Freie Wähler Schleswig-Holstein „Stopp Fracking Gas“

Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Partei Freie Wähler fordert eine bessere Energiewende
Kiel: Rathausplatz | Nachdem das Flüssiggas-Importterminal in Brunsbüttel durch den Rückzug der Vopak LNG Holding auf der Kippe steht, müssen für das Projekt und die Infrastruktur sinnvolle Alternativen bedacht werden. Die FREIEN WÄHLER begrüßen, dass die drohende Gefahr des Imports von US-amerikanischen Fracking Gas gebannt ist, und setzen sich stattdessen für eine Ertüchtigung der Terminalanlage zum Import von grünem Wasserstoff ein. Die Studie der Technischen Universität Hamburg vom September letzten Jahres bescheinigt der Anlage eine sehr gute Eignung als Wasserstoff-Import-Hub für Norddeutschland.

Gregor Voht, stellvertretender Bundesvorsitzender und Landesvorsitzender der FREIEN WÄHLER Schleswig-Holstein, sieht durch den Ausbau des Terminals zum Wasserstoff-Hub eine einmalige Gelegenheit für die klimaneutrale Energieversorgung in Deutschland: „Bislang haben wir die Inbetriebnahme des LNG-Terminals in Brunsbüttel immer kritisch gesehen, da wir den Import von Fracking-Gas klar ablehnen. Die jetzigen Verzögerungen sollten wir deshalb für eine generelle Umwidmung des Projekts zum Import von Wasserstoff nutzen. Für den klimaneutralen Umbau unserer Wirtschaft und unseres Wohn- und Mobilitätssektors sind wir auf den zusätzlichen Import grüner Energie angewiesen. Gerade Wasserstoff bietet hier die besten Voraussetzungen. Wir sollten deshalb alles daran setzen über strategische Energiepartnerschaften unseren Bedarf für eine klimaneutrale Energieversorgung bis 2045 zu decken. Hierfür brauchen wir eine tragfähige Infrastruktur. Auch angesichts der unsicheren Zukunft von Nordstream 2 bieten sich die Einfuhr von grünem Methan oder grünem Wasserstoff über das ertüchtigte LNG-Terminal in Schleswig-Holstein an.“

Zusätzlich könnten über das Terminal erste wichtige Erfahrungen beim Import und dem Umgang mit tiefkalten Flüssigkeiten gesammelt werden.

„Der Wasserstoffbedarf wird sich bis 2070 in Deutschland mehr als versiebenfachen. Diese Menge von fast 17.390 TWh können wir nicht allein durch heimische Produktion decken. Deshalb müssen wir jetzt die Weichen für eine nachhaltige Wasserstoffwirtschaft stellen. Brunsbüttel liefert durch seine gute Anbindung an die Verteil- und Fernleitungsnetz für Erdgas die besten Voraussetzungen für den Import von grünem Wasserstoff. Statt wie zunächst geplant eine multifunktionale Nutzung des LNG Terminals zu testen, sollten wir mit Unterstützung von Bund und Land eine ausschließliche Nutzung zum Import von grünem Methan und grünem Wasserstoff anstreben“, so Voht weiter. (Quelle: FW Pressedienst)
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Hans-Werner Blume aus Garbsen | 17.01.2022 | 12:24  
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Simon W. aus Duisburg | 17.01.2022 | 17:11  
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Peter Gross aus Bochum | 17.01.2022 | 20:25  
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Peter Gross aus Bochum | 18.01.2022 | 12:41  
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