Kein Abriss des niedersächsischen Landtagsgebäudes in Hannover

Der Kampf hat sich gelohnt

Heute ist nicht der Tag des Triumphs. Aber ein klein wenig stille Freude darf schon sein. Landtagspräsident Hermann Dinkla (CDU) verkündete am 23. Juli 2012, dass nach einer Berechnung der Baukommission des Landtags es keinen Landtagsabriss geben wird. Die errechneten Kosten für die Erstellung eines Neubaus in Höhe von bis zu 73 Millionen Euro lägen deutlich über der Ausgabengrenze von 45 Millionen Euro, die man sich beim Neubau-Beschluss gesetzt hatte, fügte er weiter an.
Natürlich wird auch der Umbau des alten Landtags ein paar Milliönchen verschlingen. Einige Arbeiten sind unumgänglich, wie beispielsweise die Modernisierung der sanitären Anlagen. Auch der Plenarsaal müsste an die heutigen Gegebenheiten angepasst werden. Eine Weiterführung der Landtags-Gastronomie mit einer Außenbewirtschaftung auf dem „Platz der Göttinger Sieben“ würde viele HannoveranerInnen erfreuen. Aber ist denn wegen ein paar Sitzungen im Jahr der Bau einer Tiefgarage erforderlich? Große Zweifel bleiben, zumal es fußläufig in nächster Nähe viele Parkmöglichkeiten (Freiflächen oder Parkhäuser) gibt. Auch eine Verschandelung des Stadtbildes an dieser so sensiblen Stelle wäre durch diese Maßnahme zu befürchten.
Es gilt die alte Kostengrenze in Höhe von 45 Millionen für eine bauliche Veränderung des Landtags unbedingt einzuhalten, sonst würde es wieder lange Debatten ohne Ende geben. Wer die dann führen wird, innerhalb und außerhalb des Parlaments, kann sich jeder denken.

Bürgerreporter:in:

Bernd Sperlich aus Hannover-Bothfeld

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