Zum Thema „KUNST & RECHT - OST & WEST": PODIUMS-DISKUSSION

Vorsicht "KUNST": Thema Kunstfreiheitsgarantie  (Art. 5 Absatz 3 GG).
  • Vorsicht "KUNST": Thema Kunstfreiheitsgarantie (Art. 5 Absatz 3 GG).
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Zum 60. Gründungsjubiläum der Bundesrepublik Deutschland ist im Berliner Martin-GROPIUS-Bau derzeit die staatstragende Ausstellung "Sechzig Jahre. Sechzig Werke" zu sehen. Zum heiß diskutierten Thema "Kunst & Recht - Ost & West" wird am 15.5. um 19.00 Uhr im Rahmen der Ausstellung „60 Jahre. 60 Werke" im Martin-Gropius-Bau (Kino) eine PODIUMS-DISKUSSION stattfinden. An der Podiumsdiskussion nehmen teil: Eduard BEAUCAMP (Kunstkritiker der FAZ), Bazon BROCK (Besucherschule zu 60-Tage/Werke), Ingrid MÖSSINGER, Christoph TANNERT und Peter IDEN (Sprecher & Kurator der privaten Schau, Kunstkritiker FR). Thematisch wollen die Teilnehmer die Frage diskutieren, welche unterschiedlichen Entwicklungen im westlichen- und im östlichen Teil Deutschlands, in dem die KUNSTFREIHEIT gesetzlich nicht geregelt war, stattfanden. Moderiert wird die Podiumsdiskussion von Hansjürgen ROSENBAUER.

„Die BRD hat immer noch ein Problem mit der DDR-Kunst. Für die drüben waren wir alle politisch ideologisiert", sagte der 68-Jährige Leipziger Maler Arno RINK dem „Spiegel". Es werde behauptet, die gesamte DDR-Kunst sei Propaganda-Kunst gewesen. RINK: „Das ist absolut oberflächlich und ignorant", so der emeritierte Professor der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst. Erfolgreiche DDR-Kunst "war nie übelste Propaganda, wie es sie im Dritten Reich gegeben hat. Sie war manchmal dümmlich und anpreisend, aber nie verherrlichend". Kritiker der Schau monieren, dass keine Werke aus der DDR gezeigt würden. Die Veranstalter argumentieren, dass Kunst FREIHEIT brauche und es diese in der DDR nicht gegeben habe. Dass es mit der KUNST-FREIHEIT im WESTen (Kunstfreiheitsgarantie Art. 5 Absatz 3 des Grundgesetzes) nicht zum Besten bestellt ist, wird in 2 Artikeln in ZEIT ONLINE dargestellt; mit BILD-Material in www.myheimat.de und Kommentaren ebenda.

Zur „staatstragenden Ausstellung“ sind WEB-Usern 2 Artikel zu empfehlen (in ZEIT-Online): 1) „60 Jahre BRD-STAATs-Künstler, KUNSTFREIHEITs-Garantie und Kunst-MARKT-Führer“ sowie 2) „Zur 60-Jahre/Werke-SKANDAL-Ausstellung (Gropiusbau): Kunst-MARKT & Kultur-STAAT“. MERKEL betonte: „Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei." Die Kanzlerin (subjektiv-fehlerhaft) bei der Eröffnung der Ausstellung: „Und das war die Grundlage dafür, dass die Kunst entstehen konnte, die hier gezeigt wird.“ Es geht aber in Wirklichkeit um eine durch Kunst-MARKT-STEUERUNG bewirkte und durch STAATs-Gelder subventionierte Schau. SCHÄUBLE gab 100.000 E. für „den hohen Stellenwert von Kunst und Geistesleben für eine freiheitliche Demokratie“ (so im Katalog).

Der im Amt bestätigte Präsident der Akademie der Künste, Klaus STAECK, will sich in die momentan laufende Ausstellung „60 Werke/Jahre“ kulturpolitisch einmischen. Er werde „ohne gefragt zu werden antworten", sagte STAECK am Montag (11.05) in Berlin. Die Anfragen aus der Politik an die Akademie hätten sich bislang „in Grenzen gehalten". Daher wolle er jetzt noch mehr auf Politiker zugehen. Der Heidelberger SATIRE-Künstler kündigte einen „Aufruf der Akademie“ gegen die im Martin-Gropius-Bau gezeigte Ausstellung "Sechzig Jahre. Sechzig Werke" an. Zur Podiumsdiskussion wurde STAECK nicht eingeladen; er wird wohl vom Publikum aus versuchen mitzudiskutieren; falls es die Macher der Podiums-Diskussion in Berlin am 15.05.09 erlauben werden.

Dass der Eindruck erweckt worden sei, bei der Berliner SKANDAL-Schau handle es sich um einen „nationalen Kanon", sei „eine Frechheit, dazu werden wir nicht schweigen", sagte STAECK gegenüber ddp. „Eine Privatinitiative" sei die Schau, die es geschafft habe, „den Bund da mit hineinzuziehen", kritisierte er. Dies ist den Schau-Machern („BILD“ & Co) tatsächlich gelungen.
Zu den „Ergebnissen“ der spannenden Podiumsdiskussion wird an dieser Stelle – www.MYHEIMAT.DE - in Kommentaren berichtet.

Um die „Verfassung der Kunst“ in der BRD geht es tatsächlich – so die Süddeutsche Zeitung (Gustav SEIBT) in einem Artikel, zu dem im WEB eine Bilderstrecke „Ästhetischer Kindergeburtstag“ gezeigt wird: mit 62 BILDERN, die die Skandalschau im Berliner GROPIUS-Bau zeigt. Siehe Bilderstrecke „Ästhetischer Kindergeburtstag“
http://www.sueddeutsche.de/kultur/452/467030/bilde...

Die Bilanz-Schau der BRD-Kunst „60 Jahre, 60 Werke“ zeige MACHT & Geschmack einiger „altgedienter Strippenzieher“, die „von Tuten und Blasen keine Ahnung haben, das Strippenziehen aber trotzdem nicht lassen können“, kritisierte dradio die SKANDAL-Schau. C. PROBST meinte am 28.04. ebenda, man vertrete eine „historisch-nationalistische Idee“. Die beteiligten Künstler würden „als Staatskünstler herhalten, als Flaggenträger der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte“. Die SKANDAL-Schau als „Kulisse deutscher Selbstbeweihräucherung“ mit „wilhelminischer Repräsentationswucht“ lasse tief blicken in die „geheimen Machtfantasien mancher deutscher Strippenzieher“. Und: „Das Publikum sollte solche Machwerke von Ausstellungen tunlichst meiden“, rät dradio.

Auch wenn Frau MERKEL in ihrer Eröffnungs-Rede sagte: „Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei."

Bürgerreporter:in:

W. H. aus Gladenbach

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