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Martin Rütter: "Die Kernarbeit für das neue Programm dauerte rund ein bis zwei Jahre"- Ein Interview mit dem Hundeprofi vor Beginn der neuen Tournee

Martin Rütter Ein Interview zur neuen Tournee und Show (Foto: Guido Engels ( Mina Entertainment))
 
(Foto: Guido Engels ( Mina Entertainment))
Er hat sich als Hundeprofi einen Namen gemacht. Das er mehr als beleibt ist, zeigen ausverkaufte Tourneen und Hallen.Fast 70 Shows gibt Martin Rütter ab 6. November bis in den März 2019 mit seinem neuen Programm " Freispruch".Über seine Arbeit, sowie die kommende Tournee habe ich vor Tourstart ein Interview geführt.

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Thomas Rank
: Sie werden als „ Anwalt der Hunde“ bezeichnet. Sehen sie sich auch so?

Martin Rütter:Auf jeden Fall. Und das im Auftrag der Hunde und zur Aufklärung ihrer Menschen! Unterm Strich geht es mir einfach darum, den Leuten eines klarzumachen: Du glaubst zwar, dass das Problem beim Hund und in seinem Verhalten liegt. In Wahrheit liegt es aber am anderen Ende der Leine. Nämlich bei dir.

Thomas Rank: Sie gehen mit ihrem neuen Programm „ Freispruch“ auf Tournee. Wie kamen sie auf den Titel?

Martin Rütter:
FREISPRUCH! ist einfach die auf den Punkt gebrachte Konsequenz aus meiner Arbeit und meiner Erfahrung. Der Titel bringt es einfach auf den Punkt. Schuld ist nie der Hund. Sein Handeln resultiert aus unserem Verhalten ihm gegenüber. Er ist unschuldig, weswegen ich einfach auf FREISPRUCH! plädieren muss.


Thomas Rank: Wie lange arbeiten sie an dem Programm?

Martin Rütter:
Die Kernarbeit dauert rund ein bis zwei Jahre. Dann folgen die ersten Warm-Up-Shows, in deren Verlauf das Programm seine letztendliche Struktur erhält. Geschichten für die Programme sammele ich aber fortwährend, denn sie passieren mir ja tagtäglich in meinem Alltag mit Menschen und ihren Hunden.

Thomas Rank: Sie wollen in Ihrem Programm mit dem Mythos des Notorischen Problemvierbeiners aufräumen. Bemerken sie in Ihrer Arbeit oft das der Hund als „ Problem“ gesehen wird?

Martin Rütter:Ja, leider schon. Aber das Problem ist, wie eingangs erwähnt, nie der Hund ist, sondern immer der Mensch. Meist fehlt es ihm an Konsequenz und Disziplin, die unersetzliche Faktoren in Sachen Hundeerziehung sind. Es bedarf fester Regeln, an die sich beide halten müssen. Will der Halter nicht, dass der Hund auf die Couch geht, dann muss er ihm das konsequent vorleben. Heute nein, morgen aber ja- das verwirrt den Hund nur und ist dementsprechend kontraproduktiv. Wichtig ist immer, dass der Mensch die Entscheidungshoheit besitzt, das schafft beim Hund Vertrauen.



Thomas Rank: Der tierisch Menschliche Alltag hat seine eigenen Gesetze. Wie möchten sie das dem Publikum in Ihrer neuen Show vermitteln?

Martin Rütter:Eigentlich sind wir Hundemenschen uns ja völlig bewusst darüber, an welchem Ende der Leine das Problem liegt. Deshalb ist es mir wichtig, dass ich als „Anwalt der Hunde“ zum Leidwesen der Menschen (schmunzelt), in den allermeisten Fällen auf Freispruch zu Gunsten der Hunde, plädiere. Inhaltlich können sich die Zuschauer auf die Klärung einiger wichtiger Fragen freuen:
Warum haut mein Hund immer ab? – Stichwort Jagdverhalten, oder aber: das weite Feld der Emotionen, denn schließlich haben auch Hunde Gefühle. Grundsätzlich gibt es auch in meinem neuen Programm wieder eine schöne Mischung aus Information und Unterhaltung. Die Leute werden jede Menge Spaß haben und viel lachen, aber definitiv auch etwas lernen.

Thomas Rank: Bitte vervollständigen sie den Satz : „Schuld ist nie der Hund“,

Martin Rütter:weil....er nur ein Spiegel des Verhaltens seines Menschen ist. Wir interpretieren das Verhalten des Hundes sehr häufig falsch und stellen unsere eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund.


Thomas Rank: Sie möchten in Ihrem neuen Programm den „ Spiegel der wirklichen Wahrheit zücken“. Was sehen die Besucher wenn sie da reinschauen?

Martin Rütter:
Ihr Verhalten und was es wirklich beim Hund auslöst. Da entstehen sehr oft Aha-Momente beim Publikum.


Thomas Rank: Können sie schon etwas zum Bühnenbild schon etwas verraten?

Martin Rütter:Das ist aktuell natürlich noch ein gut gehütetes Geheimnis. Aber der Programmname „FREISPRUCH!“ und meine Bezeichnung als „Anwalt der Hunde“ verraten ja schon, in welche Richtung es gehen könnte.


Thomas Rank: Sie sind schon einige Jahre auf Live- Tournee. Hätten sie damit gerechnet, das die Shows so einen Erfolg haben?

Martin Rütter:
Dass es mal in solche Dimensionen vorstoßen würde, wie beispielsweise in Hallen mit 10.000 Zuschauern, war in dieser Form natürlich nicht absehbar bzw. planbar. Aber ich habe schon sehr früh gemerkt, dass in diesem Thema sehr viel Potenzial schlummert. Ich halte ja schon seit vielen Jahren Vorträge, angefangen haben wir mit 50 Leuten, dann waren es 300, später 1.000 und jetzt füllen wir Hallen mit bis zu 10.000 Leuten. Eine tolle Entwicklung, die nicht zuletzt auch unterstreicht, welch hohen Stellenwert das Thema Hund mittlerweile in unserer Gesellschaft besitzt.

Thomas Rank: Arbeiten sie lieber mit den Menschen, hinter der Kamera oder auf der Bühne?

Martin Rütter:
Ich mag insgesamt diese Mischung. Und ganz gleich, ob ich nun auf der Bühne stehe, im Fernsehen oder auf dem Trainingsplatz bin, ändert sich mein Thema ja nicht - und das heißt Hund. Grundsätzlich habe ich damit meinen Traumberuf gefunden, dafür bin ich sehr dankbar.
Frage: Was dürfen die Zuschauer die zu Ihnen kommen erwarten?
Grundsätzlich gibt es auch in meinem neuen Programm wieder eine schöne Mischung aus Information und Unterhaltung. Die Leute werden jede Menge Spaß haben und viel lachen, aber definitiv auch etwas lernen.
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