Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann zum schweren Bahnunglück bei Bad Aibling: Eines der schlimmsten Zugunfälle in Bayern - Ermittlungen zur Ursache auf Hochtouren - Dank an Einsatzkräfte

Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann ist bestürzt über das schwere Zugunglück von heute Morgen bei Bad Aibling. Vor Ort machte sich Herrmann ein Bild von der Unfallstelle, den Stand der Bergungsarbeiten und den Ursachenermittlungen. "Das sind schockierende Bilder, mit denen unsere Einsatzkräfte konfrontiert waren. Es handelt sich um eines der schwersten Zugunfälle in der Geschichte Bayerns. Wir werden alles unternehmen, um den Unfallhergang und die Ursache restlos aufzuklären. Die Ermittlungen von Eisenbahnbundesamt, Bundespolizei und der Kriminalpolizei laufen unter Leitung der Staatsanwaltschaft Traunstein auf Hochtouren. Unsere Gedanken sind bei den Toten, Verletzten und deren Angehörigen. Mein besonderer Dank geht an die knapp 700 Einsatzkräfte, die vor Ort Unglaubliches bei der Menschenrettung geleistet haben. In kürzester Zeit haben die Kolleginnen und Kollegen unter schwierigsten Bedingungen den Rettungseinsatz organisiert, viele davon ehrenamtlich. Sogar aus dem österreichischen Nachbarland Tirol kam Unterstützung."

Heute Morgen stießen gegen 06:48 Uhr ein Meridian-Zug von Holzkirchen nach Rosenheim und ein Meridian-Zug von Rosenheim nach Holzkirchen auf Höhe Bad Aibling zusammen. Die beiden Züge sollten sich fahrplanmäßig im Bahnhof von Kolbermoor begegnen. Aus noch ungeklärter Ursache kollidierten beide Züge an der eingleisigen Bahnstrecke zwischen dem Haltepunkt Bad Aibling Kurpark und dem Bahnhof Kolbermoor. Insgesamt befanden sich rund 150 Fahrgäste in beiden Zügen. Mindestens neun Personen wurden getötet, zehn Personen schwerst sowie rund 80 Personen als mittelschwer und leicht verletzt registriert. Im Einsatz waren rund 215 Einsatzkräfte der Bayerischen Polizei, 50 von der Bundespolizei, etwa 180 Feuerwehrleute aus der gesamten Region, rund 200 Kolleginnen und Kollegen von Rettungsorganisationen, Bergwacht und Wasserwacht sowie circa 30 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks. Dazu kommen rund 18 Hubschrauber von Rettungsdienst, Polizei und Bundeswehr.

Bürgerreporter:in:

Thomas Rank aus Günzburg

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