Mobbing ist auch heute noch ein Thema-Zwei Tatsachenberichte zu einem sensiblen Thema Mobbing

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Nicht nur heute gibt es Mobbing. Auch früher gab es diesen Psychoterror schon.Sei es in der Schule oder auch auf der Arbeit. Mobbing steht im engeren Sinn für Psychoterror. Am Arbeitsplatz ist das Ziel von Mobbing Betroffene aus dem Betrieb hinauszuekeln. Anderst schaut es in der Schule aus. In der Schule wird gemobbt mit dem Ziel, zu schikanieren, zu quälen und seelisch zu verletzen.Und diese Verletzungen können immens sein, ja sie können sogar Depressionen auslösen.

Wir berichten hier über zwei Mobbingfälle von einer jungen Frau und einem Mann, die heftiges Mobbing über sich ergehen lassen mussten. Wer die zwei Berichte liest, fragt sich, wie können Schüler zu Mitschülern so sein.
                           

                           

EINE FRAU JÜNGEREN ALTERS ERZÄHLT



„Bei mir, fing das Mobbing schon 1999 in der Grundschule an.“ so die junge Frau
Die 26 jährige erzählt, das sie damals noch kräftig gebaut war und eine Brille trug.
„ Meine Mitschüler, fingen an mir Kaugummi ins Haar zu werfen.“ erzählt die Frau weiter Ausdrücke wie Brillenschlange oder fette Kuh, waren dabei gelinde gesagt noch die harmloseren Sachen. In den höheren Klassen wurden dann der damaligen Schülerin Sachen beschädigt. Schrecklich war für sie ein Brief in dem sie erpresst wurde. Als ob das nicht genug wäre, wurde es noch heftiger als ihre Mama starb. „ Das schlimmste jedoch für mich war, als meine Mutter verstarb und sie mir alle daran die Schuld gaben.Es gehen auch Gerüchte rum ich hätte 3 Kinder, würde im Luxus leben, würde anschaffen gehen und meine Eltern wären für mich ja null wichtig. Man wäre ja einfach so abgehauen.“ erzählt sie weiter. Kein Wort davon stimmt, betonte die Frau.
„ Für meine Familie habe ich meine Freizeit beiseite gestellt, denn für mich ist es einfach das wichtigste im Leben. „

Mobbing ging in der Berufsschule weiter.
Mit dem Mobbing ging es an die Berufsschule, die sie aber aus privaten Gründen abgebrochen hat.
Auch die Jobcenter bilden hier keine Ausnahme. „Viele sehen es für harmlos an, wenn der Berater einem dumm kommt.“ In den Augen der Frau ( und nicht nur Ihren) gilt es auch diese Menschen respektvoll zu behandeln, was leider nicht häufig passiert.

Die Freizeit bildet hier keine Ausnahme.
Die 26 jährige ist in Fangruppen wie z.b. für die Ehrlich Brothers oder Bülent Ceylan. Auch hier bekommt man viel negatives an den Kopf geworfen. Teilweise geht es auch unter die Gürtellinie, so das sie sich wirklich fragt: " Haben die keinen Anstand und Respekt gegenüber anderen Menschen beigebracht bekommen"? „Ich selbst habe dadurch viele liebe Personen kennenlernen dürfen und daraus sind auch Freundschaften entstanden. Man tauscht sich aus und gemeinsam ist man stark,“so die Frau weiter.

