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Faschingserinnerungen

Christiana I. (Bildmitte) tanzt Can Can (Foto: Pfänder)
 
Faschingsprinzessin Christiana I. - attraktiv und charmant
Fasching: eine Zeit, in der Faschingsgesellschaften Frohsinn und Heiterkeit verbreiten. Tanzbein schwingen, sich verkleiden mit mehr oder weniger originellen Maskeraden, das Anhören von Büttenreden, Bewundern von aufwendigen Showeinlagen; das alles löst bei ansonsten nüchternen Zeitgenossen ausgelassene Stimmung aus. Auf gut Deutsch: Humor to go... Während dieser närrischen Zeit „regiert“ ein Faschingsprinzenpaar, mit Unterstützung seines Hofstaates. Das Prinzenpaar ist sozusagen die Visitenkarte der jeweiligen Faschingsgesellschaft und trägt viel zum Gelingen einer Saison bei. Selbst Bürger die sich allen Humorbemühungen widersetzt haben, lassen sich noch beim Anblick eines gut aussehenden Paares becircen. Wie findet man ein geeignetes Prinzenpaar? Welche Anforderungen werden gestellt? Ist alles Spaß und Freude? Diesen Fragen ging der myheimat-Mann nach. Der Kontakt zu einer ehemaligen Prinzessin war schnell hergestellt und alsbald empfing ihre ehemalige Hoheit Christiana I. (bürgerlich Pfänder) den Pressemann zu einem Interview.

Christiana war 2004/2005 Lechana-Faschingsprinzessin. Sie hatte bereits Erfahrung als Kinder-Prinzessin in der Saison 1990/1991sammeln können; allerdings nur kurz, weil der seinerzeitige Golfkrieg das Feiern nicht opportun erscheinen ließ. Welche Erinnerungen hat sie an die Zeit als Prinzessin Christiana I.? „Durchaus positive“, antwortete die 31-jährige Arzthelferin. „Ich habe viele nette Leute kennen gelernt und wir sind beim Publikum gut angekommen.“ Als die Lechana im Sommer 2004 an die damals 24-Jährige heran trat, ob sie bereit wäre, sich zur Faschingsprinzessin küren zu lassen, bat sie sich Bedenkzeit aus. Sie wollte die Sache erst mal mit Freund Sebastian besprechen. Nach reiflicher Überlegung war er einverstanden und – begleitete sie fortan als Prinz Sebastian I. durch die „tollen Tage“. Beide mussten sich einem Tanztraining unterziehen, das besonders von Sebastian einiges abverlangte. „Er hat sich gut gehalten“, lobt die Ex-Prinzessin ihren Partner. Die Lechana widmete die Saison 2004/2005 unserem Nachbarland Frankreich. Und da versteht es sich von selbst, dass bei den Auftritten ein flotter „Cancan“ angesagt war. Hochfliegende hübsche Beine, nicht zu knappe Dekolletees und französisches Flair, da konnte mann(cher) schon schwach werden und die Stimmungskurve war im Steigen. Allzu nahe Tuchfühlung war nicht ganz ungefährlich und war möglichst zu vermeiden. In 2 ½ Faschingsmonaten wurden ca. 30 Einsätze absolviert. Vorwiegend abends und selten kamen Prinz und Prinzessin vor Mitternacht nach Hause. „Ich musste damals an meiner Arbeitsstelle, einem Reha-Zentrum in Augsburg, im Schichtbetrieb arbeiten und bekam keinen Urlaub“, erinnert sich Christiana. Es war viel Disziplin bei den Vorbereitungen und Auftritten gefragt. Krank sein wegen Schnupfen gab es nicht. Und ganz wichtig: Alkohol nur in Grenzen, am besten gar nicht. Da tat sich Christiana leicht: „Um in gute Stimmung zu kommen kann ich auf ihn ganz verzichten.“

Und was ist geblieben? „Außer Erinnerungen nichts“, bekennt Christiana. Lediglich die Lechana lud alle Akteure zu einem gemeinsamen Wochenende auf einer Berghütte ein. Dann war das Thema „Faschingsprinzessin“ abgehakt und es konnte wieder ein „bürgerliches“ Leben geführt werden. Sie ist übrigens in festen Händen -Sebastian ist immer noch ihr Prinz- und die beiden Katzen Lyco und Gino passen ebenfalls auf sie auf. Wenn sie sich nicht gerade Freund und Katzen widmet, kocht sie gerne bayerische Hausmannskost. Auch eine Vorliebe für Pizza ist vorhanden. Noch etwas? „Ja“, bekundet sie etwas verschämt. „Ich schaue gerne Fußball an, besonders wenn Bayern München oder der FCA spielt.“ Sie ist Besitzerin einer Jahreskarte für die SGL-Arena. Ansonsten führt sie ein auffällig „unauffälliges“ Leben. „Es war eine schöne Zeit damals. Trotz Stress habe ich die Zeit genossen und es hat mir Spaß gemacht“, schwärmt immer noch Christiana. Zum Abschluss gab es ein lachendes und ein weinendes Auge: Lachend, dass wieder Ruhe im Tagesablauf eingekehrt war und weinend, weil Tanz, Musik, Show und Applaus vorbei war. Dem Publikum gefiel ihr natürlicher Charme und das gute Aussehen; das Paar erhielt viel Beifall. Bleibt nur noch zu wünschen, dass die Faschingsgesellschaft Lechana weiterhin (wie bisher) ein gutes Händchen bei der Auswahl seiner Prinzessinnen hat. Dann kann die 5. Jahreszeit kommen. Lechau...
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin gersthofer | Erschienen am 03.02.2012
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