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Bild der Heimat

Ein Fremder fuhr zum erstenmal vorbei
und sah im Morgenlicht Schloß Harburg liegen.
Ihn fesselte das Bild, es ließ ihn nicht mehr frei,
und als der Zug hielt, ist er ausgestiegen.

Zum Ziele wandernd hat er´s nicht bereut,
so manches Schöne durfte er hier schau´n.
Die Felsengruppen haben ihn erfreut,
erquickend war der Blick auf grüne Au´n.

Den stillen Fluß, der sich im Tale wand,
den links und rechts die alten Häuser säumen,
die wie verschlafen an des Ufers Rand
von alter Zeit und ihrer Jugend träumen.

Und wie von mächt´gen Händen hingestellt,
ragt hoch das Schloß mit seinen stolzen Türmen
über der stillen friedlichen Welt,
Jahrhunderte trotzend Kriegen und Stürmen.

Und hier im Tal, wo das Tor einst stand,
das mit anderen alten Toren,
aus früher Zeit schon längst verschwand,
da stand der Wanderer traumverloren.,

Die mächt`ge alte Brücke zog ihn an,
hier mußte er dem wilden Wasser lauschen,
in schäumenden Kaskaden sprang`s heran,
so lustig wie ein Bergbach konnt´ es rauschen.

Im Rauschen mischt sich ein anderer Klang,
denn grad kommen aus dem Städtchen
recht froh im Schritt mit hellem Gesang
viel kecke Buben und nette Mädchen.

Ein Lachen fliegt nun hin und her,
es ist just eine helle Morgenstunde.
"Wohin die Fahrt?" Die Antwort fällt nicht schwer:
"Wir treiben lust´ge Heimatkunde!

Und wollt ihr unsre Heimat seh´n,
wir wollen Euch als Gast begrüßen.
ihr könntet auch wohl mit uns geh`n,
wir sagen Euch, was wir schon wissen!"

Und sie schritten durch stilles Wandergebiet,
es glich selbst einem innigen Lied,
wie dort auf den Hügeln und sonnigen Weiden,
vom Hirten bewacht die Schafe weiden,
und die Felder sich dehnen hügelauf, hügelab,
dunkle Wälder schauen von den Höhen herab.

Der Fremde steht sinnend, dann sagt er laut:
"Ja, schön ist fürwahr euer Heimathaus!
Doch schau ich hier in der Runde,
nicht alle wohnen im Wiesengrunde.
Da sind die Häuser bergauf gestiegen.
Auch dort in der Schlucht sieht man welche liegen.
Die Schlucht, man könnte sie Wolfsschlucht nennen,
wie heißt sie bei euch, ihr werdet sie kennen?"

"Das ist die Hölle, so heißt man sie hier,
ich wohn´ in der Höll´ und auch diese vier!"
"Ihr wohnt dort drüben an jener Stelle,
da seid ihr ja richtige Kinder der Hölle!
Und wird man in eurer Hölle gebraten
für seine Sünden und böse Taten?"

"Bei uns scheint die Sonne auf grüne Matten,
aber nur morgens, sonst liegt sie im Schatten."
"Eure Hölle ist ja ganz himmlisch hier,
fahr´ ich mal zur Hölle, die merk` ich mir!
Doch wie ist es mit den Teufeleien?
In der Hölle muß doch der Teufel sein!
Ist euch nicht bang in den Winkeln und Ecken,
dort könnte sich leicht der Teufel verstecken?"

"Vor langer Zeit, da hörten wir bloß,
gebt acht, jetzt ist der Teufel los!
Der will in die Hölle, er hat sich erfrecht,
er bekam aber nicht das Zuzugsrecht.
Der Teufel blieb aus, wir konnten lachen
und selbst unseren eigenen Höllenlärm machen!"

"Vom schönen Harburg kann ich jetzt viel erzählen,
doch eure Hölle will ich nicht empfehlen,
sonst wollen gar zu viele hinein,
und dazu schein sie mir doch zu klein!"

Hedwig Schwerdtfeger
aus ein Heimat- und Arbeitsbuch für die Volksschule Harburg
von Andreas Eber
Luise Niedermeyer

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3 Kommentare

Schön geschrieben, man muss aber auch zwischen den Zeilen lesen.

Schön gereimt, Harburg wird sich freuen.
Etwas zu lang und die letzten Verse,
leider in der Verslänge nicht angepasst.
Etwas gestafft würde das ganze lesenswerter,
von mehreren auch ganz gelesen werden.
Entschuldige bitte meinen Verbesserungsvorschlag.
Gruß Jürgen

In Reim und Vers ganz schön die Heimat vorgestellt. Schön

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