Für Mobbingopfer empfiehlt sie

„Ich kann jeden der unter Mobbing leidet nur empfehlen, dass sie sich nie verändert sollten. Denn wen sie das tun, werden die Mobber wieder etwas finden und weitermachen. Ignoriert sie so hart es klingt. Am besten redet mit einer Freundin darüber oder mit einem Vertrauenslehrer. Auch mit euren Eltern so schwer es euch auch fällt. Aber niemals versuchen damit alleine klar zu kommen. Es ist nicht einfach sich zu überwinden aber tut es. Gemeinsam kann man alles schaffen,“so die junge Frau abschließend“

                    
                                   EIN MANN MITTLEREN ALTERS BERICHTET

Bei mir Begann das Mobbing bereits in der ersten Klasse. Ich bin von Haus aus nicht der Schlankste, ( genauer gesagt Dick) was sich bis heute leider fortsetzt, auch aufgrund einer genetischen Krankheit. In der Schule war es sehr sehr heftig. Ich hatte Spitznamen wie Dicker, Fettsack und wurde oft ausgelacht. Einer sagte mal zu mir, meine Mutter und ich seien Ben Hur. Also ich wäre Ben und meine Mutter die Hure. Teure Schuhe wurden auf einen Baum ca. einen halben Kilometer von der Schule weg, auf einem Baum versteckt. Ich konnte somit auch nicht mal nach Hause. Habe dann meine Mutter angerufen damit sie mich abholen kam. Meine Eltern haben damals dem Schulleiter sowie dem Klassenlehrer die Pistole auf die Brust gesetzt. Damals stand eine Klassenfahrt auf dem Programm. Den zwei Klassen wurde gedroht, dass diese abgesagt wird, sollte die Schuhe nicht auftauchen. Meine Eltern waren noch nicht von der Schule zu Hause, kam der Anruf der Schuh ist wieder da. Von meinen Mitschülern wurde ich außerhalb der Schule geschlagen. Freunde hatte ich kaum.In Sport war ich schlecht. Durch diese Behandlung in der Schule hatte ich auch schlechte Noten.

Beim Schwimmen war ich immer das fette Nilpferd.Das schlimmste war für mich, dass einer meiner Lehrer ins Zeugnis geschrieben hatte: „Der Streitsüchtige Schüler.“

Sollte man in der Schule heutzutage gemobbt werden, sollte man sich an die Klassen- oder an den Vertrauenslehrer/in wenden. Natürlich auch die Eltern informieren. Für mich war die Schulzeit die schlimmste in meinem Leben. Kürzlich war ein Klassentreffen, da nahm mich eine ehemalige Mitschülerin in den Arm und sagte. “Mir tut es wahnsinnig leid wie wir mit dir umgegangen sind.“
Ja, Suizidgedanken hatte ich, leider bis heute noch. Ich leide unter einer Depression, die dazu natürlich dienlich ist. Wenn ich einen „ Schlag“ bekomme, weine ich für mich, kann nicht reden, bin tagelang fertig, muss Nachts wie jetzt auch, seit mehreren Wochen leichte Psychopharmaca nehmen, da ich einen riesigen Schlag bekommen habe. Diese nehme ich damit ich Nachts schlafen kann.Ich mache mir Vorwürfe, ich bin immer an allem Schuld.

Das Mobbing ging wie oben bereits geschrieben, bis zu körperlichen Schlägen. Ich selbst war kein Schläger. Freunde waren bei mir Mangelware. Etwas besser geworden ist es dann, als ich in eine Berufsschule rund 30 Kilometer von meinem damaligen Wohnort entfernt war.
Ich war 30 Jahre in einem chor, auch hier wurde ich immer wieder ausgelacht. Die letzten Jahre hatte ich in einer Musikkapelle an meinem jetzigen Wohnort gespielt. Dies musste ich durch Schichtarbeit bedingt aufhören.

Leute die gemobbt werden, sollten meiner Ansicht nach nicht gleiches mit gleichem Vergelten, sondern sich eine professionelle Hilfe holen. Nur so kann man rauskommen. Ich leide heute noch. Meine Depression wurde in Zusammenhang mit einer körperlichen Krankheit anerkannt bei einem Antrag auf Schwerbehinderung.Zur Not, wenn man nicht fertig wird damit, sich Psychologische Hilfe holen. Früher hätte man gesagt, der hat einen „ Schuß“, heute geht man Gott sei Dank anders damit um.

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Bürgerreporter:in:

Thomas Rank aus Günzburg

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