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CSU Europaabgeordneter Martin Kastler fordert europaweiten Sonntagsschutz

Martin Kastler, MdEP im Gespräch mit Dekanatsrat und ALG III in der Heimatstube der Sudetendeutschen Landsmannschaft Ortsgruppe Gundelfingn
 
Martin Kastler, MdEP nach dem Gespräch von links Paul Zeisberger (Landsmannschaft), Hans Guttner (ALG III), Walter Kaminski (CSU Peterswörth), Felix Vogt-Gruber (Vorsitzender Ortsgruppe Gundelfingen der Sudetendeutschen Landsmannschaft), MdEP Martin Kastler, Diakon Georg Steinmetz (ALG III), Günther Gaschler (Dekanatsratsvorsitzender), Ingeborg Hefele (Landsmannschaft) und Walter Prinz (ALG III)
Martin Kastler zu Gast beim CSU Ortsverband Peterswörth

Vor dem Gundelfinger Rathaus konnte der Peterswörther CSU Vorsitzende Walter Kaminski den Europaabgeordneten Martin Kastler, der beim „europapolitischen Abend“ des Ortsverbandes im Bürgersaal sprach, begrüßen. Zunächst jedoch besuchte der Parlamentarier auf Einladung von Walter Kaminski die Heimatstube der Sudetendeutschen Landsmannschaft und führte mit Vertretern der ALG III und des Dekanatsrates Dillingen ein sozial- und kirchenpolitisches Gespräch. Positiv überrascht war Martin Kastler, als ihm der Vorsitzende der Landsmannschaft in Gundelfingen Felix Vogt-Gruber gemeinsam mit Ingeborg Hefele und Paul Zeisberger die Heimatstube mit zahlreichen Exponaten zeigte. Er war nicht nur vom Umfang und Vielfalt der Ausstellung, sondern auch von der Größe sehr angetan, „das ist ja weniger eine Heimatstube, schon eher ein kleines Geschichtsmuseum“. Kastler, der selber der Sudetendeutschen Landsmannschaft angehört, lies sich auch über die Arbeit der Ortsgruppe, eine der größten in Deutschland, informieren und war von den Aktivitäten sehr beeindruckt.
Dekanatsratsvorsitzender Günther Gaschler und Georg Steinmetz für die ALG III, eine ökumenische Gruppe mit Arbeitsschwerpunkt „Arbeitswelt“, stellten dem Abgeordneten, sozialpolitischer Sprecher der CSU Gruppe im Europaparlament, das Modellprojekt GPS (Gerecht, Politisch, Sozial) in dem Dekanatsrat und ALG III zusammenarbeiten beim Gedankenaustausch in der Heimatstube vor. Mit GPS wolle man, so Dekanatsratsvorsitzender Günther Gaschler die soziale Situation bewusst machen, Themen ansprechen – weil die Probleme real vorhanden sind. Konkret wurden beim intensiven Gedankenaustausch u.a. die Themen Leiharbeit, Zeitarbeit, Mini Jobs, prekäre Arbeitsverhältnisse und deren Auswirkungen auf Familie und auf die künftigen Renten diskutiert. Martin Kastler bekannte sich zu gleichem Lohn für gleiche Arbeit, wies jedoch auch auf die unterschiedlichen Systeme bei den Sozialleistungen in Europa hin. Für Kastler gilt es, eine Antwort auf die Frage nach dem sozialen Europa zu finden. Begrüßt wurde von allen Gesprächspartnern die Forderung Kastler zum europaweiten Schutz des Sonntags.
Die überhaupt erste Europäische Bürgerinitiative stellte Kastler auch beim „Europapolitischen Abend“ der CSU Peterswörth im Bürgersaal vor. Er nannte 7 guten Gründe die für die Kampagne „Freier Sonntag“ sprechen, er nannte den Sonntag Europäisches Kulturgut, der Sonntag stärke die bürgerliche Freiheit und trägt die aktive Bürgergesellschaft, Sonntag ist Familientag, er schaffe ein Gleichgewicht von Arbeit und Leben, sei aber gleichzeitig wirtschaftlich und helfe dem Mittelstand. In seinem Referat ging Kastler weiter auf die Bewältigung der finanz- und wirtschaftspolitischen Herausforderungen in Europa ein – „wir haben keine Währungskrise“, betonte Kastler. Wesentlich für den Abgeordneten ist den Blick auf die Zukunft zu richten. Wir müssen uns damit beschäftigen, wo wird Europa in 10 Jahren stehen. Er mahnte eine nachhaltige Politik an, nicht nur im ökologischen Sinn, sondern die nachfolgende Generationen im Auge behaltend. In seinem Vortrag sprach Kastler auch außenpolitische Fragen an und machte an Beispielen deutlich, dass Europa nur gemeinsam als Einheit in Frieden und Freiheit die Herausforderungen der globalen Welt mit boomenden Regionen in aller Welt bestehen kann. Ausführlich widmete er sich seinem Aufgabengebiet der Sozialpolitik. Er fragte, „haben wir ein soziales Europa, wie sozial ist Europa, wie gerecht wird es gefühlt? Fragen, gerade angesichts unterschiedlicher, auch kulturell geprägter Lebensverhältnisse und verschiedener Sozialsysteme, von zentraler Bedeutung. Er appellierte an die Solidaritätsverpflichtung Europas und wies als Beispiel auf Griechenland hin. „Die Kleinen können nicht alles stemmen“. Kastler sagte ja zu einer Beteiligung der Banken an der Krisenbewältigung. Er forderte eine intensive Debatte über die Sozialpolitik in Europa und bezeichnete einheitliche soziale Mindeststandard als notwendige Voraussetzung, damit auch die junge Generation am Ende des Berufslebens eine Perspektive habe.
Nach einer regen Diskussion dankte Ortsvorsitzender Walter Kaminski mit einer Musik CD und einem Gemüsestrauß Martin Kastler, MdEP für seinen Besuch und die große Gesprächsbereitschaft in Gundelfingen und Peterswörth.
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