Übersterblichkeit im Zusammenhang mit COVID-19?
Verwaltung erklärt, ist nicht belastbar beweisbar

„Die Corona-Pandemie hat, laut Informationen des Statistischen Bundesamtes, zu einer Übersterblichkeit in Deutschland geführt. Dies wird von Teilen der Fachwelt bestritten. Deshalb fragten wir in der letzten Stadtratssitzung die Verwaltung nach den Zahlen für Düsseldorf und wie die Verwaltung im Hinblick auf COVID 19, „Übersterblichkeit“ und mögliche Zusammenhänge mit COVID Schutzimpfungen bzw. Impffolgen die Zahlen beurteilt,“ erklärt Torsten Lemmer, Ratsherr und Geschäftsführer der Ratsgruppe Tierschutz / FREIE WÄHLER.

Der Beigeordnete Christian Zaum teilte mit, dass die Zahlen für Dezember 2022 „erst Mitte Februar vorliegen.
Die vorliegenden Zahlen der Sterbefälle zeigen in den Jahren 2020 und 2021 ein erhöhtes Sterbefallaufkommen gegenüber dem Mittelwert der Jahre 2016 bis 2019.
Anhand dieser Zahlen kann jedoch keine belastbare Aussage zu einer in Zusammenhang mit COVID-19 stehenden Übersterblichkeit beziehungsweise möglichen Zusammenhängen mit COVID-19-Schutzimpfungen getroffen werden.
In Düsseldorf sind seit Beginn der Pandemie 1.019 Personen mit einem bekannten Corona-Befund verstorben. Bei 842 von diesen wurde Covid-19 als Todesursache angegeben. Aufgrund der bekannt hohen Dunkelziffer bei den Corona-Fällen kann auch bei den Sterbefällen von einer deutlichen Untererfassung ausgegangen werden.
Die Covid-19-Schutzimpfung senkt das Risiko eines schweren Verlaufs der Erkrankung deutlich. Dies ist ausführlich in einschlägigen Fachartikeln beschrieben. In Düsseldorf lag die Covid-19-Mortalitätsrate im Jahr 2020 – d. h. vor Einführung der Impfung – bei 1,3%, im Jahr 2021 bei 0,9% und im Jahr 2022 bei 0,1%. Dem Gesundheitsamt wurden zwei Todesfälle gemeldet, bei denen der Verdacht geäußert wurde, mit der Covid-19-Impfung im Zusammenhang zu stehen. Diese wurden entsprechend weitergeleitet und werden durch die übergeordneten Behörden untersucht.“

„In der schriftlichen Antwort ist eine Tabelle des Amtes für Statistik und Wahlen beigefügt. 2016 starben 6.117 Personen mit Erstwohnsitz in Düsseldorf. 2017 waren es 6.361; 2018 dann 6.365. 2019 6.296, 2020 6.441 und 2021 6.622. In den ersten elf Monaten des Jahres 2022 waren es 6.086.
Im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019 starben 6.285 Düsseldorfer.

In 2020 und 2021 starben mehr Düsseldorfer Nachbarn, als im Durchschnitt der Jahre davor. Der Beigeordnete erklärte: Anhand dieser Zahlen kann jedoch keine belastbare Aussage zu einer in Zusammenhang mit COVID-19 stehenden Übersterblichkeit beziehungsweise möglichen Zusammenhängen mit COVID-19-Schutzimpfungen getroffen werden.

Zu den zwei Todesfällen, die eventuell mit einer Covid-19-Impfung im Zusammenhang stehen könnten, haben wir nachgefragt, welche Ergebnisse die Untersuchungen der übergeordneten Behörden ergeben haben.

Zusammengefasst ist festzuhalten: Ob es eine Übersterblichkeit im Zusammenhang mit COVID-19 gab, ist nicht belastbar beweisbar. Es ist zu hoffen, dass weitere Diskussionen zu diesem Thema sachlich, anhand belastbarer und beweisbarer Zahlen, Daten, Fakten geführt wird.“

Foto: pixabay

Bürgerreporter:in:

Alexander Führer aus Düsseldorf

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