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Da waren es noch 3!

Anton
 
Jenna
In der Tat Weihnachten steht vor der Tür und das Jahr neigt sich unweigerlich dem Ende zu.
Sie kennen meine Gewohnheiten, ich halte Sie einmal pro Woche mit einem Eintrag auf dem Laufenden und somit sind es gerade einmal noch 3 Berichte, die Sie dieses Jahr noch von mir zu Lesen bekommen.
Unglaublich aber wahr: das Jahr 2008 ist fast Geschichte.

Natürlich ist viel passiert und ich werde Ihnen selbstverständlich einen Jahresrückblick bieten, aber dafür ist es doch noch zu früh.
Es kann soviel geschehen in ein paar wenigen Momenten, da werde ich mir die verbleibende Zeit nicht stehlen.

Was kann ich Ihnen über letzte Woche erzählen?
Eigentlich war ich der festen Überzeugung, dass ich Ihnen über einen Auszug aus dem Hundhaus würde erzählen können. Aber leider hat es sich zerschlagen!
Es ist schade, wenn wir in Geld aufgewogen werden und die Rechnung zu unseren Ungunsten ausfällt.
Nun ja, zuerst war ich sehr enttäuscht, aber das Schicksal meint es im Regelfall gut mit uns und ich denke, dass ich nächste Woche dem besagten Bewohner zu einem neuen Familie gratulieren kann.
Es waren viele richtig nette Menschen am Wochenende da und so kann der ein oder andere Bewohner durchaus die Hoffnung hegen, Weihnachten bereits im schönen heimischen Körbchen zu erleben.
Dafür ist Leika bei uns eingezogen.
Wie es im Leben immer mal wieder passiert, ist Leika ein Scheidungshund und musste bei uns im Tierheim einziehen.
Sie ist eine wirklich besonders hübsche Hündin, eine Mischung aus Husky und amerikanischen Akita Inu. Da können Sie sich vorstellen, dass ich mich besonders freue, sie kennen zu lernen. Das markanteste Zeichen des Huskys an ihr sind ihre zweifarbigen Augen: eines braun und eines blau! Das ist besonders verlockend.
Leika ist noch nicht richtig bei uns angekommen, was man durchaus verstehen kann und braucht noch etwas Zeit und Ruhe. Aber ich bin mir sicher, dass unsere Menschen einen sehr guten Platz für sie finden werden.
Eine außergewöhnliche junge Hundedame.

Dafür gab es im Katzenhaus ein paar Auszüge.
Lino und Apollo sind zusammen in ein neues Leben gestartet und auch Deleila wird wohl bald in den Armen ihrer neuen Familie kuscheln können.
Damit bleiben noch die Katzenkinder Campino, Mexx und Matou bei uns als Bewohner, aber nicht zu vergessen auch die Babys auf unseren guten Pflegestellen suchen ein neues Zuhause.
Ja, wir haben auch das mit unseren miauenden Freunden gemein.
Wir teilen manchmal die Zwinger, wir werden von den gleichen Menschen gepflegt, die unser aller Menschen sind und wir haben Pflegestellen.

Im Katzenzimmer selbst ist mittlerweile Toni
eingezogen. Er ist ein wirklich schöner Kater und sehr verschmust.
Auch Joshi, Kim, Tosca und Bill gewöhnen sich an die Anwesenheit von Menschen.
Ich hatte Ihnen ja bereits erzählt, dass sie einem speziellen Training unterliegen und unsere Menschen über sehr viel Ausdauer verfügen. Früher oder später versteht auch eine freiheitsliebende Katze oder ein schüchterner Kater, dass Mensch nicht gleich Mensch ist und, dass unsere hier immer gut auf uns aufpassen.
Jack, Cindy, und Soi genießen die allabendlichen Streicheleinheiten auch immer sehr und allen voran Yeesha als Kuschelkönigin im Katzenzimmer.
Leider gibt es aber auch im Katzenhaus neue Einzüge.

Max und Mohrle wurden von ihrer bisherigen Familie im Tierheim abgegeben. Die Lebensumstände und die Familienplanung lässt keinen Platz mehr für die Beiden. Max ist 7 Jahre alt und ein getigerter imposanter Kater. Er stammt aus dem Tierheim und wurde vor 6 Jahren vermittelt als Mitbewohner von Mohrle.
Die Kätzin hat das stolze Alter von 16 Jahren erreicht und ist aber noch topfit. Mohrle trägt ihren Namen zu Recht.
Beide sind kastriert und zu Beginn noch etwas schüchtern. Aber nach ein paar Tagen zeigen sie ihr wahres Gesicht: kuscheln und streicheln ist das wichtigste.
Max und Mohrle lieben Menschen und wissen, wo ihr Körbchen steht. Aber hin und wieder streunen sie auch gern mal in der Natur umher.
Es ist schade, dass ausgerechnet kurz vor Weihnachten die Welt der beiden so aus den Fugen gerät und ich hoffe sehr für Sie, dass es bald wieder die heile Welt sein wird, die sie bisher kannten. Natürlich wollen die beiden zusammen bleiben.
Wenn man fast sein ganzen Leben miteinander verbringt, dann will man auch den Rest der Zeit zusammen bleiben.

Auch zwei Fundkatzen wurden bei uns abgegeben.
Es handelt sich um eine Katze und einen Kater und so wie mir berichtet wurde, sind beide richtig schön gepflegt und lieben es zu schmusen. Wie erstaunlich ist es, dass diese Beiden nicht vermisst werden.
Ich erlebe das ja öfters bei uns Hunden, dass sogenannte Fundhunde abgegeben werden und niemand nach ihnen sucht.
Es ist eine Qual, wenn man von seinen geliebten Menschen nicht mehr gewollt wird.
Manchmal ist es aber auch so, dass die Menschen nicht daran denken unsere Menschen anzurufen. Es erwartet wohl niemand, dass es tierliebende Menschen gibt, die allein herum irrende Tiere zu sich nehmen oder zu uns bringen.
Wenn ich meine Menschen verlieren würde, würde ich sie in jedem Fall solange suchen, bis ich sie wiedergefunden hätte. Nun, wenn ich dann meine Familie habe, dann wird dem so sein, wenn sie sich je verlaufen sollten.

Und auch unsere zwei Hasen leben sich zusammen gut ein. Cleopatra und Cesar haben ihr neues Zuhause im Tierheim zusammen bezogen und genießen die Wärme, wenn sie sich aneinander kuscheln.

Es ist nicht die vorweihnachtliche Zeit, die uns Bewohnern hier Hoffnung gibt, es ist vielmehr das Wissen, daß wir nie alleine sein werden - und das macht Mut.

Und da waren es nur noch 2!
Ihr
Captain

http://www.tierheim-hoechstaedt.de
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2 Kommentare
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Wolfgang H. aus Gladenbach | 16.12.2008 | 17:37  
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Fred Hampel aus Fronhausen | 19.12.2008 | 05:15  
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