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Damals in Döhren: Getrennte Feiern am selben Tag

Prunksitzung der DKG
Hannover: Freizeitheim Döhren | Seit über 30 Jahren gehe ich mit der Kamera auf Pirsch und begleite das Geschehen im heutigen Stadtbezirk Döhren-Wülfel fotografisch. Einige der Aufnahmen von damals scanne ich jetzt nach und nach ein, um sie ins digitale Zeitalter herüber zu retten. Unter der Überschrift "Damals in Döhren" bzw. "Damals in ..." möchte ich den myheimat-Usern kleine Einblicke in mein Fotoarchiv geben. Vielleicht erinnert sich ja der eine oder andere Leser selbst noch an die damaligen Ereignisse oder erkennt sich gar auf einen der Bilder wieder.

Heute: Getrennte Feiern am selben Tag

Ein Sonnabend Ende Januar 1983 konnte an zwei Stellen im Stadtbezirk Döhren-Wülfel zur selben Zeit geschunkelt werden. Im großen Saal der Wülfeler Brauerei-Gaststätten (heute Wienecke XI) lachten die Gäste der Döhrener Karnevalsgesellschaft (DKG), im Saal des Freizeitheimes Döhren die der Hannoverschen Funkengarde (HFG). Seit 1980 feierten die Karnevalisten der HFG und der DKG nicht mehr gemeinsam, sondern schunkelten getrennt. Nach einem Streit unter den Narren spaltete sich die HFG, ein Teil der Döhrener Karnevalisten trat aus dem Verein aus und gründete die DKG.

„Hallo Döhren. Schöner Stadtteil mit viel Schwung. Nur zu Dir wollen wir gehören, denn du hältst uns ewig jung“, lautete der Refrain eines in Eigenkomposition entstanden Karnevalsliedes von Rosemarie Gillner, das nun im Nachbarstadtteil Wülfel vorgetragen wurde. Siggi Grasdorf, damals erster Preisträger bei einem karnevalistischen Gesangswettbewerb stellte sich mit „Ja, ich bin dick, dick, dick und das ist schick, schick, schick“ vor. Die Kindergarde der DKG konnte damals einen großen Erfolg vorweisen. Sie errang den 3. Platz bei den Landesmeisterschaften.

Mit unerwarteten Problemen hatten rund zwei Kilometer weiter nördlich unterdessen die Mädchen des Majorettencorps zu kämpfen. Sie wollten mit Leuchtstäben auftreten. Damit die besser wirken, sollte die Bühnenbeleuchtung veröschen. Doch die Lampen weigerten sich und strahlten munter weiter. Erst der herbeigerufene Hausmeister konnte für die notwendige Dunkelheit sorgen.
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