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Kissinger Starkbierfest 2019 - Vom Hiasl, dem Peccator, den Krampfadern und dem Mönch

Fastenzeit ist in Bayern Starkbierzeit. Verbunden damit ist das jährliche „Derblecken“ der Politiker. Traditionell lädt der Kissinger Förderverein Bayerischer Hiasl e.V. Gäste aus Politprominenz, Gesellschaft, Wirtschaft und Handel zum Starkbieranstich. Im Bild v.l.: Silvia Rinderhagen, Baron Umberto Beck-Peccoz, Landrat Dr. Klaus Metzger und zweiter Vereinsvorstand Reinhard Mayr
  Kissing: Pfarrzentrum |

Fastenzeit ist in Bayern Starkbierzeit. Verbunden damit ist das jährliche „Derblecken“ der Politiker. Traditionell lädt der Kissinger Förderverein Bayerischer Hiasl e.V. Gäste aus Politprominenz, Gesellschaft, Wirtschaft und Handel zum Starkbieranstich.

Im Dr.-Josef-Zimmermann-Haus des katholischen Pfarrzentrums floss nach dem erfolgreichem Anstich durch Silvia Rinderhagen der kräftige Kühbacher Peccator aus dem Fass in die Krüge und anschließend in die durstigen Kehlen der Gäste. Die gemütliche Umgebung und die hervorragende Betreuung durch das ehrenamtliche Personal ließen die Gäste schnell die einjährige Zwangspause dieser Gala vergessen. Bei ausgezeichneter Blasmusik von den Högl-Buam schmeckten Gulasch und Kartoffelsuppe im Brottopf richtig gut. Viel Prominenz konnte Ronald Kraus, erster Vorsitzender des Hiasl-Vereins zum Abend begrüßen. „Man möchte sich wünschen, das unser Starkbieranstich immer zu bevorstehenden Wahlen stattfände“, freute sich Kraus über die vielen anwesenden Politiker mit einem Blick auf die kommende Wahl des Kissinger Bürgermeisters und die Europawahlen. Ronald Kraus begrüßte unter vielen Gästen Landrat Dr. Klaus Metzger, den Stellvertretenden Landrat Manfred Losinger, den Kühbacher Brauereichef Baron Umberto Beck-Peccoz, die derzeit geschäftsführende Bürgermeisterin Silvia Rinderhagen, Bürgermeister a.D. Manfred Wolf mit Gattin und MdL Simone Strohmayer. Kraus begrüßte auch die Jugendorganisationen der Parteien, die AWO Kissing, das Bayerische Rote Kreuz, die "Gunzenlee-Schützen" und die "Schlepperfreunde Kissing".

Durch den heiteren Abend führten an den Fäden von Katrin und Werner Freund zwei Marionetten „Der Hiasl und Anderl, sein Bua“. Die Ouvertüre zum traditionellen und von allen Gästen mit Spannung erwarteten „Derblecken“ bereiteten Barbara Kurz und Christa Thiele. Als „Krampfadergeschwader“ tischten die beiden jede Menge lokale, regionale und bundesweite Missetaten aus Wirtschaft und Politik auf und ernteten in vielen Punkten große Zustimmung und viel Applaus. Angetan vom „verkrampften“ Datenschutz sei es etwa nun so, „dass anstelle von Namen und Vornamen künftig „3 UG-R“ zu schreiben sei, wenn man aus Datenschutzgründen den Namen nicht mehr an die Klingel schreiben darf. Sonst weiß doch keiner, wo der Brief hingehört!“ Einfach Klasse, wie „Amalie“ und und „Anastasia“ in Kissinger-Berlinerischer Mundart einen Gag nach dem anderen servierten!

Begleitet vom Hiasl und sein‘ Bua unter der Musik der Högl-Buam zog Günther Herrmann als Mönch Barnabas in den Festsaal ein und beschritt die Bühne zum Rednerpult. Ja, es ist wie es ist: Der Allgemeinheit der Zuhörer stehen das Lachen und die kleine Schadenfreude im Gesicht. Die Betroffenen in Mönch Barnabas‘ Rede mussten wohl oder übel den Spott und die manchmal beissenden Sprüche mit lachender Mine ertragen. Ob denn Frau MdL Strohmayr den verlorenen Gersthofener Rathausschlüssel wieder gefunden hätte, das Hin und Her Englands mit dem Brexit und das Thema „drittes Geschlecht“ - alles wurde detailliert aufs Tablett und an die Gäste gebracht. Ein bisher wohl gehütetes Geheimnis löste Barnabas ganz nebenbei: Manfred Wolf habe sein Bürgermeisteramt aufgegeben, weil die Umweltministerin Svenja Schulze beabsichtigt, den Wolfabschuss zu erleichtern. Zum familiären Großereignis im Hause Metzger gratulierte Barnabas Oma und Opa Landrat. Lobend erwähnte der Mönch, das Opa Metzger alle Facebook-Freunde am Familienereignis teilhaben ließ.

Es gab viel zu Lachen und Nachzudenken über die wie immer gut gemeinten „Derbleckereien“ vom Mönch Barnabas. Am Ende seiner Fastenrede dankte Barnabas der Autorin und Macherin Barbara Kurz, die ihm den Text der Rede erneut „ passend auf den Leib und das Mundwerk geschrieben“ habe. In diesem Sinne „Prost Barbara Kurz, Prost Barnabas, Prost Gemeinde!“

Text: Franz Scherer
Bilder: FSeventfoto, Franz und Sabina Scherer

Förderverein Bayerischer Hiasl e,V. Im Internet
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.friedberger | Erschienen am 06.04.2019
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