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Martin Rütter:" Von meiner Arbeit können 180 Menschen leben"-Ein Interview mit dem Hundeprofi über die aktuelle Tournee und die Dreharbeiten zu seinen Sendungen-Am kommenden Samstag in Neu- Ulm

(Foto: Klaus Grittner)
 
Martin Rütter kommt nach Neu- Ulm. Ein Interview (Foto: Klaus Grittner)
 
(Foto: Ralf Jürgens/ Vox)

Er ist der Hundeprofi schlechthin. In seinem neuen Live-Programm „FREISPRUCH!“ hält Martin Rütter ein bellendes Plädoyer für die Beziehung von Hasso und Herrchen. Im Auftrag der Hunde und zur Aufklärung ihrer Menschen. Martin Rütter räumt mit dem Mythos des notorischen Problemvierbeiners ein für alle Mal auf. Er holt sie runter von der knochenharten Anklagebank: die Ausgestoßenen, die Ausgesetzten und die Ausgebüxten. Denn was wir alle längst wissen, aber kaum zu denken wagen, bringt der Hundeprofi Nummer 1 unmissverständlich auf den Punkt: SCHULD ist nie der Hund. „Aber wer eigentlich dann? Und warum?“. Martin Rütter klärt uns auf – in seiner neuen Live-Show „FREISPRUCH!“.

Martin Rütter ist am kommenden Samstag den 14.April um 20 Uhr in der Neu- Ulmer Ratiopharmarena. Tickets gibt es HIER

ÜBER DIE AKTUELLE TOURNEE SOWIE DIE DREHARBEITEN HABE ICH MIT MARTIN RÜTTER EIN INTERVIEW GEFÜHRT

Thomas Rank
: Wer ihren Tourplan studiert, wird Feststellen das sie bis 2020 mit dem aktuellen Programm „ Freispruch“ unterwegs sind. Wie hält man dies durch?

Martin Rütter.Zum einen mit einem guten Team im Rücken. Inzwischen leben 180 Menschen von dem, was ich tue. Und das funktioniert nur, weil es trotz des Stresses irre familiär und entspannt ist. Mein bester Kumpel fährt mit auf Tour, meine Schwester macht die Buchhaltung, der Bruder meines besten Kumpels – mit dem ich zusammen studiert habe – macht das Management. Wir sind 100 Tage im Jahr in den Hotels zusammen – und trotzdem fahren wir noch gemeinsam in den Ski-Urlaub. Und zum anderen macht es mir nach wie vor riesigen Spaß! Ich empfinde eine große Freude, wenn ich auf der Bühne stehen kann.


Thomas Rank: Hätten sie mit so einem Erfolg gerechnet?

Martin Rütter.Dass es mal in solche Dimensionen vorstoßen würde, war in dieser Form natürlich nicht absehbar bzw. planbar. Aber ich habe schon sehr früh gemerkt, dass in diesem Thema sehr viel Potenzial schlummert. Ich halte ja schon über zehn Jahre Vorträge, angefangen haben wir mit 50 Leuten, dann waren es 300, später 1.000 und jetzt füllen wir Hallen mit bis zu 10.000 Leuten. Eine tolle Entwicklung, die nicht zuletzt auch unterstreicht, welch hohen Stellenwert das Thema Hund mittlerweile in unserer Gesellschaft besitzt.


Thomas Rank: Sie kommen jetzt nach Neu- Ulm mit dem aktuellen Programm. Was erleben die Besucher?

Martin Rütter.In meinem neuen Live-Programm „FREISPRUCH!“ gibt es wieder eine schöne Mischung aus Information und Unterhaltung. Ich halte den Leuten vor Augen, an welchem Ende der Leine das Problem liegt und fungiere als „Anwalt der Hunde“, natürlich zum Leidwesen der Menschen (schmunzelt). Denn es ist ja klar: Schuld hat nie der Hund! Die Neu- Ulmer  werden also jede Menge Spaß haben und viel lachen, aber definitiv auch etwas lernen.


Thomas Rank: Wie lange haben sie an dem Programm gearbeitet?

Martin Rütter.Die Kernarbeit dauert rund ein bis zwei Jahre. Dann folgen die ersten Warm-Up-Shows, in deren Verlauf das Programm seine letztendliche Struktur erhält. Geschichten für die Programme sammele ich aber fortwährend, denn sie passieren mir ja tagtäglich in meinem Alltag mit Menschen und ihren Hunden.

