6. Berufswegekompass in Harburg

Das BWK-Supergirl schaut sich um
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6. Berufswegekompass in Harburg:
Ausbildungsmesse als Mega-Event für Jugendliche und Eltern

Zum sechsten Mal fand vergangenen Samstag in Harburgs Stadthalle der Berufswegekompass (BWK) statt. Für Jugendliche und deren Eltern bietet sich so eine einmalige Gelegenheit, sich zu informieren, mit kompetenten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der einzelnen austellenden Betriebe und Einrichtungen aus dem Landkreis Donau-Ries zu sprechen, um so sich auf dem Weg ins Berufsleben orientieren zu können.

Rund 131 Ausbildungsberufe wurden vorgestellt, über 60 Firmen und Einrichtungen waren präsent auf der Ausbildungsmesse, deren Attraktivität seit ihrem Entstehen von Jahr zu Jahr zu wachsen scheint. Inzwischen ist der Berufswegekompass in Harburg für viele ein selbstverständlicher Anlaufpunkt, eine Station und ein Kometenzzentrum geworden, der alljährlich zahlreichen Jugendlichen auf dem Weg zu einer Ausbildung weiterhilft.

Um so wichtiger zeigt sich der Berufswegekompass, da er konkret jene Firmen und Betriebe aus dem Landkreis vor Ort an einem Tag zusammenführt, die ausbilden, potentielle Ausbildungsplätze also präsentiert - durch kompetente Fachkräfte und Ansprechpartner, Personalchefs, Ausbildungsleiter u. a.

Erste Kontakte können geknüpft werden, das vorher vage Bild des angestrebten Berufs konkretisiert sich, gewinnt klarere Konturen, Erfordernisse und Möglichkeiten, Optionen und Chancen werden eröffnet, und die wichtigen ersten Schritte fallen nach einer Orientierung eventuell auch durch Seminarveranstaltungen, Vorträge und Kurse, die vielfältig auf dem BWK angeboten wurden, leichter.

Von der Agentur für Arbeit, der Bundeswehr und Bundespolizei, über IHK, der Kreishandwerkerschaft, zahlreichen Banken und Versicherungen über Handwerksbetriebe, Firmen wie Grenzebach oder Eurocopter, mittelständischen bis hin zu kleineren Betrieben des Landkreises reichte das vielfältige Spektrum der Aussteller, die sich sehr positiv über die zahlreichen engagierten und motivierten Berufsanfänger in spe freuten.

Wie sieht nun ein solches Beratungsgespräch aus? Welche Fragen haben die Jugendlichen? Welche Erwartungen hegen die Personalchefs der Ausbildungsbetriebe? Wolfgang Leitner hat für die WZ mit Peter Bamcrzyk, Carmen Havlin (Personalchefin) und Armin Wörle (Mitgesellschafter) von Eisen-Fischer (Nördlingen) und Kristin Rieger, die sich über Ausbildungsoptionen bei Eisen-Fischer informierte, gesprochen:

WZ: Welche Eigenschaften sollte ein Azubi bzw. ein Bewerber um eine Ausbildungsstelle mitbringen?

Carmen Havlin: Wichtig ist, dass jemand engagiert, motiviert und offen für Neues seine Ausbildung angeht. Er oder sie sollte kommunikativ kompetent auftreten, freundlich, fähig mit Menschen umzugehen. Natürlich kommt es auch auf die Noten an, z. B. in Mathe, Buchhaltung, denn schließlich bilden wir Kaufleute im Groß- und Außenhandel aus. Oft ist uns ein Jugendlicher mit Qualifiziertem Hauptschulabschluss lieber, der fleißig, zuverlässig und zielstrebig seine Ausbildung absolviert, als ein Abiturient, der häufig unsere Firma nur als “Sprungbrett” zu einer höheren und weiterführenden Qualifikation ansieht.

Armin Wörle: Ja, wir möchten unsere Azubis nach erfolgreichem Abschluss ihrer Ausbildung natürlich als qualifizierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei uns behalten! Wir brauchen qualifizierten Nachwuchs!

WZ: D. h. die Azubis bei Ihnen können darauf zählen, nachher bei Ihnen fest angestellt zu werden? Wieviel Azubis haben Sie zur Zeit? Und wieviel verdient denn ein Azubi rund im ersten Ausbildungsjahr?

Peter Bamcrzyk: Im ersten Jahr 638 Euro. Zur Zeit haben wir 19 Azubis bei uns.

WZ: Und da ist Kristin Rieger, die sich gerade bei Ihnen, Herr Wörle, erkundigt hat. Ist sie nicht eine optimale Bewerberin?

Armin Wörle: Nun, sie wirkt kommunikativ, freundlich - engagiert! Das sind gute Eigenschaften. Außerdem hat sie - nach ihren Angaben - gute Noten ... und last but not least: sie absolvierte einen Kurs in Business-Englisch ...

WZ: ... was Kristin als engagierte Azubi in die engere Wahl rückt? Wie sieht der nächste Schritt aus?

Armin Wörle: Im Oktober führen wir eine Bewerbungsinterview durch, da kommen jene Azubis, bei denen wir uns eine Ausbildung hier bei uns vorstellen können.

WZ: Dann bleibt mir nur, zu wünschen, dass alles mit der Bewerbung glatt läuft! Alles Gute für die Zukunft, Kristin!

Bürgerreporter:in:

Wolfgang Leitner aus Donauwörth

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