Zur Stadtratssitzung in Wertingen (in dieser Woche)

Zur Stadtratssitzung in Wertingen in dieser Woche

Hier ging es unter anderem, um die Erhöhung der Kindergartenbeiträge für die städtischen Kindergärten.

Der Antrag von SPD – KUL und BIW, auf eine 3% Gebührenerhöhung zu verzichten, hätte eine kleine „Anerkennung“ und „nette“ Geste an jungen Familien sein können, die zum Erhalt der Gesellschaft einen großen Beitrag leisten.

Aber nein, dieses kleine „Zuckerle“ für eben solche Familien wurde nicht genehmigt.

Nun, fehlt es an medienwirksamer oder gesellschaftlicher Brisanz und Wirksamkeit für gewählte „Volksvertreter“?

Würde es um das Wohl von Flüchtlingen und deren Kindern gehen, hätte man wahrscheinlich auf weitaus mehr Geld für den Stadtsäckel verzichtet. In der Presse wäre dies auch „Wahlfreundlicher“ ausgeschlachtet worden.
Zum Nachteil von Eltern mit Kindergartenkindern ist dies aber nicht der Fall.

Ich kann nur mit bedauern feststellen, daß Freie Wähler (mitsamt dem Bürgermeister), Grüne und auch die Wertinger CSU nicht für junge Familien einzustehen vermag, bei denen es, viele wissen es aus eigenen Erfahrungen, zum vernünftigen Leben, um jeden gesparten Euro geht.

Fadenscheinig, diesen Antrag als volkswirtschaftlich ungebildet, nebulös und eher als Kaffeesatzleserei entsprechend abzuweisen ist mehr als ein Schlag ins Gesicht für Stadträte, die sich für Familien mit Kindergartenkindern einzusetzen versuchen.

Der Stellenwert von Wertinger Kindergartenkindern und deren Eltern ist demnach bei den Stadträten, die selbst diese geringfügige Entlastung abgelehnt haben nicht sehr hoch.
Aber wahrscheinlich können sie sich nicht daran erinnern, wie es war, als sie Kindergartenkinder hatten. Ich will ihnen nicht unterstellen, daß sie es anderen nicht gönnen würden.

Vielleicht besinnt sich so mancher bei der nächsten Wahl auf Stadtratskandidaten, die menschliches Handeln vor wirtschaftlicher Profitgier stellen. Es wäre an der Zeit.
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