Thomas Rank:Was bekommen sie für Reaktionen bei den Autogrammstunden vom Programm?

Martin Rütter.Zum Glück bisher nur Positive (lacht). Nein, es ist in der Tat so, dass die Leute die gute Mischung aus Unterhaltung, aber sehr vielen Infos genießen.

Thomas Rank: Erweitern sie ihr Programm permanent oder ist das ein festes Gerüst?


Martin Rütter.Sicherlich gibt es ein festes Gerüst. Aber mein Programm lebt in großen Teilen von der Interaktion mit dem Publikum. Sie macht jeden Auftritt anders.


Thomas Rank: Steht schon fest ob es ein weiteres Programm geben wird?

Martin Rütter.
Wer weiß (schmunzelt)? Bis Mitte 2020 heißt es auf jeden Fall erstmal FREISPRUCH!


Thomas Rank: Wie schauen die Dreharbeiten beim VIP Hundeprofi aus?

Martin Rütter.Grundsätzlich genauso, wie die Dreharbeiten des „gewöhnlichen“ Hundeprofi-Formats. Im Vordergrund steht aber auch hier ganz eindeutig das spezielle Problem des Hundes. In der Anfangsphase der Sendung habe ich gemerkt, dass der ein oder andere denkt, „Wo ich gerade schon mal eine Kamera hier habe, erzähle ich mal was von meiner neuen CD.“ Die Promis merken aber nach allerspätestens zehn Minuten: Mist, der Rütter meint’ s ernst. Mittlerweile hat sich aber rumgesprochen: Pass auf, da wird nicht eine Promotion-Aktion für dich stattfinden. Du wirst nicht von deiner neuen CD vorsingen, du wirst nicht dein neues Buch in die Kamera halten. Aber: Dir wird wirklich geholfen und du wirst nicht vorgeführt. Das machen wir mit den normalen Hundehaltern nicht, und mit den Promis haben wir das auch nicht getan. Und da war der eine oder andere dabei, der hätte schon Stoff geliefert! Das hat dazu geführt, dass ich für die kommenden Staffeln immer mehr Prominente bewerben, die das früher nicht mitgemacht hätten.


Thomas Rank: Wie erleben sie die VIP´S mit Ihren Tieren?

Martin Rütter.
Prominente Hundebesitzer haben genau die gleichen Probleme wie der Ottonormalverbraucher. Das ist ja das Schöne: Beim Thema Hund sind auch die Promis ganz normale Menschen.


Thomas Rank: Können sie kurz schildern wie lange die Dreharbeiten dauern, und wie diese aussehen?

Martin Rütter.
Oft besteht ja die Vorstellung, der Hundeprofi kommt mal kurz vorbei, kurbelt dreimal am Ohr und zack ist das Problem gelöst. Das ist natürlich totaler Quatsch. Hundetraining bedeutet in den meisten Fällen richtig viel Arbeit. Bei meiner Sendung werden die Leute in der Regel drei bis sechs Monate begleitet und erhalten im Durchschnitt 10 bis 50 Trainingseinheiten. Das ist richtig viel Holz. Um nachhaltig Erfolge zu erzielen, müssen die Leute kontinuierlich betreut werden, damit sie am Ball bleiben.




Thomas Rank:Am 17.12.2018 stehen sie mit Kaya Yanar für eine Benefizveranstaltung in der Stuttgarter Liederhalle auf der Bühne. Was werden die Besucher erleben und wem wird dadurch geholfen?

Martin Rütter.
Unter dem Motto "Unsere kleinen Krieger - Gemeinsam für mehr Lebensfreude" werden Kaya und ich diesen Abend krebskranken Kindern widmen. Kaya unterstützt ja den Förderverein für krebskranke Kinder Tübingen. Als er mich fragte, ob ich bei solch einem Abend mit von der Partie sein würde, habe ich natürlich sofort zugesagt. Für mich ist es absolut selbstverständlich zu helfen. Was an dem Abend genau passieren wird, bleibt natürlich erstmal noch streng geheim (schmunzelt). Die Veranstaltung wird aber auf jeden Fall etwas Besonderes sein, da Kaya und ich ansonsten doch eher selten gemeinsam auf einer Live-Bühne stehen.
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