Ganz groß: Abend mit dem Heimat und Volkstrachtenverein

Volles Haus beim Heimatabend
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Heimatabend: viele Zeitgenossen rümpfen bei diesem Wort die Nase. Klischees drängen sich auf – Bierzelt, Schuhplatteln, Fingerhakeln und Jodelorgien. Das ein Heimatabend auch anders aussehen kann, bewies der Heimat- und Volkstrachten-Verein Gersthofen. In einer vollen Stadthalle präsentierte er ein buntes Programm, das dem 90-jährigen Jubiläum mehr als gerecht wurde.

Reinhold Dempf moderierte den Abend. Er ließ das Publikum sich erst mal warm klatschen. Dempf sowie 1. Vorstand Armin Hoppmann konnten unter den Gästen zahlreiche „bekannte Gesichter“ begrüßen, darunter auch Rudi Tausend von den Glammhogger aus Gablingen. Dempf gab einen kleinen Rückblick auf die Vereinsgeschichte, die am 15. August 1920 mit der Gründung des „Gebirgstrachten-Erhaltungsverein D'Lechtaler Gersthofen" begann. Danach eroberten die schneidigen „Buam“ und die feschen „Madeln“ aus Gersthofen die Bühne. Schuhplattler Polka und Tänze wechselten in bunter Folge ab. Dazwischen ließen es die „Goaßlschnalzer“ richtig knallen – keine männliche Domäne mehr wie die zwei Peitschenschwingerinnen auf der Bühne bewiesen. Für den richtigen Klang sorgte die Schwäbische Trachtenkapelle Hirblingen – so war alles in bester musikalischer Hand. Das Alphornbläser-Trio aus Markt Rettenbach zeigte virtuos, was man alles den Hörnern „entlocken“ kann. Der kleine Sketch „Urlaub in Italien“ sorgte für zahlreiche Lacher – die Mitwirkenden zeigten ihr komödiantisches Talent (Gerhard Mögele sein Sprachtalent...)

Vor der Pause präsentierte Dempf noch eine kleine Überraschung. Er begrüßte das Ehepaar Eckerer aus Columbia/South Carolina/USA. Brenda und Lorenz weilten zu einem Familientreffen in Bayern und ließen sich den Heimatabend nicht entgehen. Und den amerikanischen Gästen hat das Schwingen von Peitschen und Fahnen - nicht zu vergessen die Bänke beim „Bankerltanz“- gut gefallen. „Bavarian Swing“ pur... Der Heimatabend des Heimat- und Volkstrachten-Verein Gersthofen wird nicht nur ihnen in guter Erinnerung bleiben.

Eine Anmerkung sei dem myheimat-Mann noch erlaubt. Es sollten vielleicht künftig mehr Hintergrundinformationen vor der Darbietung über das Musikstück, das Lied oder den Tanz gegeben werden. Wer hat es komponiert, aus welcher Heimatecke stammt es oder was soll ausgedrückt werden. Der Besucher würde dann das Stück noch interessanter finden. Einfach mal versuchen....

Bürgerreporter:in:

Gerhard Fritsch aus Gersthofen

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