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"Die Mangoldschule forscht!"

  Projektwoche an einer Donauwörther Grundschule
Wie kleine Forscher sich für die Geheimnisse der Natur begeistern

Haben Magneten Zauberkräfte? In welchen Lebensmitteln stecken Fette und Öle? Wie funktioniert eine Windmühle? Warum perlen Wassertropfen auf einem Pflanzenblatt? Warum können schwere Passagierflugzeuge fliegen?

Erinnern Sie sich, wann Sie zuletzt mit Staunen einem Naturphänomen gegenüber getreten sind? Wie es ist, unbefangen und neugierig die Welt anzusehen? Alle Wissenschaft und Forschung beginnt in diesem Staunen-können, in der naiven Anschauung, die uns fragen lässt: Was ist das? Warum steigt ein brennendes Papierstückchen in der Luft nach oben?

In der diesjährigen Projektwoche der Mangoldschule Donauwörth standen alle Workshops unter dem Motto: "Wir forschen!"
Selten ist Schule so spannend, so lebendig - Kinder forschen! Das ganze Schulhaus ist anders, man spürt es beim Eintreten, sieht das liebevoll thematisch dekorierte Ambiente, wie zahlreiche Facetten des Mottos en détail anschaulich beschrieben werden.

Faszinierend: Luft trägt! Kinder basteln Papierflieger und dürfen sie gleich ausprobieren. In den Werkräumen stellen sie kleine Windmühlen her. Außerdem wird der Werkstoff Holz untersucht und Werkzeuge, die benötigt werden.

Luft, Wasser, Licht: Warum lässt sich unser Auge manchmal täuschen? Es gibt eine Sinneswerkstatt, in der jedes Kind an verschiedenen Versuchsanordnungen Augen, Tast- und Hörsinn, Geruch und Geschmack bewusst erlebt.

Alle Lehrerinnen haben alle Hände voll zu tun, und den Kindern sieht man an, dass sie mit Lust und Engagement mitwirken, Stationen absolvieren, Aufgaben lösen und Rätsel ergründen.
"Alle Experimente und Versuchsanordnungen mussten vorbereitet werden," erläutert eine Lehrerin. Die Arbeit hat sich gelohnt, denn zu jedem Thema werden Rätsel, Phänomene und oft verblüffende Eigenschaften präsentiert, zu denen je Aufgaben zu erfüllen sind.

"Wir hatten bereits prominenten Besuch," erzählt Sybille Lutzkat, Rektorin der Mangold-Grundschule im Spindeltal. "Vorhin war Monsignore Kästle da. Am Nachmittag kommen Eltern, es gibt Kaffee und Kuchen, und die Kinder singen ihr "Forscher-Lied", eigens für die Projektwoche komponiert.

"Entdecker, Forscher und Gelehrte,
Ritter Mangold fänd' es cool,
dort wo einst die Burg zu Werde,
forscht heute eine ganze Schul'!"

Es ist wahr: Kinder können - so berichten Eltern zuweilen - ganz schön strapaziös sein, wenn sie fragen, fragen - fragen! Wer weiß denn schon alles?Aber ohne dieses Fragen gäbe es - so der weise Platon - keine Wissenschaft und keine Philosophie, ohne dieses Staunen-können bliebe unsere Gesellschaft arm an Forschern, an Wissenschaftlern, an Technikern und Ingenieuren. Ist das zu weit hergeholt? Nein, jeder Hobbygärtner weiß, dass er nur ernten kann, was er beizeiten gesät hat, und jeder Pädagoge kann sich als "Kinder-Gärtner" verstehen, der heute und morgen sät - die Ernte empfängt der Erwachsene, unsere Gesellschaft, und die Früchte sind nicht nur Forschung und Wissenschaft, sondern engagierte, verantwortungsbewusste Menschen, die offen, fragend und erkennend sich erleben.

Foto: In jedem Klassenzimmer fanden die Kinder ein anderes Thema vor, zu dem verschiedene Experimente und Versuche sowie Aufgaben zu machen waren - eine faszinierende Odysee durch die Natur.

Foto: Ein Forscher setzt bewusst zuerst eines ein: seine Sinne! Kinder staunten in der "Sinneswerkstatt".

Foto: Kinder proben ihr Forscher-Lied.
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1 Kommentar
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Wolfgang Leitner aus Donauwörth | 01.07.2009 | 08:42  
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