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Sensation: Mothers Finest spielen im Vorprogramm von Foreigner

Mothers Finest (Foto: Agentur)
Die Veranstalter lüften Geheimnis um Special Guest beim Konzert von Foreigner auf dem Biberacher Marktplatz am 28. Juli 2013.


„Eine außergewöhnlich Kombination“ hatten die Macher Rolf Weinmann von Provinztour, Carlheinz Gern von gernGESCHEHEN und Alexander Schraut von der Schwäbischen Zeitung versprochen, als sie vor kurzem das erste Mal den Veranstaltungstermin mit Foreigner veröffentlichten. Ein solches Ereignis ist nur mit lokaler Unterstützung möglich und so hat sich zwischenzeitlich die Kreissparkasse Biberach entschieden, als Sponsorpartner dabei zu sein.

Nun ist es also bestätigt: niemand geringeres als MOTHER’S FINEST werden den Abend eröffnen und spätestens bei ihrem Song „Baby Love“ wird man auf dem Biberacher Marktplatz abrocken wie wohl noch nie zuvor.

Atlanta, Amerikas Zentrum von Kommerz und Kultur im Süden, hat eine Rarität ausgebrütet. Eine, die Schallplatten aufnimmt und auftritt und bei alledem noch ein Paradoxon ist: MOTHERS FINEST; eine teilweise schwarze Heavy-Rock-Band, deren Publikum zu 70% aus Weißen besteht. Was das heiß, erklärt Band-Leader Glenn Murdock: "Für viele ist es schon ein Unding, daß Schwarze anständigen Rock 'n' Roll machen. Nicht nur, daß wir in diese weiße Domäne eingebrochen sind, wir müssen jetzt sogar noch aufpassen, daß wir nicht als Anpassergruppe verkauft werden. Zum Glück saßen in unseren letzten Konzerten genauso viel Farbige wie Weiße..."



Die Geschichte der Band hat Ähnlichkeit mit einem Puzzle. Anfangs gab es nur ein Duo, das in der ganzen Welt auftrat und sich Sly & The Family Stone zum Vorbild genommen hatte. Joyce Kennedy, heute humorvoll "Gruppenmutter" genannt, landete mit 16 einen Hit in ihrer Geburtsstadt Chicago. Durch diesen Erfolg angespornt, überredete die Sängerin Jugendfreund Glenn Murdock, seine eigene Gruppe aufzugeben und mit ihr ein Team zu bilden. Um das auch formal zu manifestieren, heirateten Joyce und Glenn und traten in der Folgezeit vor Soldaten und der einheimischen Bevölkerung in Thailand, Guam, Japan und auf den Philippinen auf. Ihr glatter, polierter Stil gefiel zwar dem Publikum ausnehmend gut, doch am Ende ihrer Fernost-Reisen entschloß sich das Duo, fortan sich mehr um den funky-orientierten Stil zu kümmern. Sie waren von dem Konzept begeistert, das seinerzeit Sly & The Family Stone populär gemacht hatte: Rock und Soul als fulminante Einheit.



Joyce und Glenn begannen, eine Band zusammenzustellen, die beides gleichermaßen spielen und mischen konnte und außerdem in der Lage war, eigene Stücke zu entwickeln. Lead-gitarrist Gary Moore kam aus Dayton, Ohio. Bassist Jerry Seay aus Miami, Barry Borden, Schlagzeuger, aus Chattanooga, Tennessee. Eine Weile spielte die Gruppe in Florida ihre eigenen Stücke vor kritischem Publikum. Der Erfolg war selbst für Kenner der Szene überraschend. Einwöchige Engagements endeten mit schöner Regelmäßigkeit erst nach Monaten, Clubs, in denen MOTHER'S FINEST auftraten, hatten plötzlich ungewohnte Besucheranstürme. Als die Gruppe merkte, daß sie auf den richtigen Weg war, wählte sie Atlanta als Ausgangsbasis ihrer zukünftigen Unternehmungen.



Dort vervollständigte auch Keyboard-Spieler Michael Keck das Team (er hat MOTHER'S FINEST inzwischen wieder verlassen). Nach einer kurzen Zeit ohne Live-Auftritte, in der die Songs für ihre erste LP entwickelt wurden, brachen die Musiker erneut die Hausrekorde etlicher prominenter Etablissements. Für einigen Wirbel sorgten Joyce und ihre Jungs auch in Deutschland, als sie mit einem mehrstündigen TV-Auftritt in der "Rockpalast-Nacht" die Halle zum Kochen brachten.



Die Songs von MOTHER'S FINEST sind engmaschige Einheiten, Produkte gleichwertiger Zusammenarbeit aller Mitglieder der Gruppe. Glenn: "Einer kommt mit dem Skelett einer Idee, bringt es in eine Form, und wir vervollständigen es zusammen. Jerry sitzt am Text, Joyce und ich arrangieren, Gary baut einen zündenden Rhythmus. Und erstaunlicherweise bleibt in jedem Stück etwas von der Individualität des einzelnen zurück."



"Mutters Beste" haben sich dem "reinen Leben" gewidmet, sind Vegetarier und legen bei allen Bindungen, großen Wert auf Entfaltung der eigenen Persönlichkeit. Und daraus entsteht eine äußerst reizvolle Mischung. "Wir kleiden uns zwar nicht uniform, aber man merkt uns sofort an, daß wir gemeinsam unsere musikalischen Vorstellungen verwirklichen. Unsere Basis ist Musik, die für Publikum gemacht wird und nicht Selbstzweck ist."



Karten gibt es bei der Südfinder Ticket Hotline bei der Schwäbischen Zeitung Tel. 0751 / 56 91 557 oder online auf südfinder.de/ticket und

auf www.donau3fm.de sowie www.provinztour.de.
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