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Thema beim Jahresempfang: Der Matthäi-Kirche steht ein Umbau bevor

Heidegret Zielinski vom Kirchenvorstand überreicht ein Präsent an den diesjährigen Gastreferenten Martin Krause.
Hannover: Wülfel | Die Mitgliederzahlen schrumpfen, der große Grundbesitz ist nicht mehr finanzierbar. Die Kirchengemeinden müssen sich von Gebäuden trennen. Dieses Thema griff Martin Krause beim 21. Jahresempfang der Wülfeler Matthäi-Kirche am letzten Februar-Sonntag auf. “Kirchen(t)räume – Nutzung und Zukunft von Kirchengebäuden“ lautete der Titel seines Vortrages im Gemeindesaal. Der Architekt und Leiter des Amtes für Bau und Kunstpflege Hannover der evangelischen Kirche benannte Beispiele, wo sich in Hannover bereits Kirchengemeinden von Gotteshäusern haben trennen müssen. So wurde etwa die Gustav-Adolf-Kirche in Leinhausen inzwischen zu einer Synagoge, die Südstädter-Gemeinde, die über drei Kirchengebäude verfügt, will nur noch eine Kirche für Gottesdienste nutzen, in der anderen wird ein Kolumbarium eingerichtet und die Athanasiuskirche.wurde bereits entwidmet, soll ein multifunktionales Veranstaltungszentrum werden.

Zwar steht die Matthäi-Kirche zum Glück nicht zur Disposition. Aber auch die Matthäigemeinde musste sich bereits von ihrem Gemeindehaus trennen. Das Gebäude ist verkauft, das Erdgeschoss kann nur noch vorübergehend angemietet und genutzt werden. Geplant ist, stattdessen die Kirche selbst zu erweitern und das Gemeindehaus in das Kirchengebäude zu integrieren. „Am 10. März in der Gemeindeversammlung können wir vielleicht schon die Pläne der Architekten dazu vorstellen“, sagte Pastorin Heike Scheiwe. Sie hielt einen kurzen Rück- und Ausblick auf das vergangene Jahr und auf die Projekte, die 2013 in Angriff genommen werden sollen. Ein Schwerpunkt bestand und besteht in der Zusammenarbeit mit Kindertagesstätten und Schulen. In diesem Jahr sind zudem wieder mehrere Orgelkonzerte vorgesehen und im November wird die Ausstellung „Frauen in der Reformation“ gezeigt.

Zahlreiche Vertreter von Vereinen und benachbarten Kirchengemeinden folgten der Einladung zum Jahresempfang. Der Bezirksrat Döhren-Wülfel war unter anderem mit Bezirksbürgermeisterin Christine Ranke-Heck und dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Bert Oltersdorf vertreten.
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