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FSV Buchenau – Vorreiter in Sachen Lebensrettung

FSV Buchenau Vorsitzender Lothar Dönges (links) bedankte sich nochmals bei den anwesenden Spendern des Defibrillator, v.r. Holger Schmidt und Dieter Gönner. Ihnen angeschlossen hatte sich auch noch der Kassierer des FSV Buchenau, Karl-Heinz Veit - verhindert war Dieter Veit (Foto: Dersch)
 
Torsten Grein und Torsten Schmitt vom Marburger praxis-reanimation-Team zeigen die Anwendung des Defi und der Reanimation (Foto: Dersch)
Dautphetal: Sportheim FSV Buchenau |

Auch Sportler sind nicht vor Herzproblemen gefeit, diese Erfahrung haben auch schon einige Buchenauer Fußballer miterleben müssen, als vor ca. 10 Jahren ein Spieler auf dem Platz sein Leben lassen musste..

Daher kamen die Verantwortlichen des FSV Buchenau überein, für solche Notfälle einen Automatisierteren Externen Defibrillator (AED) anzuschaffen.


Dieses außergewöhnliche Vorhaben der Buchenau Kicker wollten drei Buchenauer Geschäftsleute und begeistere Fußballfans gerne unterstützen. Sie erklärten sich sofort bereit, die Anschaffung finanziell zu unterstützen. Gesagt, getan, der „Defi“, wie er auch kurz genannt wird, war schnell angeschafft, aber wie mit ihm umgehen, war die nächste Frage.

Diesbezüglich konnten die freiberuflichen Dozenten, Torsten Grein und Torsten Schmitt vom Marburger praxis-reanimation-Team, gewonnen werden. Beide sind im Hauptberuf als Fachkrankenpfleger für Anästhesie- und Intensivpflege am Marburger Uni-Klinikum tätig, wissen also, wovon sie sprechen.

Ein entsprechender Kurs in die Einweisung des technische Gerätes und ein zusätzlicher Reanimationskurs fand am Freitag, 15. Februar, im Sportheim des FSV Buchenau statt. Eingeladen waren neben den Vereinsmitgliedern auch alle Interessenten aus anderen Vereinen des Einzugsbereiches.

Schlussendlich hatten sich 15 Teilnehmer eingefunden, fast ausschließlich Buchenauer, die sich in Sachen Defi und Reanimation weiterbilden wollten.

Die beiden Fachleute des Uni-Klinikums Marburg brachten in lockerer Art und Weise den interessierten Teilnehmern das ernste Thema näher. Präsentationen, Videos und insbesondere die praktischen Übungen zeigten auf, wie man sich in einem solchen Notfall richtig verhalten soll. Denn ein Defibrillator kann durch gezielte Stromstöße Herzrhythmusstörungen beenden und somit Leben retten.


„Nicht wegschauen, sondern aktiv tätig werden“ –

dazu forderten die beiden Kursleiter auf. „Das falscheste, was man in einem solchen Fall machen kann ist, nicht helfen!“, so die Aussage der beiden Fachkrankenpfleger.

Beide wollten auch die Scheu vor dem Defi nehmen, denn das Gerät „spricht“ mit einem, sobald man den Deckel öffnet. Ein Sprachmodul gibt anschließend Anweisungen, was man machen soll. Es ist also keine Hexerei, jeder kann das eigentlich!

Insbesondere die abschließenden praktischen Übungen mit den Wiederbelebungsmaßnahmen (30x Herzmassage und 2x Beatmung) zeigten auf, wie kräftezehrend insbesondere die Herzmassage ist.

"Es macht daher Sinn, eine solche Erstversorgung mit drei bis vier Helfern durchzuführen, wenn dies möglich ist. Denn neben den Wiederbelebungsmaßnahmen ist auch die Verständigung von Notarzt und Rettungswagen im Vorfeld eine wichtige Sache", so die Kursleiter – "denn jede Sekunde zählt, um eine Menschenleben zu retten!"

Auch der Vorsitzende des FSV Buchenau, Lothar Dönges, gehörte natürlich zu den Kurzteilnehmern. Er bedankte sich nochmals bei den anwesenden Spendern des Defibrillators. Zu diesen gehörten die Buchenauer Geschäftleute Dieter Veit (Dentallabor), Holger Schmidt vom gleichnamigen Buchenauer Elektrogeschäft und Dieter Gönner vom Farbenhaus Gönner. Ihnen angeschlossen hatte sich der Kassierer des FSV Buchenau und Mitarbeiter des Marburger Uniklinikums, Karl-Heinz Veit.

Eine sicherlich beispielhafte Unterstützung, die hoffentlich in den Reihen anderer Vereine Nachahmer findet, denn das Menschenleben sollte auch in der Vereinsarbeit an oberster Stelle stehen.

Beide Kursleiter würdigten das Engagement des FSV Buchenau als vorbildlich, denn er sei der erste Verein, der in dieser Richtung aktiv geworden sei. Weitere Termine, zum Beispiel mit den Jugendbetreuern, sollen übrigens folgen.

Nachdem nach zwei Stunden die Teilnehmer eine entsprechende Bescheinigung erhalten hatten, waren sich alle einig – es hat sich gelohnt! Trotzdem sehnt sich natürlich niemand einen solchen Notfall herbei.

Mehr zum Praxis-Reanimations-Team unter: www.praxis-reanimation.de
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4 Kommentare
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Volker Beilborn aus Marburg | 22.02.2013 | 17:58  
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Eberhard Dersch aus Marburg | 24.02.2013 | 12:06  
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Volker Beilborn aus Marburg | 24.02.2013 | 15:41  
2.111
Eberhard Dersch aus Marburg | 25.02.2013 | 09:51  
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