nach immer mehr. Und wenn dann ein paar schwarze Schafe in einer Herde kränkeln, allerdings nicht ansteckend, wird dennoch die komplette Herde zum Schlachter getrieben. Die Konsequenzen daraus lassen sich erahnen, spätestens im Herbst, bei der Bundestagswahl, und ob eine neue Herde nicht auch kränkelt?

Das sich selbst zu zerfleischen, wenn es um Macht geht, ist nicht nur in der jüngsten Zeit vorhanden. Mit Blick zurück in die Vergangenheit konnte man schon sehen, da sind Politiker wegen weniger als Korruptionen in Millionenhöhe an das Schafott geliefert worden. Weil der eine gefährlich werden konnte, oder weil er im Wege stand und die eigene Karriere bedroht sah.

Um bei der Union zu bleiben. Ein Franz Josef Strauß hatte schon immer ein Händchen dafür, wie man Wirtschaft und Politik verbinden konnte. Gerne hatte er einen schwarzen Koffer in die damalige DDR mitgenommen, allerdings blieben die Hintergründe immer im Dunkeln. Allerdings hat er aus dem sehr landwirtschaftlichen Bayern ein gut florierendes Industrie- und Wirtschaftsland gemacht. Wo vorher noch Länderausgleiche nach Bayern flossen, hatte sich das gewandelt. Inzwischen zahlt Bayern Milliarden Länderausgleich.
Ein Herr Streibl hatte mal von BMW ein Motorrad leihweise für Testfahrten bekommen. Dies bewirkten eine Affäre und er musste seinen Landesvater an den Nagel hängen, denn ein Herr Stoiber war schon lange scharf auf diesen Posten. So scharf, dass er selbst Theo Waigel ausgestochen hatte, unter dem Vorwand, er hätte keine First Lady an seiner Seite. Waigel wurde dann Finanzminister, ohne jegliche Affären.
Ein von und zu Guttenberg hatte seine Doktorarbeit abgeschrieben, kostete dem Steuerzahler keinen Cent, aber er verlor seine Posten. Wurde er gefährlich und als Kanzlerkandidat gehandelt? Weitere Fälle von abgeschriebenen Doktorarbeiten von Politiker/innen wurden weniger abgestraft.

Umso unverständlicher, ein Herr Nüsslein kann weiterhin sein Mandat, wenn auch parteilos, im Bundestag ausüben, und davon noch Geld kassieren. Hierbei soll es keine Handhabe geben diesen Abgeordneten zu entfernen, wenn er, charakterlos, nicht selbst geht. Während eine Vielzahl anderer Unionspolitiker inzwischen ihren Hut genommen haben und ihre Mandate ruhen lassen. Mit einer gesamten Mitgliederzahl von rund knapp 600.000 Schafen, um bei dem Beispiel zu bleiben, sind es grad mal um die 0,025 % davon die der Gier ihren freien Lauf lassen. Davon sitzen 245 im Bundestag und 500 in den Landtagen, inkl. CSU (85). Somit sind hier runde 5 % gefräßig. Allerdings bezichtigt man die ganze Herde als nicht mehr akzeptabel.

Dann ist die Frage bei anderen Herden/Parteien, was können diese besser, als vielleicht auch nur, wie es in unserer Gesellschaft heute ganz normal und üblich ist, ohne eine Verantwortung zu haben nur zu meckern und alles besser zu wissen. Man müsste, man sollte, was wäre wenn……
Allerdings hatten wir auch schon viel zu oft erleben dürfen welche Parteien in welchen Legislaturperioden den Karren an die Wand und in den Dreck gefahren haben, andere ihn wieder rausholen mussten. Und wer von denen alle Ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein.
Dennoch ist all das was die 5 % an Schaden angerichtet haben voll und gänzlich zu verurteilen. Und um Nachahmer gleich vorneweg den Finger zu zeigen sollten diese erst mal gesiebte Luft atmen dürfen……
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Joachim Kerst aus Erfurt | 27.03.2021 | 08:02  
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