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Roy Frank:" Marylin Manson wollte auf der Hochzeit exclusive Musikalisch Umrahmung"- Ein Interview mit Roy Frank zu seiner Tournee mit seiner Big Band

Das Roy Frank Orchestra ist zur Zeit auf großer Deutschland Tournee und spielt auch in Göggingen und Mindelheim (Foto: Bild: Agentur)
 
(Foto: Bild: E. Liebenow)
 
(Foto: Bild: Agentur)
Als Tenorsaxophonist lässt er bei Max Raabe & Palast Orchester die 20er- und 30er-Jahre wieder aufleben. Als Roy Frank feiert er mit seinem Roy Frank Orchestra die 60er- und 70er- Jahre, also die Ära der großen Unterhaltungsshows und "Straßenfeger" wie "Musik ist Trumpf", „Dalli Dalli“ oder "EWG". Jene Zeit, als es "nur" drei Fernsehprogramme gab und die ganze Familie am Samstagabend bei Knabber-Etagere und Käsespießchen vorm Fernseher saß, um sich über Peter Frankenfeld zu amüsieren oder mit Hans-Joachim Kulenkampffs Kandidaten mitzufiebern.
Die Rede ist von Bernd Frank, der mit seinem Roy Frank Orchestra den Glanz der großen deutschen Unterhaltungsorchester wieder live erstrahlen lässt. „Wir wollten das Original beleben“, so Frank. Das Bühnengeschehen geht indes weit über ein bloßes „Abspielen“ bekannter Titel hinaus, ist über das mitreißende Musikerlebnis hinaus höchst unterhaltsam, nicht zuletzt dank Roy Franks humorvoller Moderation: „Wir haben Einlagen im Programm, haben ein Bühnenbild dabei, das gut dazu passt, wenn's geht, mit Showtreppe. Wir wollen unsere Besucher wieder in die gute, alte Zeit versetzen können“, so der Bandleader.
Auch kleine Experimente startet das 16köpfige Orchester. So wurden Titel für diese Besetzung neu arrangiert, wie z.B. „Gotta Serve Somebody“ von Bob Dylan, einem Highlight des Abends, gesungen von der isländischen Ausnahme- Sängerin Hrund Ósk Árnadóttir, die sich mittlerweile einen festen Platz in den Herzen des Publikums und im Ensemble erobert hat.
Das Roy Frank Orchestra ist derzeit auf großer Deutschland-Tournee.
Zusammen präsentieren die Musiker einen bunten Strauß an Klassikern aus der Film- und Fernsehunterhaltung der 60er und 70er Jahre. Im Programm finden sich die Titelmelodien der großen Fernseh-Shows wie „Dalli Dalli“ oder „Musik ist Trumpf“, Krimi-Soundtracks wie z.B. Stahlnetz und Titel bekannter amerikanischer Komponisten ebenso wie Hits aus der Swing-Ära, z.B. von Bert Kaempfert. Hrund Ósk Árnadóttir glänzt dabei mit Gesangstiteln wie z.B. der Marylin Monroe-Fassung von „My Heart Belongs to Daddy“, Shirley Basseys „Big Spender“ oder Kurt Weills „Mackie Messer“.
Zu sehen und zu hören ist das Roy Frank Orchestra unter anderem in Göggingen (08.11.)

Über die Tournee habe ich mit Roy Frank ein Interview geführt

Thomas Rank: Sie spielten mit Max Raabe bei Marylin Manson auf der Hochzeit. Wie war das und wie kamen sie dazu?

Roy Frank:Wir mussten unterschreiben, keine Details davon in die Öffentlichkeit zu tragen. Jedenfalls wollte das Brautpaar wohl eine exklusive musikalische Umrahmung und wandte sich direkt an das Palast Orchester. Die Dauer der Ehe hat es aber anscheinend nicht positiv beeinflusst.

Thomas Rank: Wie kommen sie als Deutscher Musiker in die New Yorker Carnegie Hall eine CD aufzunehmen?

Roy Frank:Ja, das ist schon eine tolle Sache, wenn man die Möglichkeit hat, dort aufzutreten. Der Saal hat eine wunderbare Akustik und Atmosphäre. Aus diesem Grund hatten wir beschlossen, das erste Konzert im großen Saal der Carnegie Hall auf einer Live-CD für die Nachwelt festzuhalten.

