KVWL unterstützt Anlaufstelle
KVWL unterstützt Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche – Mehr Geld für Pilotprojekt

Freute sich über die Spende: Sozialarbeiterin Jenny Möllers. Dr. Dirk Spelmeyer (l.), Dr. Volker Schrage (r.) und Thomas Müller überreichten den Scheck.
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  • Freute sich über die Spende: Sozialarbeiterin Jenny Möllers. Dr. Dirk Spelmeyer (l.), Dr. Volker Schrage (r.) und Thomas Müller überreichten den Scheck.
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Dortmund, Zuhören. Hinschauen statt weggucken. Ein warmes Mittagessen. Es sind die vermeintlich kleinen Dinge, die hier einen unfassbaren Stellenwert haben. Seit 2019 bietet das Backyard in Dortmund obdachlosen Kindern und Jugendlichen im Alter von 14 bis 21 Jahren eine Tagesanlaufstelle. Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) unterstützt die karitative Einrichtung jetzt mit 3.000 Euro. Zudem erhöht die KVWL ihre finanzielle Unterstützung für Wohnungslose in Dortmund und Münster.

Dr. Dirk Spelmeyer, Vorstandsvorsitzender der KVWL: „Für uns ist diese Geschichte eine absolute Herzensangelegenheit. Krieg in Europa, XXL-Inflation, Energiekrise – bei all den großen Themen, die unsere Gesellschaft derzeit bewegen, dürfen wir die Schwächsten der Schwachen nicht aus den Augen verlieren.“

Das Backyard, das komplett durch Spenden finanziert wird, ist derzeit an drei Tagen in der Woche geöffnet. Sozialarbeiter und studentische Hilfskräfte kümmern sich um bis zu 15 Jugendliche. „Besonders jetzt im Winter sind wir eine beliebte Anlaufstelle. In erster Linie bieten wir einen Schutzraum fernab der Straßenszene. Die Jugendlichen, die zu uns kommen, haben oft schon eine bewegte Lebensgeschichte hinter sich. Ihnen möchten wir vor allem Halt und Sicherheit geben“, erklärt Sozialarbeiterin Jenny Möllers.

Dr. Volker Schrage, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KVWL: „Vor der Arbeit, die bei Backyard geleistet wird, können wir nur den Hut ziehen. Wir sind sicher, dass jeder Euro hier die Richtigen erreicht.“ Häufig fehlen den Kindern und Jugendlichen schon die einfachsten Dinge. „Das geht bei Kleidung los und hört beim Ticket für Bahn und Bus nicht auf. Auch die Freizeitgestaltung findet nicht statt, weil schlicht kein Geld dafür übrig ist. Daher nutzen wir Spenden unter anderem dazu, Ausflüge mit den Kids zu machen. Freizeitparks und Kinobesuche gehören für viele Menschen zum Alltag, für unsere Kinder ist es häufig der erste Besuch in ihrem Leben“, sagt Möllers.

KVWL-Vorstand Thomas Müller: „Wenn wir mit unserer Spende etwas Licht in den tristen Alltag der Kinder und Jugendlichen bringen können, dann freut uns das sehr. Denn eines sollten wir niemals vergessen: Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft.

Neben der Spende hat der KVWL-Vorstand beschlossen, die finanzielle Unterstützung für die Wohnungslosenversorgung zu erhöhen. Das Pilotprojekt läuft seit mehr als 20 Jahren. In Westfalen-Lippe beteiligen sich derzeit vier Kommunen (Dortmund, Münster, Bielefeld und Hagen) an dem Programm, das die niedrigschwellige Versorgung Obdachloser durch die mobilen medizinischen Dienste ermöglicht. Die Finanzierung teilen sich die beteiligten Kommunen, die Krankenkassen und die KVWL.

Aufgrund der gestiegenen Nachfrage wird in Dortmund und Münster der Verteilungsschlüssel jetzt angepasst, die KVWL erhöht ihre jährliche Förderung um rund 36.000 Euro. Insgesamt unterstützt die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe das Projekt künftig mit knapp 230.000 Euro pro Jahr.
KVWL unterstützt Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche – Mehr Geld für Pilotprojekt

Bürgerreporter:in:

Heinz Kolb aus Gelsenkirchen

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