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Damals in Döhren: Als der Wind Harfe spielte

Die Windharfen auf dem Rodelberg im August 1990
Hannover: Döhren | Ab Ende August des Jahres 1990 spielte die Natur in Döhren Harfe. Auf dem Rodelberg neben der Leineinsel wurden damals vier große Astgabeln aus Windbruch aufgestellt. Auf den eingezogenen Stahlsaiten pfiff dann der Wind. Der Bildhauer Gerolf Gehl hatte das Projekt entwickelt und diese „Windharfen“ kreiert.

Bevor die neuen Döhrener Wahrzeichen die Südliche Leineaue künstlerisch bereichern konnten, gab es im Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel ein langes Hin- und Her. Die Ortspolitiker konnten sich anfangs nicht darüber einig werden, ob sie diese Kunstwerke überhaupt wollten. Schließlich musste die Stadt Hannover dafür 11.000 Mark bezahlen. Wegen der langen politischen Debatten verschob sich sogar der Aufbau dieser Kunstwerke. Ursprünglich war das Frühjahr 1989 angedacht gewesen. Als dann doch noch das positive Votum vom Bezirksrat kam, geriet der Künstler in Terminschwierigkeiten. So wurde es August 1990.

Wann genau die Windharfen wieder verschwunden sind, vermag ich nicht mehr zu sagen. Jedenfalls soll „Vandalismus“ dafür gesorgt haben, dass es heute diese Kunstobjekte nicht mehr gibt.

Seit über 40 Jahren gehe ich mit der Kamera auf Pirsch und begleite das Geschehen im heutigen Stadtbezirk Döhren-Wülfel fotografisch. Einige der Aufnahmen von damals scanne ich jetzt nach und nach ein, um sie ins digitale Zeitalter herüber zu retten. Unter der Überschrift "Damals in Döhren" bzw. "Damals in ..." möchte ich den myheimat-Usern kleine Einblicke in mein Fotoarchiv geben. Vielleicht erinnert sich ja der eine oder andere noch an die damaligen Ereignisse.
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