Thomas Rank: Zur Zeit sind sie mit ihrer Bigband unterwegs. Wie viele Konzerte spielen sie?

Roy Frank:Wir waren mit diesem Programm in ca. 30 deutschen Städten. Dieser viertägige Abschnitt nach Süddeutschland ist nun der Abschluss dieser Tournee. In 2013 folgt zunächst ein Neujahrsprogramm mit vielen internationalen Titeln und zwei Gastsängerinnen.

Thomas Rank: Sie haben an der chinesischen Mauer gespielt. Ein besonderer Moment?

Roy Frank:Auf jeden Fall, was die Lufttemperatur angeht… Im Smoking die Stufen hinaufzusteigen war schon eine Herausforderung. Im Ernst: unsere damalige China-Tournee war insgesamt schon etwas Besonderes. Wir waren an Orten, wo man als Privatperson wahrscheinlich niemals hingefahren wäre und haben Leute getroffen, auf die wir wie Außerirdische gewirkt haben müssen.

Thomas Rank: Was war in Ihrem Musikerleben der beeindruckendste Auftritt?

Roy Frank:Dazu gehören sicherlich die Auftritte in der Berliner Waldbühne – eine beeindruckende Kulisse.


Thomas Rank: Wie schauen die Musikalischen Vorbereitungen für die Konzerte aus?

Roy Frank:Natürlich muss geprobt werden. Außerdem fallen viele organisatorische Dinge an. Wenn ein neues Programm am Entstehen ist, müssen auch viele Titel gesucht und arrangiert werden. Insgesamt schon eine zeitintensive Sache, die aber ja auch Spaß macht.

Thomas Rank: Nach welchen Kriterien wählen sie die Stücke aus, die auf den Konzerten gespielt werden?

Roy Frank:Meistens hat man ein Motto oder einen Schwerpunkt, den das Programm vorgibt, wie in diesem Fall Film- und Fernseh-Melodien. Da sucht man dann natürlich die aus, die bekannt sind oder einem persönlich sehr gut gefallen. Außerdem sollen auch alle Musiker mal in den Mittelpunkt gerückt werden, oder die Sängerin soll etwas präsentieren. Dafür braucht es dann bestimmte Titel. Vieles haben wir selbst von alten Aufnahmen abgehört und aufgeschrieben. Manchen Stücken geben wir eine persönliche Note, indem wir etwas Spezielles daraus machen oder kleine Effekte mit einbringen.

Thomas Rank: Wie viele Musiker spielen bei Ihnen in der Band?
Roy Frank:14 im Orchester plus Sängerin und meine Person.

Thomas Rank: Nach welchen Kriterien wählen sie die Musiker aus?

Roy Frank:Meist danach, ob sie auch Spaß an diesem speziellen Projekt und dieser Musik haben. Die meisten kenne ich seit langer Zeit persönlich – so gesehen schon eine „Traumbesetzung“.

Thomas Rank: Was bekommen die Besucher bei Ihren Konzerten geboten?

Roy Frank:Eine erstklassige Bigband mit einem Programm wie man es ansonsten heutzutage kaum zu hören bekommt. Der Focus bei uns liegt auf deutschen und amerikanischen Titeln der 50er, 60er und 70er Jahre, so wie man es aus den Samstagabend-Shows aus dieser Zeit von den legendären Show-Orchestern kennt. Wir haben eine fantastische Sängerin dabei. Wir legen viel Wert auf musikalische Details, und auch das Auge soll nicht zu kurz kommen.


Hier die Tourdaten:
Donnerstag, 8.11.2012 Augsburg, Kurhaus Göggingen, 20 Uhr

JAHR 2013

Von Rimini nach Reykjavik - Neujahrskonzert mit Angelina Monti und Hrund Ósk Árnadóttir1208104-125_Ausschnitt_klein
Samstag, 05.01.2013 Husum, NCC, 20 Uhr

Sonntag, 06.01.2013 Gütersloh, Stadthalle, 19 Uhr

Mittwoch, 09.01.2013 Itzehoe, theater itzehoe, 19.30 Uhr

Donnerstag, 10.01.2013 Hamburg, Laeiszhalle, 20 Uhr

Freitag, 11.01.2013 Flensburg, Theaterschule, 20 Uhr

Samstag, 12.01.2013 Osnabrück, Haus der Jugend, 20 Uhr

Sonntag, 13.01.2013 Kiel, Kieler Schloss, 19 Uhr
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