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PFERDEFLEISCH

Skandal im Kühlregal

Die Vegetarier und Veganer sind mal wieder fein raus.

Nur der normal ernährte, durchschnittliche deutsche Fleisch-Esser ist
zutiefst bedröppelt.
Immer öfter sieht man die deutsche Hausfrau, oder Hausmann mit einem Ohr
am Backofen lauschend ( eine ganz schön heiße Sache, was in Notfallpraxen zu
einem starken Anstieg von Brandverletzungen am linken oder rechten Ohr geführt hat)
ob die leckere Fertig- Lasagne nicht etwa beim Erhitzen wiehert.

Das wäre immerhin ein untrügliches Zeichen, das nicht Schwein oder Rind, sondern-
deutlich hörbar, Pferdefleisch verwurstet wurde.
Aber mal ganz ehrlich- haben Sie jemals zuvor schon auf die Geräusche aus dem Backofen
geachtet- es war ihnen doch ganz egal ob es da grunzt oder muht.
Hauptsache, preiswert und schnell.
Aber nicht nur in deutschen Küchen, auch vor den Kühlregalen in den Discountern erkennt man ein verändertes Bewegungsmuster der Kunden, immer wieder zucken die Hände die bisher zielgenau nach der Kilo- Familienpackung Lasagne geschnappt haben, zurück.
Auch der Blick auf, alternativ, Gulaschgerichte; tiefgekühlt oder in Dosen, drückt eine große
Unsicherheit, wenn nicht Verzweiflung aus.
Wer war nur der Bösewicht, der so tiefe Risse in das „gut und günstig“ Gewissen des deutschen Michels getrieben hat.
Aber wir haben da ja noch unsere Landwirtschaftsministerin, die wird jetzt das Verbraucher-
gewissen wieder ins Lot bringen.
Gentests sind angesagt, eine genaue Überprüfung der Lieferketten – die meistens schon an den Kreisgrenzen endet- wird versprochen. Schließlich ist im September Wahl.
Die Produzenten. Welche? Sollen in Haftung genommen werden.
Schließlich zahlt man einen überhöhten Preis, für Rind das eigentlich Pferd ist.
Mir fällt gerade ein, da wollen doch einige Gemeinden eine Pferdesteuer einführen um die leeren Kassen zu füllen, dann wird Pferdefleisch zum Luxusgut. Gut, immerhin eine Möglichkeit es aus der Nahrungskette weitestgehend auszuschließen.
Darüber, ob diese Steuerschöpfung, Ursache oder Folge des jetzigen „Skandals“ ist möchte ich nicht spekulieren. Das überlasse ich den „Verschwörungstheoretikern“.
Wirklich wissen will ich auch nicht, so im Nachhinein betrachtet, wie oft über meinen und
anderer Leute Teller schon Pferdefleisch meinen Verdauungsorganen zugeführt wurde.
Aber zum Trost, unsere Lebensmittel- Sachverständigen haben unisono verlauten lassen,
Pferdefleisch ist für den menschlichen Verzehr ohne Bedenken geeignet.
Während wir Deutschen wohl noch lange „Das Pferdefleisch“ nicht aus unseren Gedanken
und Diskussionen verbannen werden können, sind die Eurokraten der Lösung, still und leise,
im Einvernehmen mit den großen Food Konzernen, sehr nahe gekommen.
Haben sie schon mal das „Kleingedruckte“ auf der Rückseite einer Nusspackung gelesen??
Da steht unter Anderem, …kann Spuren von Schalenfrüchten enthalten…!!!
Ehrlich!!
Na? Kronleuchter aufgegangen??
Zukünftig steht dann auf Lasagne, Gulasch oder anderen Fleischprodukten
…. kann Spuren von Pferdefleisch enthalten… !!
Somit ist allen Gerechtigkeit widerfahren und es herrscht wieder Ruhe auf dem Fleischmarkt.
Ich fühl mich heute so aufgekratzt und fit, könnte ein Pferd durch die Küche tragen.
Hoffentlich war das Fleisch heute nicht von einem „gedopten Pferd“ !!
Dann sollte man die Warnhinweise schleunigst erweitern.

In diesem Sinne, lassen Sie sich den Appetit nicht verderben.
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Weiterveröffentlichungen:

Hinterland extra | Erschienen am 13.03.2013
6 Kommentare
59.224
Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 19.02.2013 | 16:30  
22.461
Brigitte Obermaier aus Ismaning | 05.03.2013 | 18:49  
7.870
Bodo von Rühden aus Dautphetal | 05.03.2013 | 21:25  
59.224
Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 05.03.2013 | 23:15  
59.224
Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 05.03.2013 | 23:16  
22.461
Brigitte Obermaier aus Ismaning | 12.03.2013 | 09:37  
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