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Starke Aufholjagd wurde nicht belohnt

Im zweiten Drittel erarbeitete sich Königsbrunn viele gute Chancen.
 
Marek Rubner erzielte einen Treffer und legte einen weiteren auf.
Königsbrunn: Hydro-Tech Eisarena |

Mit einem 4:6 endet die Partie zwischen dem EHC Königsbrunn und dem EHC Klostersee. Nach einer furiosen Aufholjagd hatten die erfahreneren Gäste nach dem Abpfiff das bessere Ende für sich.

Dabei legten die Brunnenstädter zunächst einen klassischen Fehlstart hin. Schon nach 15 Sekunden musste Königsbrunns Goalie Henne das erste Mal hinter sich greifen, nachdem die Gäste aus Grafing einen Blitzstart hinlegten und ihn beim 0:1 schön auskombinierten. Klostersee agierte von Anfang an mit viel Biss und drängte aggressiv ins Königsbrunner Drittel. Bei den Brunnenstädtern ging zunächst nicht viel zusammen. In der 15. Spielminute erhöhte Käfer mit einem sehenswerten Schuss zum 0:2 für die Gäste, und nur zwei Minuten später spielten die Grafinger erneut Goalie Henne zum 0:3 aus. Das Spiel erinnerte schon ein wenig an die letzte Partie in Waldkraiburg, als die Brunnenstädter im ersten Drittel ebenfalls wenig zu melden hatten und mit drei Treffer hinten lagen. Doch noch vor der Pause konnte Königsbrunn den Anschlusstreffer erzielen, dabei legte Daniil Fursa Routinier Dominic Auger schön auf, dieser schoss gekonnt zum 1:3 Drittelendstand ein.

Im Mittelabschnitt zeigte Königsbrunn eine ganz andere Seite und präsentierte sich nun hellwach und aggressiver als in den ersten zwanzig Minuten. Gleich in der 21. Minute konnte Nico Baur das 2:3 erzielen, in der 32. Spielminute fiel dann sogar der Ausgleich durch Marek Rubner. Gästecoach Dominik Quinlan nahm daraufhin eine Auszeit, um seiner Mannschaft den Kopf zu waschen und sie wieder in die Spur zu bringen. Doch bis zum Pausenpfiff fielen keine Treffer mehr.

Auch im letzten Drittel startete Königsbrunn stark und spielte auf Sieg. In der 44. Spielminute konnte Max Arnawa sogar noch die erstmalige Führung zum 4:3 erzielen. Doch die Gäste dachten nicht daran die Partie aufzugeben und erhöhten die Schlagzahl. In der 53. Minuten schaffte Klostersee den Ausgleich, die Partie war nun wieder offen. Königsbrunn spielte zu offensiv und fing sich dann prompt in der 59. Spielminute einen Konter zum 4:5 ein. Auch die Herausnahme von Goalie Henne zugunsten eines weiteren Feldspielers ging nach hinten los, Klostersee netzte noch zum 4:6 Empty Net Goal ein. Die Partie war damit endgültig entschieden.

Die sehr junge Königsbrunner Mannschaft hätte sich am Ende dieses sehenswerten Eishockeykrimis einen Punkt verdient gehabt, doch die starken Gäste aus Grafing zeigten Nervenstärke und holten am Ende mit Routine und Cleverness in der regulären Spielzeit den verdienten Sieg. Damit erobert der EHC Klostersee Tabellenplatz 1 und wird ein gewichtiges Wort um die Bayernliga-Meisterschaft mitreden. Königsbrunn rutscht um einen Platz nach unten und belegt nun den 14. Rang.

EHC-Coach Waldemar Dietrich ärgert sich im Nachhinein über das verschenkte Spiel: „Wir sind natürlich denkbar schlecht gestartet, da haben wir geschlafen. Nach Bullygewinn steht es schon in der ersten Minute 1:0 gegen uns. Auch danach haben wir nicht gut ausgesehen, zum Glück hat die Mannschaft noch vor der Pause das 1:3 erzielt. Im zweiten Drittel haben wir sehr gut gespielt und das auch insgesamt 25 Minuten lang gemacht. Da wurde viel gearbeitet und schöne Tore geschossen. Nach dem Ausgleich folgte sogar noch der Führungstreffer, danach waren wir aber naiv und dachten schon an den fünften Treffer. Durch einen dummen Fehler haben wir das 4:4 bekommen und hätten uns darauf konzentrieren sollen, wenigstens einen Punkt zu holen.Mit viel Glück sogar noch einen zweiten, doch wir waren zu offensiv und haben dann die Scheibe verloren. Klostersee hat uns gnadenlos ausgekontert und dann noch ins leere Tor getroffen. Wir müssen weiter an unseren Fehlern arbeiten so wie jede Woche. Leider haben wir bisher zu wenig Zählbares geholt. Nun wartet am Freitag gleich der nächste dicke Brocken auf uns.“

Tore: 0:1 N. Quinlan (Käfer, Gaschke) (1.), 0:2 Käfer (Roeder) (15.), 0:3 Gaschke (Roeder) (17.), 1:3 Auger (Fursa, Becher) (19.), 2:3 Baur (Rubner) (21.), 3:3 Rubner (Bakos) (32.), 4:3 Arnawa (Becher, Bayer) (44.), 4:4 Kischer (Hördt) (53.), 4:5 Hördt (Gleixner) (59.), 4:6 P. Quinlan (Käfer, Wren) (59.)

Strafminuten: EHC Königsbrunn 8 EHC Klostersee 8 Zuschauer: 200
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