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Steinberg, Felgenholz und viele Märzenbecher

Märzenbecher im Steinberg
 
Märzenbecher im Steinberg
Wanderführer der TSV-Egestorf-Wandergruppe privat mit sehr kleiner Gruppe zur Märzenbecherblüte!



Es muß im März nicht immer der Schweineberg im Weserbergland bei Hameln mit seinen wirklich großen Märzenbecherflächen sein. Auch der heimatliche Deister mit seinen vielen Rotbuchbeständen und Kalksteinböden bietet für die sehr schöne Frühlingsknotenblume, die botanisch zu den Amarylisgewächsen gehört, die idealen Wachstumsbedingungen. Dieses sind zum Beispiel am Steinberg und im Felgenholz östlich von der Gemeinde Nienstedt zu finden.

Von der Bushaltestelle in Nienstedt machte sich deshalb die kleine Gruppe im Tal des oberen Walterbachs in Richtung Steinberg auf. Der anfängliche Dunst, der noch auf der Nordseite des Deisters vorherrschte, war in Nienstedt gänzlich verschwunden und so konnte die Gruppe bei Sonnenschein und ganz wenig Bewölkung die herrliche Landschaft geniessen. Schon bald war der Steinberg erreicht und nun musste der Abzweig vom Weg zum Märzenbecherfeld gefunden werden, wobei hier der alte Grenzstein, der den Grenzverlauf zwischen dem Königreich Hannover und der Grafschaft Schaumburg markierte, die ungefähre Richtung anzeigte. Nach einem kurzen Wegstück über sehr feuchten Waldboden konnte sich die Gruppe an dem großen Feld mit Märzenbechern auf dem Steinberg erfreuen. Stellenweise waren hier aber auch schon die ersten zarten Blätter des Bärlauchs auszumachen. Seinen Namen hat dieser angeblich einer Sage nach, weil er Bären nach dem Winterschlaf als erste Nahrung diente. Heute wird der Bärlauch in der Küche als Pesto oder im Salat verwendet und soll auch Umweltgifte aus dem menschlichen Körper leiten.

Auf einem alten Forstweg oberhalb des Schmeergrunds wanderte dann die Gruppe bei herrlichem Sonnenschein und bester Fernsicht leicht abwärts zum Felgenholz mit weiteren großen Flächen Märzenbecher, die auch hier von großen Bereichen Bärlauch unterbrochen wurden. Sogar erste zarte Pflänzchen vom Lerchensporn, mit den leicht violetten Blüten, wurden entdeckt. Ein sehr in der Pflanzenwelt kundiger Mitwanderer war ständig auf der Suche nach weiteren ersten Pflanzentrieben und konnte so schon den Aronstab, das Bingelkraut, die Gelbsterne und andere erste Frühlingsblüher entdecken.

Nach einem steilen und rutschigen Abstieg ins Tal des Flöttenbachs führte der WE1-Weg dann direkt zur Eimbeckhäuser-Wanderhütte, wo im Kreis vieler Wanderer die mitgebrachte Mittagsverpflegung auf einer sonnigen Bank vor der Hütte genossen wurde. Wer wollte, konnte die Rucksackverpflegung noch mit einer Bockwurst oder Kaffee und Kuchen abrunden.

Dann wurde der Rückweg auf dem WE-1 über Staufenburg, mit einem letzten Blick auf die Wanderhütte und dem ehemaligen Forsthaus Hemschehausen, in das Waldgebiet mit dem Privatfriedhof der Familie Stölting aus Eimbeckhausen angetreten. Von hier war eine herrliche Aussicht in die weite Landschaft mit den Bückebergen, Ith und Süntel zu genießen, wobei in der Ferne im Dunst der Vogler mit dem hohen Ebersnacken sehr schwach ausgemacht werden konnte.

Oberhalb von Eimbeckhausen führte der Wanderweg durch die Feldmark und an einer Pferdekoppel vorbei zum Grund des Ochsentals, wo am oberen Ende noch kleinere Schneefelder lagen. Durch die Feldmark ging es dann auf einem Teilstücks des Roswithawegs zurück nach Nienstedt, von wo der Bus die Wanderer zurück nach Egestorf brachte.

Nicht nur die Wanderführer, sondern auch die übrigen Teilnehmer waren einer Meinung und erfreut, dass diese Wanderung nun ganz privat stattgefunden hat; hatten die Wanderführer doch überlegt, die eigentlich für die Wandergruppe im TSV-Egestorf geplante Tour aufgrund mangelnder Anmeldung abzusagen.

So aber konnten die Teilnehmer einen herrlichens Wandertag, mit schönen Aussichten, großen Märzenbecherfeldern und ersten Frühlingsboten bei bestem Wanderwetter mit reichlich Sonnenschein sehr genießen.

Karl-Heinz Pfennig
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