Stadtkapelle Wertingen: Wettbewerbserfolg - Champagnerstimmung am Frühstückstisch

Die BigBand der Stadtkapelle Wertingen erzielte beim Wettbewerb in Marktoberdorf das Prädikat „mit hervorragendem Erfolg“ und hat sich für die Bundesbegegnung „Jugend Jazzt“ 2016 in Kempten qualifiziert.
 
Michael Ahne am Vibraphon als Solist bei „Tico Tico No Fubá“.

Die BigBand der Stadtkapelle Wertingen fährt zur Bundesbegegnung „Jugend Jazzt“ 2016

Hatten Sie schon einmal eine Morgenammer in ihrem Frühstück?
Eine etwas abwegige Frage ist das, über die sicherlich niemand grübeln muss, doch: der Eindruck täuscht, denn am 28. November 2015 fanden in der Bayerischen Musikakademie Marktoberdorf die Landeswettbewerbe für Jazzorchester und „Jugend Jazzt“ statt. Die BigBand der Stadtkapelle Wertingen unter Leitung von Daniel Klingl war höchst erfolgreich mit von der Partie.
Die Band nahm mit vier Stücken am Wettbewerb teil. Eines davon war "Tico Tico No Fubá" von Zequinha de Abreu, einer der Klassiker des brasilianischen Choro, der von Bill Holman als „Uptime Swing“ arrangiert wurde. Der Titel des Stücks beschreibt das oben erwähnte Szenario am Frühstückstisch. Den flatterhaften Part gab hier der Bläsersatz der Band im Dialog mit Michael Ahne am Vibraphon. Dieses Spiel flatterte um die quirlige und lebendige Rhythmusgruppe (Markus Poetzsch, Matthias Schäffler, Anna-Lena Neukirchner, Markus Sporer, Steffen Liebert) - den heißen Frühstücksbrei, wenn man so will, - herum.

Saxofoninsten und Pianist standen im Fokus

Nichts mit dem Tierreich hat der Titel "Hay Burner" von Sammy Nestico zu tun. Hier standen besonders die Saxofone (Anja Buchart, Alexandra Grabmann, Andreas Kapfer, Anna-Lena Mader, Barbara Mayr, Marina Riemer, Viktoria Wörle) und, wie es sich für ein Arrangement des Count Basie Orchestra gehört, der Pianist (Manuel Burkard) im Fokus.

Blechbläser glänzten

Die Blechbläser traten mit "Brass Machine" von Mark Taylor ins Rampenlicht, das durch Maynard Ferguson auch unter dem Titel "Scream Machine" bekannt wurde. In der Komposition mit deutlichen Einflüssen aus der Mittel- und Südamerikanischen Musik präsentierten die Trompeter (Andrea Gerblinger, Jürgen Marx, Michael Schäffler, Christian Wohlrab) ihre höchsten und die Posaunen (Delia Geißler, Lisa Mader, Julian Rößner, Sebastian Weiß) ihre tiefsten Töne. Sicherzustellen, dass aus dieser Aufgabe kein sportlicher Wettkampf sondern Musik wurde, war die Aufgabe von Daniel Klingl, bei dem in der Probenarbeit Musikalität und Klang an erster Stelle stehen.

Champagnerstimmung und rhythmisches Feuerwerk

Das vierte Wettbewerbsstück ist ebenfalls durch Maynard Fergusons Band bekannt geworden und stammt von seinem Baritonsaxophonisten Denis diBlasio, der mit "Coconut Champagne" ein Lieblingsstück der Wertinger Musiker komponierte. Die Nummer im Samba- und Calypso-Stil sprühte vor karibischer Silvesterstimmung und einem tollen Baritonsolo von Anna-Lena Mader. Für das rhythmische Feuerwerk sorgte das Schlagzeug in Begleitung der ganzen Band an Perkussionsinstrumenten.
Champagnerstimmung herrschte auch nach Bekanntgabe der Wertung, denn die Jury war von der Darbietung so überzeugt, dass die Wertinger BigBand mit hervorragendem Erfolg zur Bundesbegegnung „Jugend Jazzt“ mit Skoda-Preis im kommenden Jahr in Kempten weitergeleitet wurde.

Weihnachtskonzert am 19. Dezember

Wer die erfolgreichen Musiker demnächst live hören will, hat schon am Samstag, 19. Dezember um 20 Uhr im Forum der Anton-Rauch-Realschule die Chance. Unter dem Motto „Es wird wild, es wird besinnlich, es wird sich lohnen!“ lädt die BigBand der Stadtkapelle Wertingen zum, inzwischen schon traditionellen, Weihnachtskonzert ein.
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