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Öffentliche Sitzung DGB Ortsverband Bad Lauterberg

Forderungen des DGB zur Bundestagswahl – DGB unterstützt Forderung der GEW die Lutterbergschule erst später zu schließen

Bad Lauterberg (DGB). In der März-Sitzung (11.3.2013) des DGB-Ortsverbands Bad Lauterberg konnte der Vorsitzende, Klaus-Richard Behling, gleich zwei Gäste begrüßen. Der Vorsitzende der DGB-Region Südniedersachsen-Harz, Lothar Hanisch, referierte zum Thema Bundestagswahl 2013 und stellte die politischen Forderungen des DGB und seiner Einzelgewerkschaften vor.

In einem den Gewerkschaftlern vorgestellten Film des DGB wurden die Vorstellungen dargestellt. Nicht nur die flächendeckende Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes von mindestens 8,50 EURO, sondern auch die Abschaffung der Rente mit 67, sowie ein solidarisches und den Bedürfnissen der Menschen angeglichenes Renten- und Krankenversicherungssystem wurden als Forderungen an die politischen Parteien aufgestellt. Es kann nicht sein, dass sich der Staat in diesen Bereichen aus seiner Verantwortung zieht oder vieles den marktliberalen Kräften, welche uns unter anderem auch die Finanzkrise beschert haben, überlassen will. Der Deutsche Gewerkschaftsbund steht für die Solidarität unter den Beschäftigten und wird alles unternehmen um deren Interessen vor der Bundestagswahl noch einmal massiv zu verdeutlichen. So sind einige Öffentlichkeitsaktionen, unter anderem auch in Osterode und Bad Lauterberg, geplant. Außerdem findet am Samstag, den 07. September 2013 eine große Demonstration der Gewerkschaften und des DGB in Hannover statt.

Lutterbergschule erst später schließen!

Des Weiteren berichtete der Vorsitzende des DGB-Ortsverbands Bad Lauterberg Klaus-Richard Behling über seinen Besuch in der Jahreshauptversammlung des GEW-Ortsverbandes Bad Lauterberg/Bad Sachsa-Südharz, welche vor Kurzem im Müllers Hofcafé in Bartolfelde stattfand.
Zeitgleich konnte er auch so den zweiten Gast der Veranstaltung, Frau Steffanie Jackomowski, als Vertreterin der GEW und Lehrerin an der Lutterbergschule – Förderschule Lernen – in Bad Lauterberg begrüßen. Frau Jackomowski berichtete von den Problemen um die geplante Schließung der Lutterbergschule zum Schuljahresende 2013/2014. Diese vom Kreistag in Osterode gefällte Entscheidung könne man so nicht nachvollziehen. Schließlich ginge es nicht nur um den Erhalt von Arbeitsplätzen, sondern insbesondere um das Wohl und die pädagogische Betreuung lernverzögerter Kinder. Diese müssen aus dem Südharz anreisend, bis zur Wartbergschule nach Osterode, erhebliche Fahrtzeiten in Kauf nehmen. Zwar könne eine Bahnbeförderung der Schüler teilweise Zeitverzögerungen aufhalten, ist aber aufgrund der Persönlichkeitsstruktur der Schüler pädagogisch nicht sinnvoll und praktikabel. Ohnehin würden die pädagogischen Erfolge, welche man an den Schülern erzielt hat, bei deren Umschulung, infrage gestellt werden. Eine Schulschließung ohne Not, denn bis zur Umsetzung habe die Landesschulbehörde ein Zeitfenster bis 2016 gesetzt. Erst ab 2018 müssen aufgrund der neuen europäischen Schulgesetze alle Schüler inklusiv beschult werden.
Ohnehin gehöre die Lutterbergschule in Bad Lauterberg bei Weitem nicht zu den kleinsten Förderschulen im Land Niedersachsen. Offenbar wesentlich kleinere Schulen werden trotz gesetzlicher Vorgabe durch das sogenannte Inklusions-Gesetz, nicht geschlossen. Warum also die Förderschule in Bad Lauterberg ? Will man hier politische Geschenke machen ? Die durch den Wegfall der Schule erhofften Einsparungen von 100.000 bis 150.00 EUR im Jahr sind doch eher eine fiktiv errechnete Summe, welche sich zunächst nicht genau beziffern lässt. Sparen am falschen Ende! Wieder einmal sind die, welche sich nicht wehren können, die Leidtragenden. Lernverzögerte und behinderte Kinder. Die Gewerkschaftler waren sich einig in dem Bestreben, den GEW Ortsverband Bad Lauterberg/Bad Sachsa-Südharz, in dieser Frage, auch weiterhin aktiv unterstützen zu wollen. Man werde gemeinsam „am Ball“ bleiben.
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