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42 Tore in einem Spiel , in einem Fussballspiel !

Freie Auswahl, kann man da nur sagen oder ?
Tatort war der Sportplatz des TSV Hohenfeld,
im Landkreis Kitzingen in meiner unmittelbaren
Nachbarschaft in Unterfranken.

Ein echtes Sport-Chaos da hagelte es eine
3 zu 39 Niederlage für die U 19 Mannschaft.

Ein Keeper als Torjäger, Jubel bei Gegentoren und eine gemeinschaftliche Siegerraupe: Die U19 des TSV Hohenfeld dachte, einen Gag gelandet zu haben. Dabei gab sie einfach nur ein ganz schlechtes Bild ab.

Hat die U19 des TSV Hohenfeld die rote Karte für ihr Verhalten verdient?
Unglaubliche Szenen auf dem Sportplatz des TSV Hohenfeld: Der gegnerische Torwart läuft ungehindert auf das Tor der Heimmannschaft und erzielt insgesamt drei Treffer. Ein Heimspieler bittet die Gegner, ihm eine Flanke für ein Eigentor zu servieren und wird mustergültig bedient. Nach einem rekordverdächtigen 3:39 feiern alle Fußballer gemeinsam.

Der Bayerische Fußballverband will den Bericht des Schiedsrichters abwarten. Dann entscheidet er, ob rechtliche Schritte wegen einer Unsportlichkeit unternommen werden.

Das Resultat des U-19-Juniorenspiels der (SG) TSV Hohenfeld gegen den (SG) FC Hopferstadt in der Gruppe WÜ/KT war kaum veröffentlicht, da schlugen schon die Wellen hoch. Kein Wunder, 42 Tore in einem Spiel sind eine Rarität.

Um die Ereignisse auf dem Feld nachvollziehen zu können, muss man ein wenig zurückblicken:

Der TSV Hohenfeld stellt als federführender Verein eine so genannte unechte Spielgemeinschaft mit dem TSV Repperndorf, dem TSV Albertshofen, dem FC Großlangheim und Rot-Weiß Kitzingen. Schon das erste Spiel dieser unechten Spielgemeinschaft im September konnte wegen Spielermangels nicht angetreten werden. Es sollte nicht die letzte Partie sein, die ausfiel.

BFV-Kreisspielleiter Martin Hinterseer hatte bereits im November einen Antrag auf Abmeldung des U-19-Teams des TSV Hohenfeld vorliegen. Nach eingehender Recherche stellte er fest, dass bestimmte Spieler nur an Samstagen nicht spielen konnten oder wollten. Bei den Herrenspielen tags darauf im Stammverein, waren diese Spieler allerdings einsatzfähig. Als Kreisspielleiter drohte er an, bei einer Abmeldung der U19 das Sonderspielrecht der Spieler des älteren Jahrganges und der 18-Jährigen für die Herren zu entziehen.

Mit diesem Wissen im Hinterkopf haben sich die Verantwortlichen der betroffenen Vereine in der Spielgemeinschaft des TSV Hohenfeld zusammengesetzt und entschieden, von einer Abmeldung abzusehen. Doch am Samstag stand stand beim TSV einmal mehr Spielermangel auf der Tagesordnung. "Absagen wollten wir nicht, sondern halt nur mit sieben Mann antreten", erklärt Juniorenleiter Andrew Weichselfelder. Ein durchaus Regel konformes Verhalten. Und so nahm das Schicksal seinen Lauf.

Der Gegner aus Hopferstadt reagierte auf das Dilemma des TSV Hohenfeld und verzichtete auf den Einsatz eines elften Spielers. Somit standen sich zunächst sieben Hohenfelder zehn Hopferstädtern gegenüber. Eine Situation, die der leitende Schiedsrichter Stefan Volkmann aus Gnodstadt auch noch nie erlebt hatte: "Was sollte ich tun? Es war alles im Rahmen des Regelwerkes."

Was sich dann abspielte, hatte mit Fairplay allerdings nichts mehr zu tun:

39 Tore erzielte Hopferstadt, drei davon deren Keeper, der ungehindert über den Platz laufen konnte. Dem Wunsch eines Hohenfelder Spielers, ein Eigentor zu köpfen kamen die Gäste mit einer mustergültigen Flanke nach. Allerdings verfehlte der Spieler aus Unvermögen sein leeres Tor. Und zum Schluss gab es noch eine gemeinschaftliche Siegerraupe - mit den Spielern beider Mannschaften.

Jugendleiter Weichselfelder bestätigt die Ereignisse, weist aber auch auf die Moral der sieben Jungs hin, die auf Grund des Tabellenstandes bei Null angesiedelt war.

"Sie nahmen die ganze Angelegenheit etwas locker und wollten den Verein nicht erneut mit einem schuldhaften Nichtantreten belasten", erklärt er. "Das muss man ihnen sehr hoch anrechnen."
Bleibt die Frage, was man hätte tun können, um dieses Fiasko zu vermeiden? Nach den Regeln hätte der Spielführer der dezimierten Mannschaft um Abbruch des Spieles bitten können, sofern ein weiterer Spieler aus der Mannschaft genommen worden wäre, aus welchem Grund auch immer.

Ob das Verhalten der Hohenfelder Spieler richtig war, darüber wurde im sozialen Netzwerk "Facebook" trefflich diskutiert. Die Betroffenen jedenfalls fanden es richtig lustig.

Bezirksligaschiedsrichter Stefan Volkmann nicht. Er konnte aber nicht eingreifen. Was Schiedsrichterobmann Helmut Wittiger bestätigte. "Was soll ein Schiedsrichter denn tun, wenn ein Torwart mit dem Ball am Fuß quer durchs Spielfeld rennt, nicht angegriffen wird und vom gegnerischen Keeper eingeladen wird, einzunetzen? Eine Verwarnung wegen Unsportlichkeit? Eine Möglichkeit, die erst einmal überprüft werden muss. Die Hohenfelder Jungs haben mit ihrem Verhalten einen Präzedenzfall geschaffen.

Tatsache ist, dass sich der TSV Hohenfeld um weitere Spiele seiner U 19 nicht mehr bemühen braucht. Kreisjuniorenleiter Martin Hinterseer hat beim BFV-Bezirksvorsitzenden Rolf Eppelein einen entsprechenden Antrag vorgelegt.

Begründung: Das Team ist drei Mal nicht zu einem Spiel angetreten und soll deshalb aus dem Spielbetrieb genommen werden. Die Spieler des älteren Jahrganges und die 18-Jährigen sollen außerdem kein Sonderspielrecht für den Rest der Herrenrunde bekommen. "Das liegt allerdings nicht in meiner Entscheidungsbefugnis", so Kreisjuniorenleiter Hinterseer.
Pech für den TSV Hohenfeld: Der Antrag lag bereits einen Tag vor dem ominösen Spiel gegen die TSV Hopferstadt vor.
Den peinlichen Auftritt hätten sich Verein und Spieler jedoch wirklich
sparen können oder ?

Quelle:

http://www.infranken.de/nachrichten/lokales/kitzin...;art218,272992
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1 Kommentar
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Marius Kardaczynski aus Königsbrunn | 29.04.2012 | 23:19  
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