Rathaus-Skandal: Köln riskiert Bruch mit Klagenfurt

Österreichische Medien berichten heute über Spekulationen, ob die erst vergangene Woche unterschriebene Partnerschaftliche Vereinbarung zwischen Köln und Klagenfurt wieder zerbrechen wird. Der Grund: Abfällige Bemerkungen durch Mitglieder des Rats der Stadt Köln. Einzig die Partei FREIE WÄHLER im Bezirk Mittelrhein, stellte sich hinter den Empfang von Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider (Team Kärnten)
  • Österreichische Medien berichten heute über Spekulationen, ob die erst vergangene Woche unterschriebene Partnerschaftliche Vereinbarung zwischen Köln und Klagenfurt wieder zerbrechen wird. Der Grund: Abfällige Bemerkungen durch Mitglieder des Rats der Stadt Köln. Einzig die Partei FREIE WÄHLER im Bezirk Mittelrhein, stellte sich hinter den Empfang von Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider (Team Kärnten)
  • hochgeladen von Ricky Schmidberger

(Köln / Klagenfurt) Der erst letzte Woche unterzeichnete Vertrag über eine „privilegierte Partnerschaft“ zwischen Köln und Klagenfurt, steht österreichischen Medien (5Min) zufolge bereits wieder auf der Kippe. Schuld daran ist offenbar die parteiübergreifende Kritik an Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider (Team Kärnten), der den Vertrag im Rahmen eines Empfangs im Kölner Rathaus für die österreichische Seite unterzeichnen durfte.

Für die Partei Freie Wähler im Bezirk Mittelrhein, ist dieser Fall ein „außenpolitisches Fiasko“, das über die Stadtgrenzen hinaus Auswirkungen haben dürfte:

„Das Verhalten führender Politiker unserer Stadt ist mehr als befremdlich, es ist provinziell und unprofessionell. Wenn beispielsweise Herr Görzel (FDP) davon spricht, dass der Empfang von Klagenfurts Bürgermeister ein „Skandal“ und nicht „zu entschuldigen“ sei, wirft dies ein sehr schlechtes Bild auf Köln. Herr Görzel sollte sich für diese Entgleisung öffentlich entschuldigen. Ebenso Vertreter von Grünen und SPD, die Herrn Scheider auf Facebook sogar eine rechtsextreme Gesinnung vorwerfen, ohne dies mit Belegen untermauern zu können. Allein seine frühere Freundschaft und politische Zusammenarbeit mit dem verstorbenen Ex-Landeshauptmann von Kärnten Dr. Jörg Haider, ist für mich noch lange kein Grund den Mann gleich in die rechtsextreme Ecke zu stellen. Wer das macht, pauschalisiert und stigmatisiert, ohne die politischen Verhältnisse in Österreich zu kennen. Allein die Tatsache, dass ein zum zweiten Male wiedergewählter Bürgermeister einer Partnerstadt so „rüpelhaft“ behandelt wird, zeugt von unglaublicher Arroganz und Überheblichkeit der etablierten Parteienvertreter im Rat der Stadt Köln. -

Torsten Ilg (Freie Wähler): „Köln riskiert den Bruch des Vertrags mit Klagenfurt“.

Für die Partei FREIE WÄHLER im Bezirk Mittelrhein stelle ich klar: Diese privilegierte Partnerschaft beinhaltet Kooperationen im Bereich Wirtschaft, Kultur, Klima, Energie, Tourismus, sowie Projekte im Rahmen der Metropolregion Köln, von denen auch die Nachbarkreise der Stadt Köln profitieren würden. Sollte der Vertrag mit Klagenfurt aufgrund des Rathaus-Skandals wieder gelöst werden, werbe ich gerne persönlich bei den Parteien in Bonn, dem Rhein-Sieg-Kreis, sowie dem Rhein-Erft-Kreis um Kontaktaufnahme mit der Stadt Klagenfurt, damit möglicherweise im Umland eine ähnliche Partnerschaft realisiert werden kann.“

So Torsten Ilg in einer aktuellen Pressemitteilung.

Bürgerreporter:in:

Ricky Schmidberger aus Köln

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